10.12.2023 20:44

Schwanger, Dauerhusten - ich verzweifle an mir und packe es einfach nicht

55
55Beiträge
05.09.2022
14:05 Uhr
bearbeitet:
05.09.2022
14:06 Uhr
[quote=621895] Ja, ich find es furchtbar, es scheint bei jedem so ansatzlos zu klappen. Ich werde das packen - chacka. Wenns andre doch auch können[/quote] Liebe Lilly, kaum einer hat es beim ersten Anlauf geschafft. Selbst die ganz alten Hasen, haben teilweise so heftig kämpfen müssen, dass sie dachten, dass sie es nie schaffen! Und deshalb wirst auch du es schaffen! Was mir in den ersten Tagen und Wochen geholfen hat, war das stetige Stöbern im Forum. Total wirr, ohne bestimmten Faden, denn du wirst dann immer wieder auf etwas stoßen, dass dich fesselt, dir hilft oder dich einfach länger ablenkt. Ich finde es richtig gut, dass du das Beratungsangebot annimmst. Ich habe es zum ersten Mal genutzt. Mir war es anfangs zu peinlich, zu unangenehm oder so. Aber ich wollte unbedingt für immer aufhören und es nicht nur "versuchen". Die Menschen am anderen Ende der Leitung sind teilweise echt so sympatisch, dass man gerne länger oder öfter telefonieren möchte. :lol: Ich bekam letzte Woche unerwartet, weil vergessen, einen Anruf nach drei Monaten. Das tat richtig gut! Ich freue mich schon auf den nach einem Jahr. Ich finde, dass du auf dem richtigen Weg bist! :heart:lichen Glückwunsch für die Entscheidung :gefsmilie:
05.09.2022
14:01 Uhr
Vielen lieben Dank. Stöbere schon eine ganze Weile im Forum rum. Ich finde nur diese Wohnzimmer nicht. Womöglich gibt es sie auch garnicht mehr. :oops: Oder eine Art Tagebuch, das ich für mich & meine Reflektion nutzen kann.
05.09.2022
13:54 Uhr
Hallo Lilly, Ich wünsche euch , das es gut und leicht funktioniert, mit dem Rauchen aufzuhören. Vom Kopf her ist ja alles klar, fehlt nur noch die emotionale Seite, wenn ich das richtig sehe. Die Hilfe ist ja da, wie ich gelesen habe. Der erste Tag kommt, ohne zu rauchen. ….Und von da an geht es Tag für Tag weiter. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, es lohnt sich
05.09.2022
13:35 Uhr
Hallo liebe espresso, danke für deinen Beitrag. Ja, ich find es furchtbar, es scheint bei jedem so ansatzlos zu klappen. Habe heute das Beratungstelefon in Anspruch genommen und morgen soll Tag 1 starten. Motivation ist da. Hab das Rückrufangebot für Mittwoch ebenso angenommen. Ich werde das packen - chacka. Wenns andre doch auch können
05.09.2022
10:45 Uhr
Liebe Lilly, auch wenn ich eine Pause vom Forum habe, weil tatsächlich wahrscheinlich meine Depressionen, die ich aber schon seit meiner Kindheit habe, wohl verstärkt Hallo sagen, kann ich hier nicht einfach anlesen und gehen. Boah, es berührt mich extrem, weil ich in meiner Schwangerschaft (stabile Phase meines Lebens eigentlich) auch nicht aufhören konnte und mich dafür gehasst habe. Ich hatte es nur geschafft auf 3 - 6 Zigaretten zu reduzieren und mein Kind war das einzige auf der Station, dass sie nicht zur Ruhe gebracht haben. Als sie erfahren haben, dass ich reduziert hatte, weil ich nicht aufhören konnte, haben sie mich zum ersten Mal gebeten, bitte sofort zwei, drei Zigaretten zu rauchen und das Kind zu stillen! Krasse Aussage und mein schlechtes Gewissen war perfekt: Ich hatte für einen Entzug bei meinem Kind, für das ich doch alles tun würde, gesorgt. Dieser hilflose, leichte Wurm war auf Entzug! Ich habe mich gehasst, dass ich als Mutter so versagt hatte, in der Schwangerschaft und nach der Geburt! Ich habe so viel geheult, aber es hat nichts geändert. Wenn du tatsächlich Angst hast, weil du meinst, dass du "depressiv" wirst, setze dich bitte mit deinem Hausarzt/deiner Hausärztin oder Frauenarzt/ärztin zusammen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, den Entzug zu mildern. Ich habe es leider erst jetzt geschafft, nachdem mein Kind ins Studium gegangen ist, mit Pflastern aufzuhören, und das nicht beim ersten, sondern dritten Versuch. Da ich schon heftigere Medikamente