Hallo und guten Tag, oder doch noch guten Morgen?
Es ist ja nicht immer einfach, den richtigen Gruß zu treffen. Vorhin beim Einkaufen stehe an der Kasse in der Schlange, ich rücke vor, ich komme dran, wünsche der Kassiererin freundlich und fröhlich guten Morgen ... und .... werde angefaucht mit 10000 Volt in der Stimme: Det heißt juten Tach, is schon lange keen Morjen mehr! :|
Ich konnte nicht anders, ich sah ihre Zigarettenpackung in der Tasche des Kittels und antwortete: "Soll ich der Marktleitung Bescheid sagen, dass sie dringend eine Zigarettenpause brauchen? Ich spendiere ihnen auch aus der Bäckerei noch einen Kaffee dazu. Entschuldigen sie, wenn ich als Ex-Raucher besser gelaunt bin als sie." :riesengrinser:
Mit verkniffenem Blick, mich stoisch ignorierend zog sie meine drei Krapeiken über den Scanner, ich zahlte und ging grinsend, ihr ein schönes Wochenende wünschend, gut gelaunt von dannen. 8)
Nächster Laden, Haushaltsartikel und Kleinteile, es ist Herbst, eine Glühlampe für die Küche musste her, die alte machte heut morgen Puff, Ersatz war da, eine neue Reserve musste her. Ich also in den Laden, ans Regal für Glühlampen, mit meiner Beute zur Kasse, fröhlich guten Tag zur Dame hinterm Tresen gesagt, da kommt die Antwort .... na .. ratet????
"Tach wohl eher noch nich, noch is Morjen. Is det allet?" :|
Darauf habe ich geantwortet: "Ja, das ist alles, können sie mir die Lampe mit ihrem 40 Tonner nach Hause bringen lassen als Kompensation für ihre nicht vorhandene Freundlichkeit?" Sprachs, hab meine bereits abgezählten Euroletten in die Kassierschale gelegt, ein schönes Wochenende gewünscht und bin wieder gegangen, mit der Lampe, versteht sich. 8)
Nun meine Frage: Wirkt diese Klopftechnik auch bei Unhöflichkeitsattacken von deutschem Geschäftspersonal? Gibts dazu empirische Erfahrungen? :D
Es grüßt gut gelaunt der Plänterwäldler Daniel und wünscht dir ein schönes Wochenende