Guten Morgen, liebe Sandra,
heute schließt Du Deine erste Woche als Nicht-mehr-Raucherin im normalen Berufsleben ab, eine richtig gute Erfahrung! Vielen fällt der Ausstieg in drei Situationen besonders schwer: Zu Tagesbeginn, also beim Frühstückskaffee (der Körper giert nach der nächtlichen Rauchpause nach der aufputschenden Wirkung des Nikotins); in Steßsituationen im Berufsalltag (Nikotin wirkt an den Dopamin-Rezeptoren, sorgt also für ein Glücksgefühl bei gleichzeitiger Beruhigung); als Aufputschmittel am Feierabend nach einem anstrengenden Tag (Nikotin sorgt für verstärkte Adrenalin-Ausschüttung, die den Stoffwechsel hochputscht und leistungsbereit macht, was aber durch die gleichzeitige, beruhigende Dopamin-Wirkung nicht bewußt wird).
Du hast also die gravierendsten, heftigsten Suchterscheinungen der Zigarette bewußt ohne den Stinker :evil: durchgestanden und weißt aus eigener Erfahrung, dass es machbar ist. Natürlich ist diese heftige Phase noch nicht vorbei, denn Nikotin hat Deinen gesamten Stoffwechsel "verdreht", alles muß sich erst wieder auf ein "Normalniveau" einpendeln, aber Du weißt jetzt, dass Du gewinnen wirst. Die bisherigen Erfolge geben Dir recht.
Sollte Dich ein Suchtanfall packen, denke bitte daran, dass das nichts anderes als ein richtig gutes Zeichen ist - Dein gesamter Stoffwechsel ist mit einem gigantischen Reparaturprozeß beschäftigt. Das ist sicherlich auch damit gemeint, wenn Lilo sagt, Du solltest dieses "Kribbeln genießen", denn Du wirst nie wieder so intensiv merken, wie Dein Körper den Giftresten und den dadurch hervorgerufenen Veränderungen den Kampf ansagt...
Ich wünsche Dir einen angenehmen, rundherum erfolgreichen Tag! :sun:
Liebe Grüße, Brigitte