Hey.
Die Wintermonate sind auch für mich nicht besonders leicht. Zwar ist es nicht so stark, dass ich Anti-Depressiva einnehmen muss, aber eine depressive Verstimmung ist es schon, die mir Geist und Laune trübt.
Und ich kann absolut nachvollziehen, dass gerade jetzt der Gedanke aufkommt, dass die Zigaretten dabei helfen würden... Mir hilft es immer ziemlich bald nach dem Aufstehen draußen Sport zu treiben (Rad fahren, Spazieren) und zwar mindestens 30 Minuten, egal bei welchem Wetter. (Ich weiß, das muss man einrichten können, wer um halb 5 zur Arbeit muss hat da evtl. keine Zeit zu, aber dann hilft vielleicht eine andere Uhrzeit...)
Das hat bei mir folgende Effekte:
1. Ich bekämpfe damit den schlimmsten Schmacht: den nach der Morgenzigarette. Wenn ich wieder zuhause ankomme gibts zur Belohnung Frühstück und die Kalorienmenge, die sonst durchs Rauchen verbraucht wurde ist auch schon futsch: Bei ansonsten gleicher Ernährung also kein Grund zur Sorge, was die Waage angeht! Und daher wird das Frühstück richtig genossen und darf auch was "reinhauen". Ich liebe es zum Beispiel Kuchen zu frühstücken :roll::)
2. Bewegung, frische Luft und je nach Wetterlage Sonnenschein vertreiben den morgendlichen "Blues" bei mir immer ziemlich sicher. Wenn man nassgeregnet wurde erfüllt das spätestens die heiße Dusche.
Die Idee mit dem Solarium werde ich glaube ich auch mal nutzen. Denn ehrlich gesagt: an richtig dunklen, nassen und kalten Tagen klappt mein ambitionierter Start in den Tag auch nicht mal eben so...
Vielleicht versuchst du das mal, allein, dass man sich ein richtig gutes Frühstück gönnt (mal mit etwas schlechtem Gewissen, wenn man es vorher nicht rausgeschafft hat, mal ohne schlechtes Gewissen, weil man den Kuchen oder was auch immer schon "weggeradelt" hat...) hat bei mir schon positive Effekte. Meine depressiven Verstimmungen haben auch oft eine enge Verknüpfung dazu, dass ich mir schlecht selbst was gönnen kann, da ich oft der Überzeugung bin ich hätte es nicht verdient, Leistungdruck ahoi.... vielleicht kommt daher auch die Neigung zum Rauchen. Eigentlich muss man sich immer auch mal was Gutes tun und wenn man psychisch nicht in der Lage dazu ist kommt so eine Suchterkrankung vielleicht in irgendeiner Form "passend"... der chemische Cocktail einer Belohnung wird im Körper abgefahren ohne dass man sich Gedanken darüber gemacht hat ob und wie man sich selbst eine Belohnung gönnen könnte.
Naja...lange Rede, kurzer Sinn: du bist nicht allein in diesem grauen Winterstimmungsloch! Vielleicht hilft dir mein Frühstücks- und Sporttipp. Wenn (und das ist meist das Schwierige aber nicht unmögliche an der Sache...:wink:) man sich dazu aufraffen kann, dann ist die erste Hälfte des Tages dadurch schon mal gar nicht so schlecht gewesen. Und darauf kann man dann aufbauen. Und ansonsten: heul dich ruhig aus! Allein dadurch, dass man weiß, man ist nicht allein mit dem Scheiß, kann man sich schon besser fühlen :)
Liebe Grüße,
Lionne