24.08.2026
11:43 Uhrbearbeitet:
25.08.2026
01:02 Uhr
Hallo zusammen!
Ich stelle mich erstmal ein wenig vor:
Ich bin 37 und rauche seit mittlerweile 25 Jahren. Wie so viele habe ich durch meinen Freundeskreis begonnen - heimlich, hinter der Kirche, hustend und mit Tränen in den Augen. Und doch stolz und glücklich, ''dazuzugehören''.
Seitdem lässt mich das Nikotinmonster nicht mehr los. Bereits im Bauch meiner Mutter habe ich fleißig meinen Dosis abbekommen, und während meiner gesamten Kindheit und Jugend wurde im Haus Kette geraucht.
Das erste Mal wirklich aufhören wollte ich erst mit 22 - als ich den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt. Ich wollte es immer besser machen als meine Mutter, aber geschafft habe ich es nicht... Immer wieder alles weg geworfen, um es dann beschämt und todunglücklich wieder aus dem Müll zu fischen. Damals habe ich selbstgedrehte Zigaretten geraucht und es kam vor (so unendlich peinlich es mir auch ist das zuzugeben), dass ich bereits gerauchte Zigaretten aufgedröselt und mir aus den mikroskopischen Resten eine neue gedreht habe.
Erst in der 19. Schwangerschaftswoche war dann endlich Schluss damit. Bis meine Tochter 6 Monate alt war. Ich bin eingeknickt und habe wieder angefangen.
Seit 7 Jahren ca. rauche ich ''nur'' noch E-Zigarette. Anfangs mit 20mg, jetzt zum Schluss mit 10mg. Zwar kann ich meine Tochter endlich stinkfrei ins Bett bringen, kuscheln und knutschen. Aber mein Konsum hat sich zeitgleich drastisch erhöht. Denn es stinkt ja nicht - ich dampfe also einfach überall. Im Büro, im Homeoffice, beim Kochen, auf dem Klo...
Gesundheitlich bin ich ein wandelndes Wunder - denn trotz meiner zahllosen Erkrankungen lebe und arbeite ich noch.
Morbus Crohn, chronische Gastritis, Endometriose, Tinnitus, Migräne, ADHS, PTBS, Depression, Angststörung, Essstörung...und die Liste ist nicht abschließend.
Und genau darum muss das endlich ein Ende haben!
Ich bin so dermaßen abhängig, dass ich schon Panik bekomme wenn ich nur noch 10ml Liquid daheim habe. Ich bin bei monatlichen Kosten von gut 200€. Geld, dass ich viel besser in mich und meine Gesundheit investieren könnte als in meine Sargnägel.
Vor einer Woche durfte ich nach vielen therapeutischen Erfolgen endlich mein Antidepressivum absetzen. Leider zeigten sich sehr starke Absetzerscheinungen wie Übelkeit, Schwindel, Brain Zaps, zittern, Unruhe, etc. Dadurch ging es mir so schlecht, dass ich einfach beschlossen habe das Dampfen zu lassen.
Spoiler: Hat nicht geklappt. Die Absetzsymptome ließen innerhalb einer Woche nach und im gleichen Zuge stieg die Schmacht und die kreischenden Rufe des Nikotinmonsters.
Am 21.08. habe ich zum ersten Mal gar nicht gedampft. Bis zum 22.08. gegen Nachmittag - ich bin wie ein Häufchen Elend, weinend und zitternd, zum nächsten REWE und habe mir eine Vape gekauft. Direkt mal wieder 20mg Nikotin-Bombe.
Ich verzweifel wenn ich überall lese und höre (egal ob Bücher oder Hörbücher), dass es ja sooo einfach ist. Nur Kopfsache. Es gibt keinen wirklichen Entzug, nur leichte Leere und Unruhe.
Pustekuchen. Schon nach 30 Minuten werde ich nervös, angespannt, unruhig. Wenn ich mir dann sage - nein, du dampfst jetzt nicht! drehe ich komplett durch. Heulkrämpfe, völlig gefangen im Gedankensturm, zittern.
Dennoch: Ich will es schaffen. Aber die Angst wieder zu versagen ist riesig. Genauso wie die Angst vor den Gefühlen die dann aufkommen. Jeder gute Gedanke, jedes persönliche Ziel, jdes Mantra - nichts kommt dagegen an.
Ich habe mir jetzt [Markenprodukt vom rauchfrei-Team entfernt] bestellt, es wurde bereits versendet. Außerdem habe ich nikotinfreie Vapes da. Eine Atemkette. Stressbälle. Bonbons. Kaugummi. Riechstäbchen mit Menthol und Lavendel.
Ich will keine Sklavin mehr sein. Ich will wissen wie es sich anfühlt, WIRKLICH zu entspannen und nicht nur, weil der kurze Entzug nach dem letzten Mal dampfen aufhört. Ich will entspannt auf dem Sofa sitzen ohne dauernd ans Dampfen zu denken. Ich will schlafen ohne mitten in der Nacht zum dampfen aufzustehen.
So. Das war erstmal genug Seelen-Striptease von mir. Ich habe als Rauchstopp-Datum erstmal den 31.08. angegeben - kommt drauf an, wie schnell die [Markenprodukt vom rauchfrei-Team entfernt] hier sind. Denn sobald ich damit starten kann (ja, ist ärztlich abgeklärt) soll das Datum an diesem Tag sein.
Ich freue mich, dass ich hier sein kann und werde jetzt mal noch quer lesen und mir das Programm hier anschauen. Ich habe zwar schon einige Rauchfrei-Programme durch, die bisher nicht zum Ziel geführt haben, aber aufgeben ist einfach keine Option.
Ich hoffe momentan sehr, dass ich es endlich schaffen kann wenn ich die ersten nikotinfreien Tage überstehe. Das ist bisher immer im absoluten Desaster geendet, daher jetzt mit [Markenprodukt vom rauchfrei-Team entfernt]...