29.01.2026 10:57

Gewichtsprobleme

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22Beiträge
08.02.2026
18:01 Uhr
Hallo Tschaessie, dein Problem der Gewichtszunahme nach dem Rauchstop kenne ich aus eigener Erfahrung und ich kann dich gut verstehen. Im ersten 3/4 Jahr nach dem Aufhören habe ich ca. 12 Kg (!) zugenommen. Ich habe mir das aber zugestanden nach dem Motto: ,erst rauchfrei, dann bauchfrei'. Weil ich sehr gern esse habe ich mich auch mit leckerem (aber auch oft ungesundem) Essen für die wichtige Lebensumstellung belohnt. Aber ich wollte natürlich nicht, daß das unkontrolliert so weitergeht. Die 75 Kg, die ich da hatte konnte ich noch akzeptieren, mehr sollte es nicht werden. Jetzt, 2 Jahre nach meinem Rauchstop, ist es für mich an der Zeit zu versuchen etwas von meinem Gewicht 'runterzukommen. Mit der altbekannten Methode (so einfach gesagt, doch nicht so einfach durchzuführen): dem Körper weniger Energie zuzuführen als er verbraucht. Da ich seit ich 19 Jahre alt war eine Eß- und Gewichtsproblematik habe, bin ich ziemlich geübt im Kalorienzählen. Für mich geht es ohne eine genaue Kalorienkontrolle nicht. Dazu muß man natürlich auch seinen Energiebedarf kennen. Ohne Rauchen verbraucht der Körper lt. Wissenschaft ca. 200 Kal. weniger, die man schon mal einsparen muß. Bei mir kommt dann noch der altersbedingte Minderverbrauch dazu. Ich rechne mit 1800 Kal./Tag Verbrauch, was ganz gut hinkommt bei 165 cm Größe, zumal ich jetzt auch regelmäßig auf das Heimfahrrad gehe. Ich habe eine Monatstabelle, in die ich seit Jahresbeginn meine Kalorienzufuhr jeden Tag eintrage, und meine Ersparnis bzw. auch ehrlich Ausreißer nach oben. Ich muß ca. 6000-9000 kal. für 1Kg einsparen erfahrungsgemäß,je nachdem wieviel ich mich bewege. Im Januar hat es schon funktioniert: 1 Kg weniger! Mit der Zeit geht das ziemlich einfach und ohne großen Zeitaufwand und machtmir sogar Spaß wenn ich Erfolge sehe. Es gibt auch Apps dafür. Viele haben auch gute Erfolge mit weight watchers; mir war das zu teuer. Wie hast du denn nach den Rauchstops versucht, das Gewicht zu halten? Du schreibst, du hast versucht, die Ernährung im Blick zu behalten. Da kann man sich selber ziemlich täuschen und doch mehr essen als man meint ohne Kontrolle meiner Erfahrung nach. Das heißt überhaupt nicht, daß ich mir nichts gönne, nur notiere ich eben alles (ziemlich) konsequent. Vielleicht gehst du auch mal zu einer Ernährungsberatung mit dem Problem? Oder hast du es schon mit einem Arzt besprochen? Auf jeden Fall bin ich sehr froh, daß ich mir das Geschenk des Nicht-mehr-Rauchens gemacht habe, auch wenn ich jetzt mehr auf der Waage habe, woran ich jetzt arbeite. Ich wünsche dir, daß du dich wieder für den Weg 'oben ohne' entschließt. Alles Gute Liebe Grüße Uta
08.02.2026
10:59 Uhr
Guten Morgen Tschaessie Du hast vollkommen Recht. Es gibt unglaublich viele Lösungen und Möglichkeiten. Warum so viele? Weil sich ein Entzug bei jedem Menschen etwas anders darstellt. Klar gibt es auch Gemeinsamkeiten, aber nur wenn wir bereit sind grob zu verallgemeinern. Zunächst einmal ist da eine Entscheidung fällig. Rauchen oder Nichtrauchen. Danach kann man sich mit den Konsequenzen herumschlagen. Du wirst kugelrund und unmässig dick? Da gibt es wieder eine Unmenge Strategien. Grob hat es etwas mit bewusster Ernährung und Sport zu tun. Natürlich kann man auch rauchen um dünn zu sein. Wer das will kann es ja tun. Die Entscheidung ist der Anfang. Das kann dir keiner abnehmen. Bei den Folgen der Entscheidung gibt es viele Möglichkeiten und viel Unterstützung. Wenn du nicht mehr rauchen willst wirst du einige Gewohnheiten ändern müssen. Dazu brauchst du eine kräftige Portion Mut und Zuversicht. Ein Rauchstopp ist ein langer Weg. Am Ende des Weges steht ein neues Leben. Ein Leben ohne Sucht, ein Leben in Freiheit. Ich wünsche dir eine gute Entscheidung. Liebe Grüße Klaus
08.02.2026
06:42 Uhr
Ja so weit die Theorie. Ist mir schon klar, dass nicht rauchen der Gesundheit besser tut. Aber ich ärgere mich nicht nur ein bisschen über mehr Kilos, ich fühle mich von Tag zu Tag unwohler, trauriger, gereizter, meide Gesellschaft... das bringt also andere Baustellen mit sich, die ich diesmal endlich eindämmen möchte, weil ich weiß, dass sich das Problem für mich immer so weit zuspitzt, dass ich ganz bewusst und freiwillig wieder anfange, um mich endlich wieder wohler in meiner Haut zu fühlen. Wenn so viele damit zu kämpfen haben, muss es doch auch eigentlich viele Lösungsansätze geben?!
