Guten Morgen ihr Lieben,
25 Tage bin ich jetzt schon rauchfrei. Freu!!!:lol:
Darauf könnte ich glatt eine rauchen…:wink:
Quatsch.
War ein Witz.:oops:
Schmachter kommen schon noch in unregelmäßigen Abständen, aber jetzt bin ich für meine Verhältnisse schon viel zu weit, als dass ich nochmal umkehren möchte.
Gestern bin ich etwas verloren durch meine Wohnung gelaufen, sah die Zigarettenschachtel im Küchenregal, wurde nachdenklich, habe sie liebevoll angesprochen „hallo du“, sorgfältig abgestaubt und wieder ordentlich zurückgelegt.
Ich bringe es noch nicht fertig, sie zu vernichten. Das hat wieder sowas von endgültig. Aber sie tun mir ja auch nichts. Liegen einfach nur da und gut ist. Ich könnte mir eine nehmen, aber ich will nicht, denn vorerst rauche ich nicht. Wahrscheinlich rauche ich überhaupt nicht mehr.:|
Erinnert mich ein bisschen an einen uralten Pullover im Kleiderschrank, den ich schon Ewigkeiten nicht mehr getragen habe, von dem ich mich aber trotzdem noch nicht trennen möchte. Irgendwann kommt er in die Altkleidersammlung. Klar. Aber, wenn ihn mir jetzt jemand wegnehmen würde, würde ich alles dran setzen, ihn wiederzubekommen und ihn dann auch umgehend anziehen.
Danach hab ich mich ans offene Fenster gestellt und genussvoll eine heiße Zitrone getrunken.
Damit war das Thema Rauchen definitiv vom Tisch.
So vergeht ein rauchfreier Tag nach dem anderen.
Bin ich beschäftigt, denke ich nicht dran.
Komme ich in Situationen, in denen ich früher geraucht habe, werde ich nervös.
Muss dann immer wieder neu an meiner Motivation arbeiten und Ersatz für die entgangene Zigarette finden.
Ist aber eigentlich alles bisher gut beherrschbar.
Mir fehlt nur noch etwas der ganz große Hass auf die Zigaretten.
Dabei weiß ich sehr genau, dass es unglaublich riskant ist, Tag für Tag und Jahr für Jahr 10 bis 20 mal täglich pures Gift einzuatmen.
Mein Gehirn weiß aber auch, dass es sie tatsächlich gab, die Erleichterung und Entspannung, die mir das Rauchen in bestimmten Situationen gebracht hat. Das habe ich so empfunden, auch wenn die Erleichterung und Entspannung in Wahrheit nur die Erlösung von sich wieder langsam aufbauenden Entzugserscheinungen unmittelbar nach der letzten Zigarette war.
Und ihr könnt mir sagen was ihr wollt.
Das ist nicht nur Nikotin, das diese Gefühle auslöst. Da ist noch viel mehr in der Zigarette, was uns bei der Stange halten soll und uns den Absprung so schwer macht.
Und dieser Teufelskreis ist es, den es zu durchbrechen gilt.
Sich irgendwann wie ein echter Nichtraucher zu fühlen.
DAS muss toll sein!!!
So, jetzt habe ich hier einen Riesenroman geschrieben, aber mir war gerade so danach.
Wen soll ich sonst mit diesem Thema zulabern wenn nicht euch?:roll:
Ich wünsche euch allen einen schönen, rauchfreien Sonntag.
LG Ulla