nehme und an einigen Erkrankungen leide, die bei einem Entzug leider sehr um Beachtung schreien und ich in Krisensituationen kaum mehr handlungsfähig bin, musste ich vorsichtig und unter Aufsicht von diesem Drecksgift entziehen. Jeder Entzug war auch noch anders, damals und heute. Ich musste den nehmen, der aushaltbar war und einige Abstriche machen, aber das war völlig in Ordnung, weil ich endlich frei bin. Ich wünschte mir, dass ich damals einfach am Ball geblieben wäre und gekämpft hätte, aber ich kann zumindest das Jetzt genießen und mich Heute freuen. Ich wünsche dir sehr viel Kraft und hoffe, dass du es möglichst schnell schaffst! Glaube an dich! Du kannst das! Und zwar nicht nur deinem Kind zuliebe, sondern in erster Linie für dich! Stell dir aber auch vor, wie entspannt es sein wird, wenn dein Kind weint und du nicht auf dem Balkon stehst und noch schnell einen Zug nimmst und noch einen und dann schnell mit letztem Rauch um dich herum rein gehst, um dein Kind zu trösten. Du streichelst einfach mit deiner nicht stinkenden Hand zart über seine Wange und sprichst entspannt mit ihm. - Lächle und geh es an! :teddy: Liebe Grüße Sonja
05.09.2022
09:08 Uhr
bearbeitet:
05.09.2022
09:15 Uhr
Beitrag von gelöschtem User
05.09.2022
08:10 Uhr
Guten Morgen, ich weis, es geht ein Aufschrei durch die Menge. Ohgott, auch noch Schwanger. Ja, ich bin bereits sogar in der 33. Woche. Aber es hilft auch nichts, rumzueiern, sondern ich möchte Ehrlich und offen sein und genau schildern warum ich scheitere, was ich versucht habe, WARUM ich endlich davon los will. Worin meine Angst liegt und das ich glaube ein einfach total Hoffnungsloser Fall zu sein, da ich nach wenigen Stunden immer wieder der Versuche das Gefühl habe ins Depressive zu rutschen und ZACK ist die verda...te Kippe wieder im Mund. Es könnte lang werden, aber ich sitze hier, die Tränen laufen und ich verzweifle schier an mir selber. Kurz zu mir, ich bin 39 Jahre und rauche seitdem ich ca 15 oder 16 bin. Zudem bin ich leider auch noch Adipös mit ca 50kg Übergewicht. Seit ich Schwanger bin, also Februar, hatte ich eine leichte Erkältung. Angesteckt bei meinem großen Kind. Seitdem geht auch der Husten nicht mehr weg. Also ständiger produktiver Husten ohne jegliches Krankheitsgefühl. Ob das nun mit der Schwangerschaft zusammenhängt, kann man sich schönreden. Ich glaube, das Rauchen zollt schlichtweg seinen Tribut. So ehrlich muss man sein, alleine schon zu sich selber. Ja, ich hatte in der 1. Schwangerschaft schon geraucht, stolz bin ich nicht. Was mir aber ganz stark in Erinnerung blieb, war die Depression die mich ereilte als ich aus dem KH bin. Es war furchtbar, mit seiner Sucht in der Wöchnerinnenstation zu liegen und halt nicht " mal eben schnell" eine Rauchen zu gehen. Wie sieht das denn aus ? Jede Stunde in der ich diese Sucht "ausharren" musste, bis Besuch kam um sofort loszutigern nur um zu Rauchen. Ich bin richtig in ein Loch deswegen gerutscht. Sobald dieser Entzug vom Nikotin mehr und mehr wird, desto tiefer sinke ich in ein Depressives Loch. Warum? ich kann es schlichtweg nicht beantworten, obwohl ich mir immer wieder einrede, wie stolz doch alle wären wenn ICH endlich da raus wäre. Stolz sagen zu konnen, ja ich hab es geschafft, ich brauche das nicht mehr. [b]Was habe ich für mich reflektiert?[/b] 1. Es gibt KEINEN triftigen Grund, warum Rauchen so toll ist, wieso ich das überhaupt brauche und auserdem vergifte ICH MEIN BABY!!! . 2. Ich möchte, ich bekomme einen geplanten Kaiserschnitt ende Oktober, entspannt in der Wöchnerinnenstation liegen, ohne den Drang sofort entlassen zu werden, nur damit ich dann Rauchen kann wann ich will, sondern mich fallen lassen, auskurieren und das Wochenbett ohne Gift verbringen. 3. Der Husten muss endlich aufhören. 4. Die Vorstellung wie schön es wäre nicht dauernd an die Zigaretten und seine Sucht zu denken, das Leben ohne Gift zu geniesen. [b]Wann tritt der Griff zur Zigarette auf?