Hallo Niki,
ich kann dich so gut verstehen! Wirklich, so wie dir ging es mir jetzt jahrelang! Von deinem Nicknamen her dürften wir beide gleich alt sein...
Ich wollte immer wieder aufhören, wußte alles über das Thema Rauchstopp, hab es aber aus genau diesen Gründen, die du beschreibst, nicht geschafft. Was macht man in Stresssituationen, wie soll man entspannen, überhaupt - in den Tag starten? Irgendetwas hat mich jedes Mal zurück gehalten - und glaub mir bitte, es waren wirklich und tatsächlich JAHRE! Ich war schon am Verzweifeln, hab sogar mal geheult, weil ich mich in der Situation so gefangen sah...
Nachdem ich dann vor einer Woche wieder eine Meldung über eine Lungenkrebserkrankung eines Bekannten meiner Mutter erfuhr, während ich mit meinem Sohn unterwegs war und gerade eine rauchte, war dann plötzlich Schluss. Komplett. Ich bat meinen Sohn, das restliche Päckchen wegzuwerfen und wußte, dass ich keine mehr angreifen werde. Abgelenkt hab ich mich auch dadurch, dass ich mich mehr auf meinen Körper konzentriere, mich sehr gesund ernähre und viel bewege. Indem ich mich eher mit diesen Dingen beschäftige, rückt der Rauchstopp ein wenig in den Hintergrund. Vielleicht ist das der Grund, warum es mir diesmal, nach vielen Jahren des Teufelskreises, viel, viel leichter fällt.
Entschuldige bitte, dass ich dir hier einen ganzen Roman reinschreibe - ich möchte nur vermeiden, dass du in dieselbe Falle tappst und immer wieder grübelst, versuchst und kämpfst... es kann sich tatsächlich jahrelang hinziehen. Und das will niemand, glaub's mir.
Jetzt hab ich eine Woche rum - und ehrlich, es war nicht so schlimm! Der zweite Tag war ein wenig deprimierend, aber das war's auch schon...
Raff dich auf und plane es. Informier dich, lies alles und dann such dir ein zweites Thema, das dich interessiert und mit dem du dich ablenken kannst.
Ich wünsch dir alles Gute und viel Erfolg!!!
LG, Sandy