Hallo und guten Abend liebe Vallensana,
da habe ich doch heute Abend eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe. Es ist einer eine Aufgabe, eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle.
Es gibt Menschen in dieser Zeit, die gerne Mauern bauen würden. Das Problem mit solchen Mauern, egal ob im Gehirn oder real gebaut ist nur, sie lösen so wenig ein Problem wie eine Zigarette. Gerade wir als Deutsche sollten diese Lektion mehr oder minder schmerzlich gelernt haben.
Ich baue lieber Brücken, seien es nun gedankliche oder gar reale. Nun, um ehrlich zu sein, reale kann ich nicht bauen, mangels qualitativem Fachwissen. Wohl aber kann ich dir eine gedankliche Brücke bauen. Und wenn ich diese gebaut habe, kann ich dir darauf entgegen gehen, dir die Hand reichen, dir Mut machen, dir gut zureden.
Es tat und tut mir immer noch sehr leid, in deiner offenen PN von all dem Leid zu lesen, dass du jüngst durchmachen musstest. Da möchte ich auch nicht mehr die Comedian Harmonists hören. Diese zeilen an dich schreibend habe ich mir eine Kantate von Johann Sebastian Bach heraus gesucht, die Hauskantate meiner Mutter, ihre Lieblingskantate, die auch meine wurde.
Wer nur den lieben Gott läßt walten, BWV 93
Die darin enthaltenen Texte kann man auch in die heutige Zeit transportieren und in der heutigen Zeit genauso leben wie zur Zeit des Textautors Georg Neumark um 1641. Das gleich genannte Kirchenlied Georg Neumarks ist der Kern des Textes, neben den für den 5. Sonntag nach Trinitatis vorgesehenen Bibeltexten.
Darf ich dir, aber auch anderen in gedrückten Stimmungen befindlichen hier in deinem Wohnzimmer den Text zitieren? Ich gehe davon aus, dass ich dein Einverständnis habe.
1)
Wer nur den lieben Gott lässt walten
und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.
2)
Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.
.....
7)
Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu;
denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.
Ich war darüber hinaus so frei und habe die Liedtexte auf die mir essentiell erscheinenden drei Strophen reduziert.
Ich weiß, dass sich all das sehr leicht zitieren und daher schwafeln lässt. Nur wer tatsächlich in deiner haut steckt, weiß, was Sache ist. Nachempfinden kann keiner von uns, allerdings können wir alle Mitgefühl aufbringen.
Nun möchte ich aber zu dem kommen, was ich ebenfalls schon oben ansprach, nämlich die Hand reichen und dir Mut machen.
Ich bin selbst in meinem Leben durch die ein oder andere Katastrophe gegangen. Und daher habe ich eins gelernt, nämlich das in einer leider weniger bekannten asiatischen Weisheit eine tiefe Wahrheit liegt.
Jede Krise (Katastrophe in wörtlicher Übersetzung) bietet auch eine Chance.
Lass mich dir die Hand reichen zu einem neuen Versuch, einer Chance die sich dir nun bietet, nämlich genau mit dem Jahr mit zu gehen.
Letztlich liegt es natürlich an dir, und es ist ausschließlich deine Entscheidung, die ich egal wie nicht nur zu respektieren habe sondern auch tatsächlich respektiere und unterstütze. Was ich nur will ist, dir einen Betrachtungswinkel zeigen, denn du möglicherweise noch nicht erkannt hast.
Zum Schluss, für dich gesucht, geprüft und für gut befunden, aus meinem dir bekannten kleinen irischen Postkartenkalender:
Möge Friede dein Leben bestimmen
und stets dein höchstes Ziel sein:
Friede in deinem Haus,
Friede mit deiner Familie,
Friede mit deinen Freunden,
Friede bei deiner Arbeit,
Friede in deinen Gesprächen,
Friede auf all deinen Wegen,
vor allem aber
Friede mit dir selbst.
Es grüßt ein gedanklich verbundener Daniel aus dem Plänterwald