Hallo Fabs,
du bist jetzt schon wieder 77 Tage rauchfrei, das ist eine ganze Menge.
Ich habe jahrelang nicht versucht, mit dem Rauchen aufzuhören, weil ich sicher war, dass ich scheitern und sehr depressiv würde. Erst als ich mehr Angst vor den Folgen des Rauchens als vor dem Scheitern hatte, habe ich einen ernsthaften Versuch gestartet. Da war ich schon 64.
Ich habe mithilfe von Nikotinersatzprodukten aufgehört (Kaugummi, Lutschpastillen oder Spray). Die habe ich vier Monate nach Bedarf genommen, wenn ich starken Suchtdruck hatte.
Du schreibst an anderer Stelle, dass du vieles mit dem Rauchen kompensierst. Nun, das ist eine Sache, über die man sich beim Rauchstopp viele Gedanken machen sollte. Welche Funktion hat die Zigarette (Entspannung, Belohnung, etc.) und wie könnte ich diese Funktion ersetzen? Anregungen dafür findest du auf dieser Homepage, z. B. hier:
https://rauchfrei-info.de/aufhoeren/tipps-fuer-ihren-rauchstopp/tipps-bei-verlangensattacken/
Hast du therapeutische Begleitung? Bist du in einer Selbsthilfegruppe? Es gibt die 12-Schritte-Selbsthilfegruppen für verschiedene Süchte (Alkohol, Rauchen, Essen, etc.), die vorschlagen, immer nur für die nächsten 24 Stunden suchtfrei zu bleiben, damit man nicht so einen Berg vor sich hat, der einem unüberwindbar erscheint. Für Raucher, die mit dem Rauchen aufhören möchten, gibt es Zoom-Meetings, in denen man sich mit anderen Rauchern bzw. Nichtmehrrauchern austauschen kann. Falls dich das interessiert, kann ich dir per PN einen Link zuschicken.
Lass dich nicht runterziehen, wenn du scheiterst, denke lieber daran, wie oft du schon rauchfrei warst.
LG Jutta
:butterflyflower