Hallo und guten Morgen Andrea,
zu allererst einmal herzlichen Dank für deinen Besuch in meinem Esszimmer, wie ich gerne sage, mein Wintergarten, und dabei einen schönen Wintergarten vor Augen habe. Ich verfüge zwar nicht über eine solche schöne Räumlichkeit, aber ab und zu leiste ich mir den Luxus des ein oder anderen hübschen Tagtraums.
Es freut mich wenn du dir was von meinen Rezepten mit nach Hause nehmen kannst, dann waren sie es wert, geschrieben zu werden. Der Thread soll halt Anregungen liefern für diejenigen unter uns, die nach dem Rauchstop mit anderen körperlichen Unannehmlichkeiten zu kämpfen haben.
Und ja, du hast Recht, Chicorée ist äußerst gesund, einschließlich des bitteren Herzens. Allerdings warne ich dich, das Herz ist wirklich arg bitter, ich zweifle etwas, ob der Mandarinen- und Zitronensaft dagegen anstinken können. Hier könntest du allenfalls mit einer etwas höheren Salzbeigabe arbeiten, denn Salz entzieht allem Bitterstoffe, einer Grapefruit oder Grapefruitsaft genauso wie Kaffee.
Setze Kaffee mal mit einer Prise Salz an und du wirst überrascht sein, um wie viel weniger bitter er nun schmeckt. Allerdings brauche ich dir sicher auch nichts darüber zu erzählen, welche unerwünschten Nebeneffekte ein zu großer Salzgebrauch im menschlichen Körper nach sich zieht.
Es waren diese bitteren Herzen, die Bauern einst nutzten, um aus Chicorée eine Art Kaffee-ersatz herzustellen, die später unter dem Namen "Zichorie" bekannt wurde.
Übrigens, Kaiser Matthias, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Erzherzog von Österreich 1612–1619 und bereits seit 1608 König von Ungarn und Kroatien, seit 1611 auch König von Böhmen, war angeblich vom Vorläufer unseres heutigen Chicorée Salates, dem im Mittelalter bekannten Salat von Wegwarte, wenig begeistert, schenkt man einer Urkunde mit entsprechendem Inhalt Glauben.
Wie auch immer ich wünsche dir weiterhin guten Appetit und viel Genuss im rauchfreien Leben,
es grüßt Daniel der Plänterwäldler