09.08.2017
09:37 Uhrbearbeitet:
09.08.2017
09:37 Uhr
[quote="Elamaus85"]
Hi, ich bin neu hier und will morgen mit dem Rauchen aufhören. Wieder mal:bang:
Ich schaff es einfach nicht die Stimme in meinem Kopf loszuwerden, ich denk an nichts anderes als ans rauchen.
Könnt ihr mir sagen was ihr gemacht habt?
Danke. :rose:
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Hallo Elamaus,
ich habe meinen Ausstieg in Ruhe vorbereitet. Ich hatte aus verschiedenen Gründen nur vier Tage Zeit dazu, doch die haben gereicht. Überzeugt hat mich, was überall zu lesen ist, dass erst der multifaktorielle Ausstieg Erfolg verspricht.
So bin ich es auch auf verschiedenen Schienen angegangen:
1. Für mich am wichtigsten: Alan Carrs Buch und das Konzept von hier, incl. der Rauchprotokolle
2. Festen Termin gesetzt
3. Verhaltenstherapeutische Lösungen für alle kritischen Situationen gesucht: Stress, Frust, Langeweile, Entspannung usw. Man raucht ja leider immer...
4. Alle diese Lösungen auf schöne grüne Kärtchen geschrieben, eine Wäscheleine an die Wand gehangen und dort die Kärtchen sichtbar mit Wäscheklammern aufgehangen. Wann immer so eine Situation ist, brauche ich nur darauf zu gucken.
5. Zusätzlich habe ich: einen festen "Meditationsplan" für den Tag erstellt und dazu CDs, Bücher, Aromaöle und Achtsamkeitsbälle gekauft. Morgens mache ich nach dem Tee (inzwischen wieder Kaffee) am offenen Fenster im Schlafzimmer Atemmeditationen mit einer tollen CD und blättere dann ggf. noch ein wenig in den Büchern zum Thema, die am Bett liegen. Am Nachmittag gibt es ein täglich wechselndes kleines Sportprogramm und eine sich anschließende Achtsamkeitsmeditation (mit CD). Abends kann ich nach Bedarf noch etwas lesen, eine Abendatemmeditation machen, auch, falls es schlimm wird, eine Hypnose-CD hören (davon habe ich zwei gekauft).
6. Das Paket von hier war ebenfalls hilfreich: Der Kalender hängt direkt über meinem Schreibtisch, ich freue mich jeden Tag aufs Abreißen. An Bällen habe ich, wie gesagt, duftende Achtsamkeitsbälle gekauft, auch ein tibetisches Meditationsmandala (kennt Ihr, das Drahtding mit den Perlen), doch ich brauche das alles nicht, genauso wenig wie die Strohhalm-Hilfe oder etwas zu lutschen oder zu essen.
7. Wichtig ist für mich nur, dass ich überall in meinen Räumen umgeben bin von Hilfestellungen. Auch das Glas mit den Aufgaben von Klabauter-Aki habe ich angelegt.
8. Du siehst also: Mein Prinzip baut auf Fürsorglichkeit für mich selbst auf. Ich sage mir jeden Tag, wie einige andere hier, wie toll es ist rauchfrei zu sein. So existiert der Gedanke nur noch in der Negativform: "Ich will null Zigaretten." Die positive gibt es nicht mehr, ich schiebe immer schnell die Null ein.
9. Ach ja, eine Akupunktur habe ich mir ebenfalls am 1. Tag geleistet. Habe auch verschiedene Hypnoseprogramme recherchiert, doch darauf habe ich verzichtet. Es klappt einfach auch so!
10. Last not least: Ich belohne mich!
Zusammengefasst will ich Dir sagen: Mach Dir ein Konzept, bevor du aufhörst. Niemand kennt Dich so gut wie Du Dich selbst. Wo sind Deine Schwachstellen? Zuerst analysieren, warum Du rauchst, und dann schauen, welche Alternativen es gäbe, hilft wirklich. Und Du musst Dir immer sagen: "Juchhu, ich bin rauchfrei! Ich bin stark, selbstsicher, erfolgreich! Ich will rauchfrei bleiben für den Rest meines Lebens! Ich will unabhängig sein und selbst über mein Leben entscheiden! Ich will leben! Gesund werden und bleiben!!"
Viel Erfolg! :sweatpea: