Liebe Jutta,
erst mal möchte ich dir seeehr zu deinem Rauchstopp gratulieren. Wie lange hast du damit geliebäugelt, bis du die endgültige Entscheidung getroffen hast? Klappte es gleich beim ersten Mal?
Mit dem, was du schreibst, kann ich viel anfangen. Z.B. Wegrauchen der Gefühle, und auch dieses Sich-entziehen, wenn mir die Umwelt zu laut und hektisch wurde.
Auch ich habe weiter geraucht, wenn ich mal krank war.
Die jetzige Reduktion fiel und fällt mir recht leicht, was mich selbst überraschte. Durch das Rausgehen auf die Terrasse (ohne Getränk oder Handy) wurde mir sehr bewusst, wie viele Zigaretten ich rauchte, obwohl der Drang gar nicht so stark war.
Aufgrund meiner Depression fällt es mir oft sehr schwer, raus zu gehen und mich abzulenken. Es ist meist alles ein mühsames Aufraffen. Aber das brauche ich, das wird notwendig sein, um die Attacken des Nikotinmonsters zu überstehen.
Ich werde mich im Fitnesscenter bei mir ums Eck anmelden. Für die ersten Tage habe ich vor, meine Hündin zu Freunden zu bringen, damit ich komplett frei bin.
Gute Besserung, ich hoffe, zu hast den grippaler Infekt mit Husten bald los.
Liebe Dubidu,
du hast natürlich recht, ich bin noch nicht zufrieden mit der Reduktion und sehe es als positiven Zwischenschritt in die richtige Richtung.
Nein, den letzten Entzug habe ich keine Nikotinprodukte verwendet. Jetzt habe ich mir aber einen Inhalator aus der Apotheke gekauft. Bisher war ich erfolglos, mit dieser Hilfe die Morgenzigarette zumindest auf Mittag zu verschieben. Eventuell besorge ich mir noch die Pflaster.
Du schreibst, ich brauche ein paar Alternativen, die mir Spaß machen. Es gibt nicht viel, was mir Spaß macht, das Gleiche gilt für das „Mich-Belohnen“
Mit meiner Therapeutin erstellte ich schon eine Liste mit den Punkten, warum ich aufhören will.
Eins davon war, dass die Wohnung und das Auto nicht mehr nach Rauch riechen/stinken, was sich mit dem Rausgehen auf die Terrasse erledigt hat.
Weiters ist es der gesundheitliche Aspekt. Ich kann jeden Tag Danke sagen, dass ich bisher so eine robuste Gesundheit habe. Ich gehe gerne weitwandern oder auch mal am Berg und stelle immer wieder fest, dass ich angesichts der Raucherei recht fit bin. Trotzdem, heuer gab’s ein paar rauchbedingte Probleme, wie z.B. diese hartnäckige Bronchitis.
Lieber Andreas,
das ist eine gute Frage: „Wo hängt die Motivation, was hält mich besonders ab?“. Darüber werde ich nachdenken.
Das mit dem Tagebuch ist eine gute Idee, die ich schon kenne, habe es aber bisher nicht geschafft, mich am Abend hinzusetzen und was aufzuschreiben. Aber danke für den Anstoß.
Liebe Ela,
ja, das sage ich mir eh auch: das Schlimmste, was passieren kann ist, dass ich weiter rauche. Das Allerschlimmste, dass ich wieder in der Wohnung rauche.
An euch alle,
ich danke euch sehr für eure Gedanken und den super Zuspruch.
Ich werde weiter hier mitlesen, einfach weil es mich motiviert, dran zu bleiben.
Ich spüre, dass ich noch nicht so weit bin, um den letzten Schritt zu machen. Denn wenn, dann möchte ich es schon schaffen, dieser elendiglichen Sucht zu entkommen.
Ich möchte mir noch ein paar „Werkzeuge“ bereit legen, wie eben z.B. Anmeldung im Fitness-Center, oder mich regelmäßig massieren zu lassen, usw.
Jetzt erst einmal liebe Grüße an euch alle, die ihr es geschafft habt.
Eva