01.02.2026
11:21 Uhr
Guten MorgenTschaessie, erstmal auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum - Dein Problem - Zunahme durch den Rauchstopp kann ich auch bestätigen, bei mir waren es auch einige Kilos, meine Frau ärgerte sich vor zwei Jahren über 8 mehr auf der Waage. Die Erklärugnen von Monika stimmen - ein Körper stellt sich um - eigentlich toll - aber dadurch wird alles besser verwertet. Ich habe es mit 16:8 und Sport in den Griff bekommen - aber vor allem war der Rauchstopp erfolgreich... Drücke dir alle Daumen und einen tollen Sonntag ohne Dampf VG der Rolf
31.01.2026
17:17 Uhr
Liebe Tschaessie, dass dich die Gewichtszunahme belastet, ist absolut verständlich, besonders nach mehreren Versuchen. Sechs Anläufe beweisen aber nicht, dass du versagt hast, sondern nur, wie schwer der Entzug ist. Selbst wenn die Waage nach oben geht, ist der Rauchstopp für dein Herz, deine Lunge und das Krebsrisiko fast immer die bessere Entscheidung. Viele Menschen brauchen mehrere Anläufe, um es dauerhaft zu schaffen. Bleib dran und versuch, dich nicht zu sehr über die Kilos zu ärgern, denn deine langfristige Gesundheit ist wichtiger. Liebe Grüße von Monika :butterflyflower
29.01.2026
19:33 Uhr
Hi, danke, klingt mega!! Ich glaube ich habe jetzt 6x aufgehört und immer das gleiche Problem hat mich dazu bewogen wieder anzufangen. Die Gewichtszunahme ist so richtig Horror für mich. Da kann ich mich definitiv nicht einfach mit abfinden. Mehr essen oder als Ersatz essen kann ich konsequent vermeiden, aber wenn der Stoffwechsel verrückt spielt ist das ja leider nur die halbe Miete...
29.01.2026
19:28 Uhr
Hallo, danke für den Beitrag. Heißt das, dass sich das Gewicht irgendwann von alleine reguliert und automatisch wieder zurückgeht?? Wann ging der Abwärtstrend los? Nach 1 Jahr oder noch länger?
29.01.2026
17:55 Uhr
bearbeitet:
29.01.2026
18:05 Uhr
Hallo Tschaessie, auch ich kenne das mit dem nervigen Zunehmen und dann wieder anfangen. Man fühlt sich echt nicht gut und leider kommt dann wieder der Griff zur Zigarette. Ich hab jedoch gute Neuigkeiten: Bei meinem jetzigen Rauchstopp hab ich ab- statt zugenommen und hätte wirklich niemals nie gedacht, dass das geht. Was hat mir geholfen: Ich hab die ersten Monate Alkohol komplett weggelassen. Hab so einen Monat nach dem Rauchstopp mit Intervallfasten angefangen, ich hab 16:8 gemacht, gibt ja verschiedene Möglichkeiten. Hab mich weitgehend gesund ernährt, war keine Unstellung mach ich eh, Kuchen und Schoki musste aber sein ? Und: Hab fast jeden Tag getanzt und/oder bin geschwommen, so 30-60 Minuten. Eher 60 Minuten. Täglich. Da kommt einiges an Kalorienverbrauchbzusammen und der Stoffwechsel wird angekurbelt. Statt 7 kg zuzunehmen, hab ich die abgenommen. 7 kg sind ca. 15% meines Körpergewichts, also eine ganze Menge. Für mich war das wirklich unglaublich. Jeder Rauchstopp ist anders. Es muss nicht wieder zu 14 kg mehr kommen. Vielleicht findest du auch so ein „Paket“ das dir hilft. Wichtig ist, dass es keine Quälerei, sondern etwas ist, was Spaß macht - vor allem mit der Bewegung, sonst hält man nicht durch. Muskelaufbau soll auch perfekt sein, die verbrennen auch im Ruhezustand gut Kalorien. ? Wie Monika schon schrieb fährt eben der Stoffwechsel runter, dazu kommt vieles schmeckt besser, wir essen auch eher was als Ersatz oder um uns was zu gönnen, wenn schon die Ziggi wegfällt. Ich finde es schön, dass du wieder aussteigen willst - es lohnt sich wirklich. Kein Gestank, soviel Geld übrig, kein Husten mehr, besser Luft bekommen und und und. Wann startest du?
