Ich habe lange überlegt und nun schreibe ich mal in meinem zimmerchen
alles nieder. Ganz einfach um wieder klar denken zu können und nach vorne einen positiven Blick werfen zu können.
Meine Gedanken und Gefühle sind sehr tief deprimiert, ich habe sehr schlechte Laune und will eigentlich nichts hören und sehen, da ich diese eine Schachtel von Montag zu Dienstag geraucht habe. Ich bin wieder rauchfrei, habe aber ganz grosse Gewissensbisse mir selbst gegenüber, das verbotene getan zu haben und die Sucht befriedigt und dann wieder losgelassen habe.
Ich kann nicht beschreiben wie das funktioniert, nur das es übelst mitspielt, an die Substanz geht vor allem psychisch.
In meinem Körper geht es momentan drunter und drüber. Als ob der Entzug nochmals beginnt oder nie aufhört.
Jetzt nach fast 5 Wochen Abstinenz beginne ich zu Husten und Abzuhusten, die Stimme ist kratzig und ich muss stets räuspern. Mein Zahnfleisch blutet. Morgens bis Mittags komme ich nicht mehr auf die Beine. Gestern habe ich abwechselnd geweint und geschlafen.
Was kommt hier noch alles auf mich zu?
Ich habe auch zu nichts mehr Lust, da wo ich aufgehört vor Ostern mit voller Energie und Tatendrang und positiven Elan ist nicht mehr vorhanden.
Nicht mehr zu Rauchen ist für mich eine Leistung, wenn ich von den 39 einen abziehen, sind es immerhin schon 38 nichtrauchende Tage, die ich gemeistert habe.
Ich will nicht Wieder Rauchen, und um stimmungs - und gefühlsmäßig wieder klar zu kommen,
brauche ich etwas Aufklärung.
Und ein positives Selbstbild.
Es ist als ob ich nichts mehr Gutes verdient habe, sondern bestraft werden muß.
So sind meine Gedanken und Gefühle.