27.07.2025 12:42

Neu hier drin und schon verwirrt :-)

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149Beiträge
31.07.2025
09:19 Uhr
Moin! Der Entzug ist eine Herausforderung, vor allem wegen der gewohnten Rituale und Gedanken, die mit der Zigarette verbunden sind. Körperlich lässt die Abhängigkeit tatsächlich schnell nach, aber die Gedanken und Gewohnheiten brauchen manchmal etwas mehr Zeit. Es ist schön zu hören, dass du dran bleibst und die Null weiterhin hältst – das ist die beste Motivation! Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es immer besser wird. VG Rolf
30.07.2025
22:24 Uhr
Lieber Niktotinknecht, Respekt, Du ziehst das durch. Genial!!! Die Beschreibung Deines Erlebens ist Dein authentischer Weg, den Du eingeschlagen hast und es ist spürbar, welchen Herausforderungen Du Dich stellst. Oh wie gut kenne ich das, schwierige Gespräche zu führen, die vormals ohne gesundes Nikotinpolster kaum denkbar waren, um sie überhaupt zu überleben. Ja, der Rauchausstieg ähnelt einem Abenteuer. Allerdings ist es nicht der Rauchausstieg der wie ein Abenteuer anmutet, sondern die Auseinandersetung mit einem selbst. Und da sei echt stolz drauf. Zu viele Menschen bleiben in ihrer Komfortzone, haben es sich da gemütlich gemacht, selbst in dem Bewusstsein, dass sie sich mit ihrem Handeln eine Schaden zufügen. Du bringst den Mut auf, Dein wertvolles Leben wieder in die Hand zu nehmen um Dich von etwas zu befreien, dass Deinen Tagesablauf und andere wichtige Eigenschaften wie zum Beispiel die Gesundheit, im Griff hatte. Bleib so stark. Und eine gewisse Sturheit darfst Du auch dabei leben. Jetzt bist nur Du wichtig. Alles Liebe, Klicker
30.07.2025
17:52 Uhr
bearbeitet:
30.07.2025
17:53 Uhr
[quote=rauchfrei-lotsin-monika] Hältst du dich bei dem Kaugummi an die Packungsbeilage? [/quote] Die Kaugummis sind etwas, was ich durchaus mit entsprechendem Respekt betrachte - die Tageshöchstdosis überschreite ich nicht :-) Der Rest der Anwendung gestalte ich mir etwas entspannter und damit auch zielführender.
30.07.2025
17:48 Uhr
auch heute wieder kopiere ich meinen Text aus dem Juli-Zug hier rein. Evtl fass ich das mal komplett als Tagebuch zusammen - dann können andere evtl. besser mit ihren Entzugsnöten umgehen :-) ----------------------------------- 72 Stunden - Tag 3 Zigaretten seither exakt 0 es ist immer noch heftig - auch heute wieder musste ich feststellen, daß das heutige heftig anders war. Der Morgen war wieder deutlich weniger übel als ich ursprünglich erwarte habe - scheint sich also so einzupendeln. Scheinbar fehlen mir ein paar klassische Entzugserscheinungen. Einschlafen ist problemlos möglich, Fressattacken habe ich überhaupt nicht sondern im Gegenteil einen stark reduzierten Appetit - was mir durchaus gelegen kommt :-) Vermutlich haben die Nikotinkaugummis damit zu tun. Ich musste heute ein sehr "Konfliktbehaftetes" Telefonat führen - davor hatte ich wirklich ganz übel Muffensausen (in Bezug auf Rückfälligkeit). Ich habe mich also entsprechend vorbereitet und habe es durchgezogen - sogar erfolgreich :-) Stress ist bei mir ein klassischer Auslöser für übelstes Verlangen nach dem Glimmstängel. Ich habe es tatsächlich durchgehalten (ca. 45min) und konnte dem Suchtzombie im Anschluss sogar widerstehen. Ich bin dann allerings sehr ausführlich geschlendert um den Kopf wieder frei zu bekommen und auch um der Versuchung zu begegnen. Eine wirklich schwere Prüfung für mich. Wie in den letzten Tagen war der frühe Nachmittag brandgefährlich - auch das scheint sich wohl zu verfestigen. Der Feind scheint also berechenbar