[/b] - Morgens direkt beim Aufstehen, Kaffee -> Kippe - Beim Serie gucken, zwischen den Folgen, erstmal auf den Balkon eine rauchen. - Nach dem Essen, der Klassiker, die Verdauungszigarette - Beim geselligen Plaudern vor einem Restaurant z.b. - Allgemein zwischendurch immer mit dem Handy auf den Balkon - Teilweise, jetzt in der SS werde ich dank Blase gegen 4 Nachts/Morgens wach und selbst da muss ich eine ziehen, nachdem ich auf Toilette war. Das kanns doch nicht sein ? :bang: [b] Warum also schaffe ich es nicht, was passiert bei meinen Versuchen - warum scheitert es ?[/b] - Ich schaffe es maximal 5-6 Stunden durchzuhalten (Ausgenommen jetzt die Nacht ca. 7-8 Std) Dann geht es los. Ich sitze z.b. am PC (Derzeit arbeite ich wg Corona nicht in meinem Beruf, bei dem ich aber auch tatsächlich problemlos 6 Std ohne schaffe, da bin ich auch ständig abgelenkt) und ständig greift der Gedankentroll in meinem Kopf zur Zigarette. Es ist wirklich so, ständig dieser Gedanke, jetzt eine Rauchen, jetzt musst du eine Rauchen, du brauchst jetzt eine Zigarette. Umso länger ich ausharre, umso nervöser werde ich in mir selber . Dann sag ich immer, denk an dein Baby im Bauch und dein Husten geht so niemehr weg, selbst das hilft nicht. Wenn ich diese "Du brauchst das jetzt" Phase durchlaufen habe, die, sagen wir 3 Stunden hält, beginnt die nächste Phase, ich werde unruhig, weinerlich, habe das Gefühl ich drehe total durch und verstehe die Situation und mich selber nicht. Es fühlt sich so leer an, obwohl mir das Rauchen ja NICHTS ausfüllt, ausser der Geschmack. Es fühlt sich an wie in der Depression. Ohne wirklich Depressiv zu sein. Mein Fehler war den Zusammenhang zu googeln wo dann natürlich stand, wer schonmal Depressiv war, den erwischt es im Entzug erst recht. Warum ich ? Ich möchte doch einfach!!! nur Rauchfrei leben. Ohne Zwang, ohne weinen, ohne Verzweifeln. Für nichts. Mir ist klar, völlig klar, das ich ohne Kippe nicht sterben werde am Entzug. Im Gegenteil. Mir ist völlig klar, das mein Baby keinen Entzug durchmachen muss, wenn ich es JETZT endlich schaffe. Jeder Tag ist wichtig. Mir ist klar das ich jeden Tag aufwachen kann und der Kaffee auch ohne Kippe gut schmeckt. Wirklich jeder Vorteil liegt so klar vor mir, wie die Sicht am Strand zum Horizon, wo die Sonne aufgeht. Und trotzdem, ich bin Hoffnungslos. Ich bin jetzt am 4. Tag wo ich immer wieder einknicke. Die vorangegangenen Versuche die letzten Jahren mal nicht inbegriffen. Was habe ich bisher Versucht? - Hypnoseclips auf Youtube mit Kopfhörer angehört. - Das 20 Min Video auf YT ebenfalls mehrfach geguckt. - Alleingänge ohne Hilfsmittel - Kaugummis (wobei ich ja keinen Ersatz möchte, sondern total weg vom Nikotin will) - Familie eingeweiht, was ich mittlerweile aus peinlichkeit es nicht geschafft zu haben verworfen habe. Ich mache das mit mir alleine aus. - Trackerapp auf dem Handy, der nur vom Neustart immer wieder profitiert. - Kippen, Aschenbecher alles weggeworfen (nur um Nachts um 3 zur Tanke zu fahren um was neues zu kaufen :x:bang: ) - krankenkassen Programm auch nichts gebracht bzw AOK hat hier in Südbayern nicht wirklich anlaufstellen. - Plätze für Therapien, egal wo, nicht vor 2 Jahren. Langsam bekomme ich das Gefühl, ich bin auf diesem Planeten echt die einzige, die trotz Baby und auch diesem sche..s Husten noch immer nicht den Schuss vom Bug ernstnimmt. Mein Fazit ist also: - Ich bin reflektiert genug zu wissen warum ich es nicht mehr will - Aber mein Kopf hat irgendwo eine Blockade die ich selber nicht verstehe (Ich vermute die Angst vor einer erneuten Depression oder das Gefühl mir fehlt etwas) - Endeffekt: Nach spätestens 6 Stunden wieder eine Kippe und danach direkt wieder die Motivation, ja jetzt wirst du es schaffen. Nur um festzustellen, ich habs halt wieder verbockt. Ich möchte doch "einfach" nur Rauchfrei werden und bleiben. Ich weis nicht mehr weiter.
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