29.01.2026
15:07 Uhr
Hallo, liebe Tschaessie, prima, dass du es wieder angehen willst und herzlich Willkommen :balloonsheart: Ich kann sehr gut verstehen, dass Gewichtsprobleme den Willen brechen können. Ich hatte die auch:-? Vielleicht nicht ganz so extrem, aber letztlich standen nach einem Jahr auch knapp 10 kg mehr auf der Waage. Genau wie bei dir, trotz Sport und gesundem Essverhalten. ​Der Stoffwechsel gerät nach dem Aufhören oft total durcheinander. Dazu kommt der Stress allgemein, was Cortisol ausschüttet – und das begünstigt leider Wassereinlagerungen. Du siehst, es ist absolut nicht deine Schuld, wenn es nicht so klappt. Bei mir hat es ein ganzes Jahr gedauert, bis das Gewicht wieder normal wurde. Und dann kam noch die Krankheit mit der Kortisoneinnahme dazwischen, die alles wieder nach oben getrieben hat. ​Was mir zusätzlich sehr geholfen hat, ist regelmäßige Bewegung. Es muss ja kein Hochleistungssport sein, aber einfach aktiv zu bleiben, hilft dem Körper und dem Kopf enorm, wieder in Tritt zu kommen. Wenn man das Gefühl hat, alleine gar nicht weiterzukommen, kann man das ja auch mal ganz unverbindlich beim Arzt ansprechen. Dort bekommt man manchmal gute Tipps, wie man den Stoffwechsel sanft unterstützen kann. ​Man muss sich vielleicht auch ehrlich sagen: Eine zeitweise Gewichtszunahme ist zwar nervig, aber immer noch das geringere Übel im Vergleich zu all den anderen Krankheiten, die das Rauchen mit sich bringen würde. Das Wichtigste ist eigentlich, dass man trotz dieser Rückschläge nicht aufgibt – und vor allem nicht wieder zur Zigarette greift. Ich bin heute einfach nur froh, dass ich diese Hürde genommen habe. Ich schaue jetzt auch wieder ganz in Ruhe auf meine Kalorien und versuche, mich davon nicht stressen zu lassen. Jeder Tag ist ein neuer Anfang, und ich bin sicher, dass du deinen Weg auch wieder findest. Nur Mut, Schritt für Schritt geht es voran :smileumarmung: Liebe Grüße von Monika
29.01.2026
10:57 Uhr
Hallo, ich werde - mal wieder -aufhören zu rauchen. An Willensstärke mangelte es mir in der Vergangenheit nicht. Auch Entzugserscheinungen sind bei mir eher gering und gut händelbar. Trotzdem habe ich immer wieder bewusst angefangen. Grund dafür war jedes Mal die enorme Gewichtszunahme. Das letzte Mal war ich beispielsweise 7,5 Monate rauchfrei - und am Ende fast 14 Kilo schwerer. Trotz dass ich versucht habe darauf zu achten, was und wieviel ich esse und meine sportlichen Aktivitäten gesteigert habe, ging das Gewicht kontinuierlich nach oben. Ich konnte meinen Körper selbst nicht mehr leiden und war nur noch deprimiert. Nachdem ich wieder angefangen habe, ging das Abnehmen wie von selbst und ich fühle mich jetzt wieder wohl in meiner Haut. Ich suche nun nach einer Lösung, die mir ein rauchfreies Leben ermöglicht, ohne dass ich zur Tonne werde und damit von Woche zu Woche unglücklicher. Andere berichten von 4-5 kg Gewichtsabnahme. Bei mir hörte das überhaupt nicht mehr auf... aber Aufgeben ist eben auch keine Option.
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