19.11.2013
00:03 Uhrbearbeitet:
19.11.2013
00:07 Uhr
Also, ich habe diesen Thread jetzt eine Weile auf mich wirken lassen, und möchte jetzt doch auch meine Meinung dazu mitteilen, da ich hier so einiges ziemlich heftig finde.
Es mag sein, dass die eine oder andere Analyse (z.B. die von Signe) ziemlich gut ist. Im Wesentlichen jedoch spüre ich bei vielen Posts einen für mich unverständlichen Frust, der zumindest in dieser Form unangemessen auf Astrid und teils auch Andreas abgeladen wurde. Das ist zumindest mein persönlicher Eindruck.
Warum wird immer so betont, dass man sich durch den Rauchentzug [b]quälen[/b] muss? Um ehrlich zu sein, habe ich mich weder bei meinem ersten Rauchstopp damals (7 Jahre ohne Rauchen) noch diesmal sonderlich [b]gequält[/b]. Für mich war immer klar, dass wenn man sich da durchquälen muss, es noch nicht wirklich [b]Klick[/b] im Kopf gemacht hat. Dann kann es sein, dass beim quälenden Entzug das Klick später noch eintritt, weiß ich aber nicht, weil ich mich nicht zu etwas quäle, was sich nicht innerlich für mich richtig anfühlt. Und bei einigen hatte ich den Eindruck, dass die sich beleidigt fühlen, wenn sich andere nicht auch so quälen. Das könnt ihr aber nicht der Astrid jetzt aufbürden.
Zum Thema Final-Cut, oder der "wahrhaft internalitsierte Entscheidung"... oder eben kurz dem besonderen "Klick im Kopf". Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man dieses Klick nicht planen oder erzwingen kann. Man kann nur stetig daran arbeiten, um ihm den Weg zu bereiten. Gerade bei den ersten Ausstiegsversuchen wird man wohl ein paar Fehlversuche hinlegen, bis man überhaupt [b]ahnt[/b], was dieses Klick überhaupt ist. Das ist aus meiner Sicht überhaupt erst der große Lernprozess, der in diesem Forum doch unterstützt werden soll. Und dazu gehören auch Misserfolge.
Gerade die positive Atmosphäre war der Hauptgrund, warum ich mich für dieses Forum entschieden habe. Jedem steht es frei, auch mal ein paar unbequeme Wahrheiten im Sinne des Lernprozesses mit auf den Weg zu geben. Aber ich finde, dass Besserwisserei, Undgeduld und Vorwürfe insbesondere bei zarter besaiteten Menschen total kontraproduktiv sein können.
Signes Beitrag war sachlich. Das kann ich von einigen anderen nicht so behaupten.
Dir, Andreas, möchte ich ausdrücklich den Rücken stärken. Ich erlebe dich durchweg als herzlichen und einfühlsamen Menschen, der in jeder Situation das Positive sucht - auch und insbesondere für andere. Deine Antwort zu Ingas Post sagt ja schon alles, was dazu zu sagen ist.
Wenn wir nicht aufpassen, wie wir mit Misserfolgen umgehen, verliert dieses Forum meiner Meinung nach das allerwichtigste, das es kennzeichnet: [b][color=purple]Das Vertrauen, dass man hier verstanden und unterstützt wird und auch bei Misserfolgen nicht niedergemacht wird[/color][/b].
Und wenn ihr alle mal tief in euch geht, werdet ihr da auch eure eigene Verletzlichkeit hinsichtlich dieses Themas entdecken, die entweder noch anhält (wenn ihr noch raucht) oder zumindest vor dem Rauchstopp bei euch vorhanden war. Wenn doch einmal unangenehme Wahrheiten ausgesprochen werden müssen, geht es auch so sachlich, wie es Signe aufgeschrieben hat.
Wie gesagt: Just my point of view!
LG
Chris
P.s.:
Eines ist mir noch aufgefallen: Ich habe im Verlauf des Threads den Eindruck gewonnen, dass Astrid schon stets dazu motiviert wurde, schnell zu handeln und "nicht lange zu warten". Am Ende wurde sie gerade hierfür kritisiert, weil sie logischerweise die Fehlversuche noch nicht richtig verarbeiten konnte. Ich weiß ja nicht, wie lange ihr euch Alles in Allem mit dem Projekt "Rauchstopp" auseinandergesetzt habt, bevor es schließlich klappte. Bei mir hat es aber garantiert seine Zeit gedauert... ;)