64!!! Ich behaupte jetzt einfach mal, daß es der 64. Tag meines höchst persönlichen Kreuzzuges handelt.
64 ist so eine magische Zahl - ein vielfaches von 8. Was wiederum in der Datenverarbeitung eine wichtige Bewandtnis hat.
64 ist aber auch die Anzahl der Felder auf einem Schachbrett! In unserem Kontext hier würde ich es aber Schmachtbrett nennen wollen. Als angehende Nichtraucher steht uns hier der erste *ZUG* zu - somit eröffnen wir also mit weiß. Uns gegenüber sitzt der Fürst der Schmachternis und verströmt das Aroma von kaltem Rauch und ungelüfteten Textilien. Passend hierzu spielt dieser fleischgewordene Auswurf schwarz. Da wir weiß spielen, nehmen wir uns den schneeweißen Tisch und brechen ein Bein heraus um selbiges dem Fürst der Schmachternis zuerst auf das Schienbein zu dreschen und dann den demobilisierten Gegner aus dem eigenen Leben zu verbannen. Das Schachbrett und die Figuren bleiben natürlich hier. Sollte sich dieser Parasit zu stark wehren, dann zieht ihm einfach den (sowieso) kaputten Resttisch drüber.
Setzt den Fiesling Schmacht-Matt!! Es gibt kein Remis - nur einen Sieg. Selbst die übelsten Gewaltfantasien sind noch viel zu gnädig, bedenket - er quält Euch auch mit allen Mitteln
Es gibt keine Fairness im immer-währenden Duell der Entrauchung! Letztlich spielt der Suchtling auch mit unlauteren Mitteln und versucht uns immer und immer wieder auf die dunkle Seite des Schmacht zu ziehen.
Wie ich letzte Woche schon berichtet habe, "leide" ich wieder verstärkt. Gut, daß ich immer noch stabil bin in Sachen Widerstand leisten UND widerstehen können. Mental bin ich also nicht gefährdet; zumindest nicht im Sinne der Rückfälligkeit. Die Entzugssymptome sind auch recht diffus und gar nicht gut zu fassen. Der Begriff Unruhe kommt noch relativ nah. Das Wort SehnSucht bekommt da eine interessannte Betrachtungsebene dazu - NEIN ich sehne mich nicht nach der Sucht zurück, aber es ist halt immer wieder mal eine Art starker Wunsch bei dem man weiß, daß er sich NICHT erfüllen sollte. So ähnlich wie die Sehnsucht nach der unglücklichen Liebe aus längst vergangenen Tagen von der man weiß, daß sie schädlich ist.
Werte Neulinge - lasst Euch nicht abschrecken oder gar entmutigen. Euer Weg wird nicht einfach sein, häufig sogar geradezu unterträglich. Ich kann Euch nur sagen, wie ich damit umgehe oder umgegangen bin. Es mag seltsam klingen - ich habe es einfach ertragen und darauf gewartet, daß DIESE Attacke wieder vorüber geht. In den ersten zwei/drei Wochen bin ich ganz schnell in meine Schuhe geschlüoft und einfach aus der Tür raus und gelaufen (im Sinne von Spazieren gehen). Sowohl Stärke, Frequenz und vorallem Dauer dieser Attacken werden mit der Zeit besser erträglich. Ihr werdet auch selbst Euren Weg finden wie ihr am Besten damit umgehen könnt. Es gibt da tatsächlichen einen Lernprozess.
Stark bleiben --- Widerstand leisten --- Immer das Ziel vor Augen haben; auch wenn ihr mal stolpern solltet.........