Moin, moin,
wie geht es Euch Abnehmwilligen heute? Ist die Plateauphase mit dem stagnierenden Gewicht überstanden? Seid Ihr noch am Ball?
Warum es plötzlich nicht mehr weitergeht mit dem Abnehmen, kann verschiedene Gründe haben.
Einmal gibt es ganz natürlicher- und normalerweise immer wieder diese Phasen, in denen man ein Plateau erreicht und scheinbar nichts mehr geht.
Das hat was mit dem oben beschriebenen Set-Point-Gewicht zu tun. Es gibt diesen biologischen Set-Point – also ein bestimmtes Gewicht, an das sich der Körper gewöhnt hat und nun zu halten versucht. Dieses Set-Point-Gewicht wird beim Abnehmen unterschritten und der Körper strebt es mit allen verfügbaren Möglichkeiten wieder an.
Das geht vorüber! Wichtig in dieser Phase – sich in Geduld üben (5 Kilo in nur 2 Monaten ist schon eine ganze Menge), weitermachen, so wie Ihr angefangen habt – und vor allem, das erreichte Gewicht unter allen Umständen halten, damit der Organismus Zeit hat, sich umzustellen und den Set-Point anzupassen. In einer, zwei oder drei Wochen (das ist individuell verschieden) geht es weiter.
Weitere Gründe, die Ihr vielleicht bedenken könnt:
1. Weniger Gewicht bedeutet auch weniger lebendes Gewebe, das Nahrung braucht. Andersrum: Ein dicker Mensch braucht zur ausreichenden Versorgung mehr Kalorien als ein schlanker Mensch.
Aber keine Sorge – der Unterschied ist nicht so dramatisch. Beispiel: Ich wiege bei 168cm 65 kg – das wäre ein Grundumsatz ( = Kalorienverbrauch in absoluter Ruhe) von ca. 1318 Kalorien. Würde ich 70 kg wiegen, läge mein Grundumsatz bei ca. 1345 Kal. (27 Kal. Differenz) oder bei 60 kg 1292 Kal. (26 Kal. Differenz).
2. Habt Ihr mit Sport angefangen oder habt Ihr Euer Sportprogramm intensiviert?
Muskeln sind deutlich schwerer als Fettgewebe! Die veränderte Zusammensetzung (mehr Muskeln, weniger Fett) kann dazu führen, dass das Gewicht stagniert.
Vorteil von mehr Muskeln: Muskeln sind Kraftwerke: Sie verbrennen selbst im Ruhezustand Kalorien und der Körper wird trotz Gewichtsstagnation straffer und definierter.
3. Stresshormone lassen das Gewicht stagnieren.
Das Stresshormon Cortisol mobilisiert schnelle Energie, damit wir im Falle eines Angriffs durch den Säbelzahntiger ausreichend Energie zum kämpfen oder flüchten haben. Und zwar werden schnelle Aminosäuren aus der Muskulatur in Zucker umgewandelt, der sofort ins Blut geht.
– Eine sinnvolle Sache, um das Leben zu retten – nur Stress heute wird nicht mit Bewegung (kämpfen, flüchten) beantwortet. Der überschüssige Blutzucker wird mit Hilfe von Insulin in Fett umgewandelt – und zwar bevorzugt in der Bauchregion.
Jeder kennt den Ratschlag, bei Zoff mit dem Partner, erst einmal eine Runde um den Block zu gehen. Man kommt wieder runter und kann entspannter reagieren. Also moderate Bewegung kann den Cortisolspiegel wieder senken. Betonung liegt auf MODERAT.
Zu intensives Training führt bei Überforderung zu einer Erhöhung des Cortisolspiegels – ist Stress für den Körper. Lieber kurz und knackig und dafür etwas häufiger – so 3x die Woche. Ruhe und Regenerationsphasen bitte einplanen.
Im Schlaf sinkt der Cortisolspiegel – besonders in der Zeit vor Mitternacht. Deshalb ausreichend schlafen und etwas früher ins Bett gehen.
Keine Mahlzeit auslassen, sonst kommt es zu Blutzuckerschwankungen und das erhöht die Cortisolausschüttung.
Komplexe Kohlenhydrate sind besser als Einfachzucker. Kohlenhydrate sind morgens und nach dem Sport besser als abends und vor dem Fernseher/Computer sitzend.
Unser Körper benötigt gute Kohlenhydrate als Energielieferanten. Vor allem Sportler sollten auf ausreichend gute Kohlenhydrate in ihrer Ernährung achten, um ihre Speicher für die bevorstehende Anstrengung zu füllen. Darüber hinaus, sind Kohlenhydrate wichtig für unseren Hormonhaushalt, sättigen uns nachhaltig und gehören zu einer ausgewogenen Ernährung einfach dazu.
Gute Kohlenhydrate sind komplexe Kohlenhydrate
Aufgrund ihrer komplexen Struktur, benötigt unser Verdauungssystem etwas länger um gute Kohlenhydrate zu verdauen. Sie geben unserem Körper, im Gegensatz zu einfachen (schlechten) Kohlenhydraten, lange und nachhaltig Energie, wirken langsam auf unseren Blutzuckerspiegel ein, was diesen und unsere Laune stabil hält. Zusätzlich enthalten komplexe Kohlenhydrate für uns wichtige Ballaststoffe und Nährstoffe.
Komplexe Kohlenhydrate sind beispielsweise Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Naturreis, Kürbis, Äpfel, Birnen, Ananas, Melonen, Blumenkohl, Karotten, Paprika, Bohnen, Salate, Grünkohl, Kartoffeln, Tomaten, Spinat, Zucchini, Brokkoli, Pilze, Erbsen, Spargel…..
Hier ein Rezept für Junkfoodliebhaber – Kürbispommes
Kürbis entkernen, ggf. schälen (Hokkaido muss nicht geschält werden) und in Spalten schneiden
1 EL Rosmarin, 1 TL Paprikapulver, 1 TL Grill- und Pfannengewürz (ohne Geschmacksverstärker), Salz mit wenig Olivenöl (1 – 3 EL) mischen und mit den Kürbisspalten gut vermischen
Auf Backblech mit Backpapier verteilen und bei 250 Grad 15 – 25 Minuten auf oberer Schiene backen. Eine leichte bis mittlere Bräunung ist das Ziel – dann sind sie gut.
Mit einem oder mehreren Dips servieren:
1. Erbsen-Joghurt-Dip
200 g TK Erbsen weich kochen, 1 Zwiebel kleingeschnitten in wenig Öl und 1 TL Curry weichdünsten – alles grob pürieren. Mit 1 Spritzer Zitrone, Salz, Pfeffer und 150 g Joghurt verrühren.
2. Avocado-Dip
1 Avocado schälen, entkernen mit Saft von ½ - 1 Orange pürieren. Salz nach Geschmack.
3. Basilikum-Ketchup
1 kleingehackte Zwiebel und Knoblauchzehe in wenig Olivenöl andünsten. 300 – 400 g aromatische, kleingeschnittene Tomaten dazugeben und ca. 6 Min. kochen lassen.
Pürieren und mit 1 EL Balsamico-Essig (weiß), 1 – 2 EL Tomatenmark, Salz, 1 EL Agavendicksaft würzen und mischen. ½ Bund Basilikum fein hacken und unterheben.
Guten Appetit
Angelika