Liebe Scheila,
lieber Magnus,
der Ansatz, die Sucht wegzuschlafen, ist keineswegs abwegig:
- zum einen fehlt das Aufputschmittel Nikotin, der Blutdruck sinkt, Müdigkeit macht sich breit
- zum anderen: "Wer schläft, sündigt nicht!" :lol::lol::lol:
Ich habe mich in den ersten Wochen auch hingelegt, wenn mir danach zumute war und ich Gelegenheit dazu hatte (am Wochenende hat es meine Familie hervorragend toleriert, wochentags wäre mein Chef wohl eher abgeneigt gewesen... :bang: ).
Die Verhaltensänderung, die schrittweise bei Euch einsetzt, beinhaltet aber auch die riesen Chance der veränderten Wahrnehmung: einerseits verändert Ihr Euch, andererseits nehmt Ihr auch Eure Umwelt verändert, nämlich intensiver wahr. Sicherlich sind die Momente, in denen man dadurch eine reine Glücksempfindung hat, sehr seltene Diamanten, aber wenn Ihr mit offenen Augen Eure Umwelt registriert, werdet Ihr täglich unzählige kleine Diamantsplitter wahrnehmen, die Euch motivieren und für Euren konsequenten Durchhaltewillen belohnen: ausgiebiges Treppensteigen ohne Atemnot, lauthalses Lachen ohne Hustenanfälle, gesunder Appetit durch den leckeren Geruch usw. usf. Ich liebe diese kleinen Diamantsplitter und habe einige Säckchen voll gesammelt... :lol:
Heute noch wache ich morgens auf und freue mich auf die neuen Erfahrungen, die ich an diesem Tag machen werde - unter den Nikotinschlacken kam eine Lebenslust und Neugier hervor, die ich heute nicht mehr missen möchte.
Dir, liebe Scheila, wünsche ich einen richtig entspannten Urlaub, und uns allen zusammen ein schönes,
rauch- und schmachtfreies Wochenende,
liebe Grüße, Brigitte