Hallo julieta,
das klingt nach einem sehr guten Plan. Du kannst dich noch 10 Tage intensiv auf deinen "Tag X" vorbereiten.
Ein Gefühl wie Angst zu empfinden, im Vorfeld zum geplanten Ausstieg, ist ja erstmal sehr nachvollziehbarer.
Mir hat damals sehr geholfen, mir eine Liste zu machen. Spalte 1 'Was gewinne ich durch den Rauchstopp', Spalte 2 'Was gibt mir das Rauchen'.
Schreib dir doch mal in den letzten 7 Tage lang so eine Art Protokoll über deinen täglichen Situationen zum Zigaretterauchen. Eine Strichliste quasi. Zu jeder Ziggi notierst du dir, wie du die jeweilige Zigarette bewertest. Aus Langeweile? Stress? Gewohnheit? Euphorie? Wut? Komme dir auf die Schliche, in welchen Situationen die Zigarette für dich "mit dazu gehört".
Du hast auch sehr schön beschrieben, mit welcher Strategie du bisherige Projekte erfolgreich gewuppt hast. Ich sehe das für dein Projekt "ICH-WERDE-RAUCHFREI" ebenfalls als eine sehr erfolgversprechende Strategie.
Wenn deine Angst jetzt möglicherweise sehr groß ist, ggf. bis zum Starttag noch zunehmen mag, ist es ja erstmal eine Schutzreaktion deiner Seele. Die Gedanken, die wir denken, lassen Gefühle entstehen. Was bedeutet, dass du einen großen Einfluss auf deine Gefühle nehmen kannst. Vielleicht versuchst du mal in einer ruhigen Stunde (vielleicht anhand der Liste "was gewinne ich..." die einzelnen aufgeschrieben Punkte gedanklich durchzudenken und schaust dir dann mal deine emotionale Seite dazu an. Lasse den Optimismus, lasse den Glauben an dich wachsen, nimm diese positiven Dinge mit in deinen Starttag. Wie groß ist die Angst nach so einer Übung auf einer Skala von 1 bis 10?
Gehe also kleine Schritte. Die Vorstellung " oh Gott, ab 24.12. werde ich nie mehr rauchen" wirkt auf manche demotivierend. Wenn du dir für deinen Start sagen kannst: Ab heute höre ich auf, bis zum schlafengehen werde ich heute keine Zigarette rauchen". Der Tag vergeht, es gab möglicherweise schwierige Momente, aber du wirst sehen, dass du diesen Tag lebend gemeistert hast. Wie groß ist heute die Angst auf der Skala?Wenn das nicht stolz macht und motiviert, oder? Am nächsten Morgen programmierst du dich wieder, mit "ich werde heute bis Bettzeit ist, rauchfrei bleiben". Abends bist du wieder gefragt, nimm dir Zeit für dich: Wie geht es mir, welche Situationen waren eher riskant, an welchen Stellen konnte ich erfolgreich dem aufkommenden Rauchverlangen widerstehen?
Du solltest der wichtigste Mensch in deinem Leben sein, julieta. Gerade in der Rauchfrei-Werdungsphase möchte ich dir noch den Tipp mitgeben: Behandle dich gut. Sei nachsichtiger mit dir, gönne dir kleine Belohnungen für deine Erfolge unf Fortschritte. Mehr Auszeiten, wenn möglich, können auch nie schaden. Viel Trinken...extrem wichtig. Bewegung baut Stress ab und Streut Glückshormone ins Hirn...Toll!
Lass von dir hören liebe Julieta, wie es sich bei dir entwickelt, ok? Hier im Forum findeste du immer Ansprechpartner. Die "geballte Kompetenz, praktisch.:P
Viele Grüße und noch einen schönen Adventssonntag
wünscht dir
Meikel