zu sein - der Gegner wird dadurch zwar nicht schwächer, aber man lernt es besser einzuschätzen. Meine innere Unruhe / Gereiztheit wird für mich auch besser beherrschbar - sie ist immer noch hoch aber ich bekomme das rational in den Griff. Erschöpfung ist stark ausgeprägt - Drei Tage klingt nicht viel, aber ich empfinde das als außerordentlich Kräfte zehrend. Positiv vermerke ich, daß der Rückblick bei mir eine enorme Wut auslöst die den Gedanken formt, daß man diesen Kampf nur einmal führen sollte, dafür aber (im Idealfall) final. Der Entzug ist so gruselig, daß ich die bisherigen "Quälereien" nicht vergebens durchgestanden haben will. Weiteres positives sehe ich darin, daß ich den Geruch immer ekliger finde - hatte heute eine Jacke genommen die noch direkt verqualmt war - bääähhhh und sofort in die Wäsche. War eine gute Erinnerung und Motivation. Die Nikotinkaugummis habe ich einen weniger gebraucht; so wie es aussieht wird es bis morgen wieder einer weniger. Gesund sind die Dinger sicher nicht, aber als Krücke für mich durchaus brauchbar. Der Begriff Kettenraucher (wie ich) fusst eigentlich darauf, daß man sich mit dieser Sucht selbst an eine unsichtbare Kette legt. Mal schauen was die nächsten 24h bringen werden - es bleibt jedenfalls spannend........................
29.07.2025
22:11 Uhr
Es ist gut, wenn du alles reflektierst. Hältst du dich bei dem Kaugummi an die Packungsbeilage? In den ersten Tagen ist es auch für mich sehr schlimm gewesen. Alles was du beschreibst, was du durchmachst, ist leider genau der Weg, der beim Durchhalten letztendlich in die Freiheit führt. Eine wahreFreiheit kann es nur ohne Sucht geben. Ich denke, das ist dir sehr bewusst und du wirst es schaffen, dieses Mal stärker zu sein. 2 Tage und dann der nächste. In kleinen Schritten voran, das nimmt die Angst und den Schrecken etwas zu verlieren. Nur heute wird nicht geraucht! Liebe Grüße von Monika
29.07.2025
18:01 Uhr
Aloha Rolf, Danke der Nachfrage nach meinem Wohlbefinden. Auch heute poste ich mein Elaborat aus dem Julizug als Kopie hier rein - evtl. stolpert ja noch jemand über meine persönlichen Erfahrungen und kann daraus im Idealfall etwas für sich nehmen. -------------------------------------------------------- 48h - oder anders gesagt Tag 2 Auch der heutige Tag war hart - interessanter Weise aber auf eine andere Art als der gestrige. Keine einzige Zigarette geraucht, aber vor dem Schmacht erfolgreich davon gelaufen. Wovor ich mich regelrecht gefürchtet habe war der Morgen. Warum auch immer ging das erstaunlich gut. Hierbei sei noch erwähnt, daß meine Gefährtin weiterhin raucht (allerdings nur morgens 3-4 St.). Ich hab sie auch gebeten dahingehend keine Rücksicht auf mich zu nehmen - Hintergrund ist schlicht und ergreifend, daß ich durch dieses Höllental durch muss und es mir relativ wenig nutzt, wenn das in einer „gefakten“ Umgebung passiert. Dass sie geraucht hat, hat mich nur sehr wenig gestört - aber Aschenbecher ist für mich nur schwer auszuhalten. Hier liegt auch tatsächlich den ganzen Tag ein Pack Tabak rum - für mich ist das irgendwie sogar Ansporn NICHT nachzugeben. Bei mir war heute die Mittagszeit und der frühe Nachmittag sehr, sehr heftig. Da war ich haarscharf dran, wieder EINE zu rauchen - gsd war mein rationaler Teil des Hirnes so stark, daß er das Suchtzentrum mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen hat sich in die Nähe des Trommelfelles zu begeben und bei weiterem Aufmucken mit Helene Fischer bedrohte. Auch wenn ich Grausamkeiten ansonsten verabscheue, so war das angebracht. Weitere beobachtete Effekte - keinerlei Zittern, Schweißausbrüche oder sonstiges. Aber mein morgendliches Pilgern zum Sanitäraltar (Gerberit!!) blieb ohne Opfergabe. Schon erstaunlich wie sich Handlungsstränge verknüpfen - ist zwar ungewohnt, aber was solls. Mein Appetit ist sehr gering - ebenfalls erstaunlich. Ich meine etwas gereizter als sonst zu sein und auch leichter entnervbar. Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, so glaube ich, daß das Atmen leichter wird. Raucherhusten habe ich keinen - weder vorher noch jetzt. Weiterer positiver Effekt ist, daß es hier deutlich „frischere“ Luft gibt - selbstredend ist der Gestank noch in jeder Ritze. Klarer Plan für die nahe Zukunft - frisch streichen! Ich muss zugeben, daß mich der Entzug unheimlich anstrengt und ich mich sowohl physisch als auch psychisch regelrecht erschöpft fühle. Kaugummis 4mg habe ich satte 14 St. gestern gebraucht. Heute könnte es vielleicht einer weniger werden. Wobei ich tatsächlich sagen muss, dass mir die Dinger helfen - vermutlich eine Mischung aus Ersatzdroge und der Handlung selbst aktiv etwas gegen diesen Dämon zu tun. Ich habe jedenfalls eingeplant noch länger diesen Notaus zu nutzen, Mir erscheint die Sucht bildlich wie der berühmte Golem von 1920 wie er um die Ecke schleicht. Meine Bemühungen bzw. der elende Kampf erinnert mich an den Exorzisten :-) Seid einstweilen solidarisch gegrüßt :-)
29.07.2025
08:18 Uhr
Guten Morgen "Knecht" danke für diesen Text, da finden sich sicher viele wieder. - und auch gut, dass Du ihn in dem Zug gepostet hast. Mein größtes Problem bei der Raucherei war dieser fürchterliche Zeitverlust und die kreisenden Gedanken an die kommende Kippe - ich habe immer gesagt, zum Schluß habe ich immer graucht, wenn ich konnte - nicht mehr wenn ich wollte. Wie geht es Dir heute ? Guten Start in den Tag Rolf
28.07.2025
19:55 Uhr
dieses Elaborat habe ich im "Julizug" abgesondert. Ggfs. auch für andere interessant. -------------- „Schreib mal, wie dein Raucher Leben so lief. Warum willst du aufhören?“ Mein Raucher-Leben ist ein guter Begriff. Bei mir ist das Rauchen das Leben geworden. Ich bin ein sehr freiheitlich orientierter Mensch und gleichzeitig nimmt das Rauchen meine eigene Freiheit zu bestimmen wie, was und wo ich etwas tun kann. Der Gedanke ob und wie ich dann meine Sucht befriedigen kann ist dermaßen präsent, daß sie mich quasi beherrscht. Natürlich merke ich auch die körperlichen Einschränkungen die sich geradezu zwangsläufig ergeben. Unter dem Strich bin ich wirklich wütend, daß ich es nicht schaffe auf ein leidlich sozialverträgliches Maß zu reduzieren. Mein letzter Schritt war auf händisches drehen umzusteigen statt fertige Zigaretten griffbereit zu haben. Das Resultat war allerdings, daß ich genau so viel rauchte nur daß ich sie eben selbst gedreht habe. Auch der monetäre Aspekt spielt eine nicht ganz unwichtige Rolle steht aber weit abgeschlagen hinter meiner persönlichen Reihenfolge (oder anders ausgedrückt Nöte). 1. FREIHEIT - ich will wieder selbst über mein Leben bestimmen und mich nicht dem Diktat der Zigarette unterordnen. 2. GESUNDHEIT - ja ich merke es einfach, daß das Nikotin ein starkes Gift ist und der Rauch meine Lungen einschränkt und somit auch meine körperliche Belastbarkeit 3. KOSTEN - bei meinem Konsumverhalten gehen jedes Monat über 500,-- in Rauch auf / Bei selbst gedrehten immer noch fast 300,--. Als Nebeneffekt in diesem Bereich ärgert es mich dramatisch, daß das allermeiste an Steuern anfällt die dann für Dinge verwendet werden, bei denen ich den Sinn doch stark in Frage stelle bzw. die ich rundweg ablehne. 