K: „Warum bist du so traurig liebe Leber?“
Leber: „Weil ich einfach müde bin.“
K: „Müde? Du bist doch immer da?"
Leber: „Genau das ist mein Problem. Ich schufte seit Jahren sehr hart für dich, während du mich ignorierst.“
K: „Was habe ich denn getan?“
Leber: „Du gibst mir täglich mehr, als ich verkraften kann. Zigaretten mit Teer und so vielen Giftstoffen, ohne drüber nachzudenken. Und jedes Mal sagst du: Morgen wird alles besser, ich höre auf damit.“
K: „Ich wusste nicht, dass es so schlimm für dich ist.“
Leber: „Das wusstest du nicht, weil ich mich nie beschwert habe. Ich fühle mich so schmutzig".
Mensch: „Warum hast du denn bloß nichts gesagt?“
Leber: „Weil ich nicht einfach schreien kann, wenn es mir schlecht geht. Ich arbeite für dich im Stillen, solange ich kann."
K: „Kannst du mir jemals verzeihen?“
Leber: "Um Verzeihen geht es nicht.“
K: „Um was geht es dann?“
Leber: „Es geht darum, dass du endlich zuhörst.“
K: „Was soll ich tun?“
Leber: „Hör auf, mich für selbstverständlich zu halten. Kümmere dich um mich und meine Freunde, die Nieren, die Lunge, den Magen und die vielen anderen fleißigen Weggefährten in diesem Körper. Ändere dein Leben, bevor wir dir zeigen, dass wir es einfach nicht mehr schaffen.“
K: „Und wenn es schon zu spät ist?“
Leber: „Dann wirst du dir nur eine Frage stellen müssen.“
K: „Welche?“
Leber: „Warum hast du mich und meine Freunde nicht schon viel früher ernst genommen?“