26.09.2026 18:27

Dopamin

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3Beiträge
26.09.2026
20:28 Uhr
[b]Was ist Dopamin?[/b] Autor: Carina Rehberg Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner Stand: 09 August 2026 Dopamin ist ein Neurotransmitter, also ein Botenstoff, der Signale zwischen Nervenzellen überträgt. Der Botenstoff hat damit enormen Einfluss auf uns – auf unsere Gefühle und Entscheidungen. Im Grunde werden wir von ihm (und anderen Botenstoffen in unserem Gehirn) permanent gelenkt und kontrolliert. Der Neurotransmitter steuert unser Verhalten heute noch auf dieselbe Weise wie in der Steinzeit: Er motiviert uns, Dinge zu tun, die aus evolutionärer Sicht dem Überleben und der Arterhaltung dienen – etwa Nahrung suchen, sich fortpflanzen, Neues erkunden oder soziale Bindungen stärken. Obwohl sich unsere Umwelt stark verändert hat, reagiert unser von Dopamin gesteuertes Belohnungssystem weiterhin auf Reize, die einst überlebenswichtig waren – oder diesen zumindest ähneln. So erklärt sich auch, warum moderne „Ersatzreize“ wie Social Media, Glücksspiel oder Shopping ähnliche Reaktionen auslösen können wie echte biologische Bedürfnisse. [b]Wo wird Dopamin gebildet?[/b] Der Botenstoff wird im menschlichen Körper von den sog. dopaminergen Neuronen hergestellt. Das sind Nervenzellen, die hauptsächlich Dopamin produzieren und weitergeben. Sie befinden sich vor allem in bestimmten Hirnregionen, wie der Substantia nigra und dem Area tegmentalis ventralis. Dies sind winzige Bereiche (Schaltzentralen) des Mittelhirns. Sie nehmen jeweils weniger als 1 Prozent des Gehirngesamtvolumens ein, steuern jedoch lebenswichtige Funktionen wie Motivation, Lernen, Belohnung und Bewegung. Auch außerhalb des Gehirns wird der Neurotransmitter gebildet – etwa im enterischen Nervensystem, also dem Nervensystem des Darms (auch Bauchhirn genannt). Dort hemmt der Stoff zu starke Darmbewegungen (etwa bei Stress oder Durchfall). Im Nebennierenmark und den Nieren gibt es ebenfalls dopaminerge Nervenzellen. Im Nebennierenmark dient der Stoff als Hormon-Vorstufe für Noradrenalin und Adrenalin. In den Nieren ist er gemeinsam mit vielen weiteren Hormonen und Botenstoffen an verschiedenen Aufgaben beteiligt. Er erweitert die Blutgefäße, verbessert die Durchblutung und fördert die Harnausscheidung. [b]Dopamin macht nicht glücklich![/b] Häufig wird der Stoff als Glückshormon bezeichnet. Das ist irreführend. Denn der Neurotransmitter macht nicht glücklich! Er sorgt für die Motivation, auf ein Ziel hinzuarbeiten. Ist das Ziel dann erreicht, sorgen andere Botenstoffe für Gefühle, wie Glück, Wohlbehagen und Geborgenheit: Endorphine, Serotonin und Oxytocin. Fazit: Der Botenstoff macht nicht glücklich – er macht zielstrebig. Es handelt sich um einen Antriebs- und Lernbotenstoff, der daher schon vor der Belohnung aktiv wird, also in der Phase der Vorfreude, Zielverfolgung oder Anstrengung. [b]Was der Stoff mit Sucht zu tun hat[/b] Interessant ist, dass der Neurotransmitter nicht nur bei sicherem Erfolg, sondern besonders dann ausgeschüttet wird, wenn eine Belohnung auch nur möglich oder wahrscheinlich ist. Gerade eine solche unsichere Belohnung kann das dopaminerge System besonders stark aktivieren – und zu wiederholtem Verhalten führen, auch wenn es nicht jedes Mal erfolgreich ist. Dies war früher enorm wichtig. Denn auch wenn man mehrere Male keine Nahrung fand, überlebte nur jener, der auch nach etlichen Misserfolgen immer wieder loszog und sich auf die Suche machte. [b]Glücksspielsucht[/b] Heute kann diese Dopaminwirkung auch verhängnisvoll sein. Denn sie ist beispielsweise an der Entwicklung der Glücksspielsucht beteiligt. Auch wenn man nur selten gewinnt, man bleibt am Ball und liebt die Aufregung und Spannung. [b]Toxische Beziehungen [/b] Ein weiteres Beispiel sind toxische Beziehungen. Man erlebt abwechselnd Liebesentzug, Kritik, Kälte, dann wieder Zuwendung, Charme und Liebesschwüre. Die unvorhersehbare Zuwendung wirkt wie eine intermittierende Belohnung. Das Gehirn lernt: „Vielleicht bekomme ich wieder Bestätigung – ich muss es nur richtig machen.“ Die Folge ist ein starkes Bindungsverhalten (teilweise mit Suchtcharakter) trotz Leidensdruck. Auch bei [b]Substanzsüchten[/b] wie Heroin, Kokain oder Alkohol sowie bei Esssüchten spielt der Neurotransmitter eine zentrale Rolle: Schon vor der Einnahme, wenn die Person an die Droge denkt oder mit ihr in Kontakt kommt – z. B. durch einen bestimmten Geruch, durch Werbung oder Orte, wo es die Droge gibt – wird Dopamin ausgeschüttet. Dieses „[b]Belohnungsversprechen[/b]“ motiviert zur Einnahme. Sobald die Droge konsumiert wird, folgt ein noch stärkerer Schub, denn viele Suchtmittel steigern die Dopaminwirkung direkt im Gehirn. Alkohol z. B. regt die Ausschüttung des Botenstoffs an. Kokain hingegen wirkt als Wiederaufnahmehemmer, was bedeutet, mehr Dopamin (als normal) bleibt länger wirksam. In beiden Fällen wird der Drogenkonsum als besonders lohnend abgespeichert, und die Sucht verstärkt sich.
26.09.2026
18:34 Uhr
[i]Viele empfehlen hier viel Ablenkung, mir hat die Konzentration auf das Verlangen, die Gefühle, die Bedürfnisse .... aushalten , reinspüren... was suche ich wirklich, was taucht auf, wenn ich mich nicht betäube geholfen. Jetzt bin ich clean, aber ich weiß, die Gefahr des Rückfalls bleibt. Ich kann inzwischen auch wieder fröhlich sein ;) aber es hat über 1 Jahr gedauert.[/i] [b]Kath[/b] in: [b]2. Versuch [/b]
26.09.2026
18:27 Uhr
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