4. EINSCHÄNKUNGEN. Das Rauchen ist schon lange nicht mehr Gesellschaftsfördernd. Auch wird es immer mühsamer diese Sucht unterwegs zu befriedigen. 5. GERUCH und das ewig verqualmte an einem selbst stösst mich immer mehr ab. 6. ZEIT - was für Unmengen an Zeit man an diesen Wahnsinn verschwendet. Nicht nur das direkte Rauchen sondern auch der Gedanke an die nächste und nächste und nächste. 7. RESSOURCEN allgemein. Was für eineunsinniger Aufwand man betreibt um etwas zu konsumieren was an allen Ecken und Enden Ressourcen bindet - nicht nur, daß man öfter Wäsche / Vorhänge usw. waschen muss auch das permanente Aschenbecher entleeren.usw. Man kann es aber auch ganz kurz fassen - Ich hab die berühmte Schnauze gestrichen voll :-) ---------------------------
27.07.2025
20:14 Uhr
Du bist da auf dem richtigen Weg. Knecht der Zigarettenindustrie, der Sucht ... raus in die Freiheit! Ob da der Boxring die richtige Auswahl ist? Warum willst du weiterhin Sparringspartner sein? Hast du einen Plan, was du tun wirst, wenn du es aufeinmal doch nicht mehr für eine so gute Idee hältst aufzuhören? Die ersten Wochen können sehr anstrengend sein. Ich habe mich oft sehr schlecht gefühlt, gar nicht so wie auf dem Weg zur besten Gesundheit. Was habe ich da gemacht? Viel hier gelesen, geschrieben und Tagebuch geführt. Immer wieder habe ich mir gesagt, auch diese Sucht, das ständige Verlangen, das Gedankenkreisen um nur noch eine Zigarette, geht vorbei. Ich will wissen, was es mit mir macht monatelang nicht zu rauchen. Irgendwann zog ich Bilanz und hätte nicht gedacht, dass das Ergebnis so klar und eindeutig fürs Nichtrauchen spricht. Das ließ mich weiter durchhalten. Ganz ehrlich zu sich selbst sein, die Gefühle der Sucht anzunehmen aber nicht nachzugeben, ist ein weiterer Weg, der mich bis heute keinen einzigen Zug mehr nehmen lässt. Es ist so toll, das du die Herausforderung annehmen willst und ich möchte dich darin bestärken.
27.07.2025
19:42 Uhr
Hallo Moni, ein gutes Fragenbündel; ich will da auch entsprechend darauf antworten - auch in der Hoffnung, daß andere etwas für sich mitnehmen können. [b]Welche Hürden siehst du da für dich?[/b] Die lange Abhängigkeit und die benötigte Kraft zu widerstehen. [b] Wie stellst du dir deine Nichtraucherzukunft vor? [/b] Entspannter und frei von dem ewigen Zwang. Natürlich auch "sauberer" sowohl was den Geruch, den Körper und den Geist betrifft. Welche Erwartungen knüpfst du für dich daran? Freiheit! Tatsächlich ist das meine Hauptmotivation. Ein Leben ohne diesen übermächtigen Glimmstängel. Dieser beherrscht einen nicht unerheblichen Teil meines Lebens und genau diesen möchte ich wieder zurück haben :-) -------------- Für mich fühlt sich das wie ein regelrechter Ringkampf an den ich natürlich gewinnen will. Derzeit sehe ich als Gegner einen Sumo-Ringer :-) Mein Nick ist da auch mit Bedacht gewählt - ich bin es soooooo leid ein Knecht des Nikotins zu sein.
27.07.2025
16:52 Uhr
Hallo Nikotinknecht und herzlich willkommen, genau das empfehle ich dir auch: in den Julizug reinzuschauen und vlt. auch mit den Leuten da Kontakt aufnehmen. Du bist durch dein Startdatum übrigens nicht an einen speziellen Zug gebunden. Man kann sich in mehreren herumtreiben. (Vlt. im Juli einen personal coach finden und im August durchstarten :wink: ) Ich wünsche dir viel "ich will" und "ich kann" und vor Allem Erfolg für dein Vorhaben.
27.07.2025
15:14 Uhr
Aloha, erst mal vielen Dank für die freundliche Aufnahme :-) Das mit dem Julizug gucke ich doch gleich mal rein.
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