22.01.2017
04:13 Uhrbearbeitet:
22.01.2017
04:17 Uhr
Hallo und guten Morgen alle zusammen,
möglicherweise ist dies der letzte Nachtdienst hier für diesen Monat, möglicherweise aber auch nicht, noch weiß niemand nichts genaues. Ich höre euch alle sagen: Wie schrecklich, wie kann man denn mit dieser Ungewißheit leben?
Ich sage euch, ich kann sehr gut damit leben und bin in meinem Job, wie er sich für mich seit Jahren schon präsentiert, sehr glücklich. Immer wieder neue Einrichtungen, immer wieder in anderen Stadtteilen von Berlin, immer wieder neue Pflegefälle mit anderen Konstellationen, anderen Krankheitsbildern, immer wieder andere Einrichtungen mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen, das alles hält mich geistig und körperlich fit, beweglich und flexibel.
Bei dieser Arbeit nicht zu rauchen fällt mir mit jedem Tag seit Arbeitsbeginn als NichtMehrRaucher vor ca. 2 Monaten leichter. Die ersten paar Spätdienste auf der Arbeit waren heikel, ja, definitiv. Auch wie jüngst oder Wochen zuvor mal ein sehr hektischer, um nicht zu sagen, chaotischer Nachtdienst führt mal zu einer Attacke. Aber das war es dann auch schon.
Vermisse ich das Rauchen auf der Arbeit? Nein, ganz gewiß nicht, Nach wie vor kann ich problemlos mit rauchenden Kollegen/Innen arbeiten. Ich setze mich auch ohne Probleme mit in ihre Raucherräume/Ecken, die meisten im Außenbereich der Einrichtungen gelegen sind. Es gibt aber auch Einrichtungen, bei denen Raucherräume im innerhäusigen Bereich liegen, Diese sind dann aber meist nur als Raucherräume für die Pflegefälle gedacht, wenngleich sich trotzdem hier und da Personal rauchend dazu gesellt.
Wirkt es sich auf meine Einstellung zu meiner Arbeit aus, das ich nicht mehr rauche? Nein, auch hier verbindlich und mit Nachdruck nein. Es wirkt sich weder positiv noch negativ auf meine Einstellung aus, meine Einstellung zu meiner Arbeit. Was sich geändert hat ist meine generelle Einstellung im Leben. Ich bin der Meinung, das ich gelassener und ruhiger geworden bin, entspannter reagiere, auch in Krisen. Ist es denkbar, dass mich Zigaretten zuweilen hektischer, fahriger gemacht haben? Lotsen werden vielleicht intelligentes dazu wissen, ich weiß nichts dazu, ich merke nur die Konsequenz, das ich ruhiger bin.
Möchte ich weiter rauchfrei bleibe? Ja Jaa JAAA!!! Ich genieße das zurück gewonnene alte Leben als Nichtraucher mit jeder Faser und möchte es meinen Lebtag lang nicht mehr hergeben. Liebe Tabakindustrie, es tut mir leid für euch, aber ihr werdet weiterhin komplett auf mein gutes Geld verzichten müssen. Das macht euch nichts, das weiß ich, aber ihr habt ja auch in 33 Jahren genug an mir verdient.
Es grüßt euch alle freundlich
Daniel aus dem Plänterwald
Nachteule vom Dienst,
und euch noch zusätzlich einen entspannten, schönen und rauchfreien Sonntag wünschend