[quote="Banya"]
Aber in den allerersten drei Tagen ist es manchmal einfacher auszuweichen oder abzuhauen oder sich abzulenken, da machst Du es Dir, glaube ich, unnötig schwer, wenn Du mit auf den Raucherbalkon gehst...
Aber es ist ganz toll, dass Du trotz der schweren Situation direkt nach Deinem Rauchausstieg standhaft geblieben bist, das spricht wirklich für Dich und macht gute Aussichten auf Deinen weiteren rauchfreien Weg.
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Liebe Mabelle,
Banya hat es exakt auf den Punkt gebracht - Du hast die Felsklippe in den Stromschnellen perfekt umschifft, aber es wird leider nicht die einzige gefährliche Situation sein, der Du Dich stellen mußt... Im Gegensatz zu Dir war ich eine "Bangbüx", wie die Holsteiner sagen, ich hab´ sogar die ersten Monate(!!!) gefährliche Situationen gemieden. Mein Mann ist starker Zigarettenraucher, meine Söhne rauchen Shisha, das war genug Herausforderung für mich, vor Abenden mit rauchenden Freunden habe ich mich anfangs gedrückt. Was im nachhinein natürlich auch erklärungsbedürftig war, aber verstanden hat es jeder.
Hast Du Dir eigentlich schon das Starterpaket der BZgA angefordert? Mein Lieblingsbegleiter war das Pfefferminzdöschen mit der Aufschrift "Ex-Smokers are unstoppable" - so kindisch das klingt, es hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und zum Durchhalten animiert! Manchmal sind es wirklich winzige Kleinigkeiten, die auf dem manchmal steinigen Weg zur Krücke werden...
Stöber doch einfach mal im Forum herum, Du wirst auf viele praxiserprobte Aussagen stoßen, die alle in die gleiche Richtung weisen: Es ist ein langer Weg, der aus tausenden kleiner Schrittchen besteht, deshalb auch der tippelnde Pinguin (mein Lieblingssymbol):
:penguin:
[b]Schrittchen für Schrittchen geht´s weiter![/b]
(Ob Du dieses Kerlchen "Liberty" nennst, wie hier im Forum vorgeschlagen, oder es als Symbol für das absturzfreie Betriebssystem LINUX nimmst, das Resultat ist das gleiche... :lol: )
Klingt viel schlimmer, als es ist: Ich habe mich anfangs von Moment zu Moment gehangelt, indem ich mir in jeder brenzligen Situation gesagt habe "Nein danke, im Moment möchte ich nicht rauchen!" - wenige Minuten später war es dann auch schon vorbei und ich war richtig stolz auf mich (unbescheiden, aber wahr :oops: ). Heute hab´ ich diese Denkweise so verinnerlicht, dass mir dieses anfängliche Leitmotiv kaum noch bewußt wird.
:evil: bekommt auch dann eins auf die Nase, wenn er mich nur zum Leichtsinn verleiten will: "Nur ein einziger Zug, mal gucken ob´s noch schmeckt...!" Ich habe den Fagerström-Test auf unserer Informationsseite gemacht und weiß, dass ich Suchtraucher bin - ein einziger Zug würde bei mir ausreichen, um mich 222 Tage nach hinten zu werfen, auf meinen letzten Tag als aktiver Raucher...
[b]Ich bin und bleibe NMR (= Nicht-Mehr-Raucher)!!!
[/b]
So tough, wie Du das Ganze angehst, wirst Du am 8.11.2014 nur erstaunt feststellen: "Komisch, die Dinger haben mir mal geschmeckt und mein Leben bestimmt - von dem Geld, das ich seither gespart habe, fliege ich nächste Woche auf die Bahamas!" Du merkst schon, ich arbeite mit jeder Menge Tricks, um meine Sucht ins Abseits zu stellen, aber bei diesem Ziel ist mir wirklich jedes Mittel recht.
Wenn´s brenzlig werden sollte, wenn Laune und/oder Motivation ins Wanken geraten, greif´ zur Tastatur statt zur Zigarette, auf diesen Seiten sind ganz viele liebe Menschen unterwegs, die das, was Du empfindest, sehr gut nachvollziehen können! Was ich Dir für die nächste Woche wünsche? Ganz einfach:
:locotoy:
[b]Immer in der Spur bleiben
[/b]
Liebe Grüße, Brigitte