aus dem Augustzug
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Tag 6 - mittlerweile sind für mich Tage als Einheit führend geworden, nicht mehr Stunden.
Man lernt wirklich nie aus - heute ist mein sechster Tag [b]OHNE[/b] eine einzige Zigarette und jeder Tag war unterschiedlich.
Es wird spürbar leichter - allerdings hatte ich heute einen kurzen Moment der kritisch wurde. Es ist gut, wenn man dann zurück blicken kann und sich den bisherigen Erfolg nicht selbst wieder kaputt machen will.
Meine Nikotinkaugummis helfen mir immer noch - aber auch hier werden es deutlich weniger die ich über den Tag brauche. Ich habe eine Nebenwirkung die ich auf diese Dinger zurück führe - Appetitlosigkeit :-) Das ist wirklich eine Konstante über die bisherigen Tage.
Werte Mitreisende, geschätzte Gefährten im Kampfe! Man braucht sich wirklich nicht schämen, daß es schwierig ist von diesem Lastern los zu kommen. Als ich von rd. 50/Tag auf Null gestoppt habe, hat sich das wirklich angefühlt wie mit Vollgas gegen eine solide Wand zu fahren. Mich hat in den letzten Jahren auch die Angst vor dem Scheitern abgehalten das zu tun was ich schon sehr, sehr lange wollte - Aufhören. Persönlich habe ich mich damit abgefunden, daß ein potentielles Scheitern immer noch besser ist, als ein immerwährendes Verschieben. Von da an habe ich irgendwie dann den Schalter im Hirn legen können. Bei jedem ist es anders, bei mir jedenfalls hat es geholfen, daß ich mich selbst nicht unter übermäßigen Druck gesetzt habe - Ihr wisst ja selbst, wenn man unter Druck ist, dann ist so eine Kippe doch recht verlockend :-) In den ersten Tagen habe ich tatsächlich jede rauchfreie Stunde als Fortschritt gesehen - und tue es immer noch. Es ist definitiv nicht einfach und über manche Strecken sogar richtig hart - aber ich muss sagen, es lohnt sich.
Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg suchen um aus seiner persönlichen Sucht heraus zu finden. Ich berichte deswegen so ausführlich über meinen Weg damit evtl. andere für sich etwas finden was ihnen hilft.