Tag 31
31 soviele Tage kann ein Monat haben, mir ist es als hätte ich all diese Tage nicht gelebt. Mir ist wieder sehr bewusst geworden, wie leer mein Leben ist. Die Leere und das Bewusstsein ist schwer zu ertragen.
Heute morgen beim Aufwachen stand mit schon das Wasser in den Augen und jetzt sitze ich hier, vor meinem Zelt und weine.
Die vielen lieben Nachrichten, die ich hier am Feuer gefunden haben, rühren mich sehr, bewegen mich und machen mich sehr nachdenklich.
Ich bin diesen Wanderern sehr dankbar, sobald ich mich gefasst habe, werde ich sie besuchen.herzlich Danke.
Die Sonne, die eben noch golden den Horizont küsste ist nun schon ein gutes Stück weiter gewandert und leuchtet weiß hinter Wolken, aber im Tal liegt noch immer der Nebel. Schöne Bilder...
Heute Nacht unruhig geschlafen, wild geträumt, in Fortsetzungen, auch vom Rauchen. Ich habe geträumt, dass ich vergessen habe, dass ich schon länger nicht rauchen. Auch das mir die Zigarette Industrie deswegen noch Geld schuldet, das sie mir nicht geben will.
Dann spülte sich wieder Mal das Leben der letzten Jahrzehnte vor meinem inneren Auge ab, das ganze Unglück das ich mit der jetzigen Situation empfinde, die ich auch kaum ändern kann
Ich habe gelesen Glücklichsein ist eine Entscheidung die man treffen muss, nichts was einfach passiert. Ich bemühe mich sehr und muss trotzdem vor Traurigkeit weinen.
Da habe ich dann bis vor 31 Tagen stattdessen geraucht. Etwas tun, obwohl man nichts tun kann. Sich dem Schicksal nicht so hilflos ausgeliefert fühlen,...
Aber das ist nur eine Situation von vielen, wo das Rauchen eine tragende Rolle spielte.
Es ist schwer noch mehr leere in meinem Leben zu ertragen und eigentlich sollte man doch meinen, etwas leeres wiegt nichts..