Hallo Betty Blue,
hab den Bericht Deines Entzugsversuchs gelesen. Hört sich an, als ob es heftig war.
Dieses Bescheuertsein im Kopf ist völlig normal, denke ich. Ich hab auf Arbeit auch tagelang fast garnix auf die Reihe gekriegt. Ich war völlig unkonzentriert, fahrig, konnte fast nix zu Ende bringen.
Hab angefangen, an mir selbst zu zweifeln :bang::bang::bang:
Ich hatte schon mal einen "erfolgreichen" Nikotinentzug hinter mir, bin dann aber leider nach 1,5 Jahren rückfällig geworden. Daher wusste ich, was auf mich zukommt. Ich war beim damaligen Versuch auch richtig wütend und aggressiv meiner Umwelt gegenüber. Das wollte ich mir und meinen Mitmenschen nicht nochmal geben, und hab mir deshalb Nikotinkaugummis besorgt.
Dieses Thema der Ersatzstoffe wird kontrovers gesehen, einige finden es gut, andere lehnen die Ersatzstoffe ganz ab. Ich kann also nur von mir sprechen.
Durch die Nikotinkaugummis war der Entzug insgesamt deutlich leichter für mich, ich war zwar wie gesagt auch bescheuert im Kopf, aber nicht so aggressiv / niedergeschlagen. Nach etwa einer Woche wollte ich die Dinger nicht mehr haben und hab sie dann weggelassen, einen Tag nochmal 2 Stück, nächster Tag keines mehr, und dann war der körperliche Entzug weitgehend überstanden. Alles weitere ist dann Kopf- und Gewohnheitssache. Soll jetzt nicht heißen, alles weitere ist ein Kinderspiel. Aber mit viel Sturheit ist es zu schaffen :bang::D - zumindest bis heute :wink: Und ich bin ehrlich froh um jeden qualmfreien Tag.
Die Idee mit den Zigaretten in der Tasche - für mich würde das nicht funktionieren. Ich hab meine letzte geraucht, goodbye gesagt und dann klar Schiff gemacht. Bude komplett tabakfrei, Feuerzeuge zeitnah entsorgt, Aschenbecher entsorgt. Als angehender Rauchfreier Zigaretten mit mir rumzutragen, ist mir zu masochistisch.
Wie gesagt - meine Meinung. Und immer in kleinen Schritten denken. Heute werde ich nicht rauchen. Ich könnte, aber ich will nicht. Morgen ist ein neuer Tag. Nur für heute.
Liebe Grüsse, Tinto.