Gehöre ich tatsächlich zu den 3%, die es mit Hilfsmitteln geschafft haben...?
Möchte ich ja fast bezweifeln :wink:
Ich sehe das Ganze nicht so absolut wie nighthunter und Thomas, sondern sehr viel differenzierter.
Immer wieder habe ich und auch andere hier betont, wie unterschiedlich die Gewichtung von Motivation,
Wille, mentaler, psychischer und physischer Kraft zu bewerten sind, wie völlig verschieden Menschen auf einen
solchen Entzug körperlich und seelisch reagieren, wie verschieden sie auch mit Ablenkungsmanövern,
psychosozialen Veränderungen oder körperlichen Defiziten umzugehen verstehen...
Kurz, so unterschiedlich wir Menschen an sich sind, so unterschiedlich gehen wir auch mit solchen Ausnahmesituationen um und als solche sehe ich einen Nikotinentzug durchaus.
Wir erleben hier oft zwei Extreme: Da gibt es die, denen der Ausstieg erstaunlich leicht fällt, obwohl sie
vielleicht Jahrzehnte gequalmt haben und andere leiden entsetzlich unter dem Entzug...
Beide Extreme sind möglich, ohne dass ich sagen würde, die Leidenden sind selber schuld, dass sie leiden,
da sie die falsche Einstellung haben...
Den meisten Zuspruch und die intensivste Unterstützung brauchen in meinen Augen diejenigen, die sich schwer
tun, obwohl sie höchstmotiviert sind. Was ist so schlimm daran, zu jammern und zu äußern, wie beschissen es einem geht! Vielen hilft genau dieser offene Umgang mit den Entzugserscheinungen.
Ich will mir auch gar nicht anmaßen, zu beurteilen und zu analysieren, warum die einen sich so schwer tun und anderen der Entzug super leicht fällt.
Entscheidend ist doch letztendlich, dass sie es alle schaffen und da ist doch jede erfolgversprechende Methode
recht!
Klar, es muss diesen [b]Schlussstrich[/b] geben. Ohne den geht nichts.
Aber von da an gibt es unendlich viele Wege: Leiden, Höhenflüge, Tränen, Stolpersteine, Fallen, Erkenntnisse,
Depressionen, Fress-und Lachflashes... :riesengrinser:
Also meine Devise lautete immer:[b] Große Achtung und Toleranz allen gegenüber, die den Weg des Entzugs beschreiten und wenn es z.B. für den ein oder anderen dazu gehört, mehrere Anläufe zu benötigen, dann ist das besonders schwer und kraftraubend, aber auch einer besonderen Unterstützung wert! [/b]
Thomas, deine Äußerungen lese ich immer voller Bewunderung und sie sind sicher für viele in höchstem Maße motivierend. Mir und einigen anderen hier ist es allerdings ganz, ganz anders ergangen und das auch manchmal über einen verdammt langen Zeitraum. Aber wir haben es dennoch geschafft...
Nicht alle, die während des Entzugs leicht wie ein Federchen durchs Forum schweben, schaffen ihn auch wirklich,
und nicht alle, deren Leiden und Jammern dem Lesenden schon körperlich weh tun, müssen zwangsläufig scheitern. :wink:
In vielem gebe ich dir und Bäckchenbond vollkommen recht. Aber es fehlt mir einfach ein bisschen das Verständnis, die Aufmerksamkeit und die Toleranz für all die, die es richtig schwer haben. :oops:
[b]Aber nichts für ungut! [/b] So sagt man doch, oder? :wink:
LG Nati