Hallo liebe Community,
vorab erzähle ich vielleicht erstmal, warum ich hier bin. Ich rauche seit ca. 16 Jahren mit mehr oder weniger kurzen Unterbrechungen (längste rauchfreie Zeit war ca. 1 Jahr). Nachdem ich in den letzten Wochen und Monaten so einige gescheiterte Aufhörversuche hinter mir habe, rauche ich auch irgendwie immer mehr und bin jetzt bei ca. 25 Zigaretten am Tag. Bei Feiern oder mit Alkohol schaffe ich auch durchaus 2 Schachteln. Ich habe das Gefühl, dass ich eigentlich nichts anderes mehr mache als Qualmen und das nervt gehörig. Inzwischen habe ich keine 10 Minuten, in denen ich nicht heftig husten muss oder mich zumindest immer räuspern. Gerade als Frau finde ich das unglaublich unangenehm, weil es kein Hüsterchen ist, sondern lautstarkes Gebrüll. Ich hasse jede Zigarette und den Gestank, ich habe Angst krank zu werden und das Geld das dabei flöten geht tut mir auch schon richtig weh. 2 große Schachteln sind immerhin schon 12 Euro :-/ Allerdings schaffe ich es einfach nicht, es einfach zu lassen. Im Moment ist der einzige Vorteil der Zigaretten, dass damit die Zeit rum geht. Abgesehen von der Arbeit habe ich nämlich ziemlich viel freie Zeit und irgendwie weiß ich einfach nicht, was ich damit anfangen soll. Noch mehr Zeit würde ja heißen, noch mehr Grübeleien. Versteht mich nicht falsch, es geht mir an sich gedanklich recht gut... Aber bei den letzten Versuchen war das immer schnell vorbei. Ich hab mich selbst bemitleidet und schon nach Stunden gedanklich aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Vielleicht ist das normal? Aber ich komm da irgendwie einfach nicht drüber weg... Hab dann immer wieder zur Zigarette gegriffen und mich natürlich noch schlechter gefühlt. Aber immerhin ohne die Gedanken ans Rauchen. Meine Freunde, Familie, Kollegen kann ich einfach nicht mehr mit in meine rauchfrei-Pläne mit einbeziehen. Sie wünschen mir zwar alle, dass es klappt, belächeln bzw. bemitleiden mich aber nur noch für meine ganzen gescheiterten Versuche (das sind wirklich einige). Es ist mir einfach unendlich peinlich und noch mal möchte ich das nicht. Jeder "Rückfall" hat mein Selbstbewusstsein sowas von sinken lassen, dass ich mir schon fast selber nicht mehr glaube, dass ich aufhören werde. ABER ICH WILL ES WIRKLICH!!! So sehr! Ich hoffe irgendwie, dass ich hier Menschen finde, die mich unterstützen, mich nicht belächeln, vielleicht auch Erfolge mit mir feiern und mich motivieren können. Denn alleine schaffe ich es auch nicht.
Habe mir als Ausstiegsdatum den 28.06.2014 überlegt und bereite mich darauf vor. Ich würde mich so gerne darauf freuen. Aber im Moment hab ich einfach nur Angst, es wieder nicht zu schaffen. Für Hilfe oder Tipps oder auch einfach nur nette Worte wäre ich sehr dankbar!
Verzweifelte Grüße vom QuitscheEntchen!