02.05.2026 10:45

Wann wird mir das Rauchen endlich egal…?

20
20Beiträge
03.05.2026
18:13 Uhr
Liebe Isa, die Traurigkeit beim Rauchstopp ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine ganz normale Reaktion deines Körpers und deiner Gewohnheiten. Du kannst sie nicht einfach „wegdrücken“, aber du kannst aktiv etwas tun, damit sie leichter wird: 1. Bewegung hilft sofort Schon ein Spaziergang oder leichtes Training hebt die Stimmung. Bewegung setzt Endorphine frei und reduziert das Verlangen nach Nikotin. 2. Neue kleine Rituale schaffen Oft fehlt nicht nur das Nikotin, sondern auch die Gewohnheit (z. B. Kaffee + Zigarette). Ersetze das bewusst: Tee trinken, Kaugummi kauen, kurz rausgehen. 3. Sprich darüber Behalte die Gefühle nicht für dich. Ein Gespräch mit Freunden oder Familie entlastet enorm. 4. Bewusst durch die Welle gehen Traurigkeit kommt oft in Wellen. Wenn du sie bemerkst, sag dir: „Das geht vorbei.“ Meist hält so ein Tief nicht lange an." 5. Belohn dich aktiv Du sparst Geld und tust dir etwas Gutes – gönn dir bewusst kleine Belohnungen für rauchfreie Tage. 6. Achte auf deinen Körper Genug Schlaf, regelmäßiges Essen und viel Wasser helfen, Stimmungsschwankungen abzufedern. 7. Erinnere dich an den Grund Warum wolltest du aufhören? Gesundheit, Freiheit, Geld, Familie? Schreib es dir auf und lies es, wenn es schwer wird.
03.05.2026
17:45 Uhr
Liebe Nadja, vielen Dank für Deine Antwort. Es ergibt absolut Sinn wenn Du sagst, dass man 30 Jahre Rauchen nicht in 3 Wochen "auslöschen" kann. Ich bin wahrscheinlich ungeduldig, aber natürlich auch traurig, dass es sich nicht wie ein Hype anfühlt, sondern momentan eben wie ein sehr tiefes Low. Ich bin durchaus stolz auf die 3 Wochen, das spüre ich schon, aber glücklich bin ich gerade nicht. Aber wieder anzufangen zu rauchen, ist keine Option. Mir ist absolut bewußt, dass die Stoffe in Zigaretten Ängste eher verstärken, auch wenn man erstmal denkt, "wenn ich jetzt eine rauchen würde, wäre ich sofort entspannter..." Mein Intellekt weiß das alles und das hilft durchaus, aber die Sucht zerrt halt an der Gefühlsfront sehr ordentlich. Schritt für Schritt, Tag für Tag...
03.05.2026
16:17 Uhr
Isa, das klingt gerade wirklich schwer – und gleichzeitig sieht man, wie viel Kraft du schon aufgebracht hast. 21 Tage nach über 30 Jahren zu schaffen, ist kein kleiner Schritt, sondern ein echter Einschnitt in dein Leben. Was du beschreibst, passt sehr gut zu einer Phase, die viele nach dem Rauchstopp erleben, auch wenn kaum jemand vorher darüber spricht: Wenn das Nikotin wegfällt, fehlt dem Gehirn plötzlich ein Stoff, der lange Zeit Stimmung, Stress und Belohnung geregelt hat. Das kann sich genau so anfühlen, wie du es schilderst – traurig, leer, freudlos, sogar mit Weinkrämpfen. Das bedeutet nicht, dass es so bleibt. Es bedeutet, dass dein System gerade dabei ist, sich neu einzupendeln. Und wichtig: Dass dein Husten sofort weg war und dein Geruchs- und Geschmackssinn zurückgekommen sind, zeigt ziemlich deutlich, dass dein Körper schon begonnen hat, sich zu erholen. Innen passiert gerade viel Gutes – auch wenn es sich emotional im Moment nicht so anfühlt. Dass es sich jetzt schwerer anfühlt als am Anfang, ist leider auch typisch. Die ersten Tage tragen oft durch Entschlossenheit und einen klaren Fokus. Danach kommt eher die „leise Strecke“, in der das Alte fehlt, aber das Neue sich noch nicht richtig gut anfühlt. Genau da bist du gerade. Vielleicht hilft dir auch ein anderer Blickwinkel: Du hast dem Rauchen 30 Jahre Raum gegeben. Dein Körper und dein Kopf brauchen mehr als 3 Wochen, um sich neu zu sortieren. Das ist kein Rückschritt – das ist mitten im Prozess. Und noch etwas Wichtiges: Wenn diese Traurigkeit sehr intensiv bleibt oder dich richtig überwältigt, ist es absolut sinnvoll, dir Unterstützung zu holen – z. B. bei deinem Hausarzt oder einer Beratungsstelle. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern kluges Handeln. Du willst frei sein – und du bist gerade dabei, genau das zu erreichen. Auch wenn es sich im Moment eher wie ein Kampf anfühlt als wie Freiheit. Liebe Grüße Nadja :sun-2: :balloonsheart:
03.05.2026
15:34 Uhr
Liebe alle, ich bin absolut gerührt, dass so viele von Euch geschrieben haben. Danke für die Anteilnahme und die Mut machenden Worte. Es hilft, wenn man sich nicht so alleine mit seinen Gefühlen fühlt. Vorallem tut es so gut zu lesen, dass es besser wird, denn manchmal kann ich mir das nur schwerlich vorstellen. Hat vielleicht jemand Erfahrung mit dem Medikament Bupropion? Ich denke darüber nach, eventuell meine Hausärztin zu bitten, mir das zu verschreiben. Ich möchte einfach wieder Freude und Leichtigkeit spüren und nicht immer nur angespannt und traurig sein... Lieber Gruß an Euch alle und erneut vielen Dank für den Zuspruch Isa
02.05.2026
21:39 Uhr
Hallo Isa, ich habe schon ein paar rauchfreie Tage geschafft. Mir ging es ebenso wie dir, wann wird er endlich weg sein - dieser Gedanke ans Rauchen. Ich befürchte so vollständig verschwinden wir der für uns ExJunkis nie. ABER er wird beherrschbar, ich bin gerade bei traumhaftem Wetter mit Frau, Hund und dem Camper auf einem meiner Lieblingsplätze - und vor ein paar Minuten habe ich gedacht 'Hast du den schönen Ascher vergessen?'. Dann kurze Zeit später: War ich total glücklich auch so den Gänsen und Rallen (bestimmt falsch geschrieben) zu lauschen und mein Bierchen zu schlürfen. Es ist kein Verzicht! Akzeptiere einfach den Gedanken ans Rauchen - und gut. Es wird einfacher. Versprochen! Grüße Sbo
02.05.2026
16:37 Uhr
bearbeitet:
02.05.2026
16:44 Uhr
Hallo Isa, du hast schon richtig viel geschafft. 3 Wochen ohne Nikotin! Das ist schon eine besondere Leistung. Jetzt ist es so, dass dein Gehirn 30 Jahre Nikotin, einen süchtig machenden Stoff, zugeführt bekam. Es hat sich ein Suchthirn entwickelt, das die ganze Zeit nur daran denken kann, wieder Nikotin zu bekommen. Das ist jetzt stinksauer auf dich, weil du immer noch nicht rauchst. Anfangs versuchte es, mit Hilfe der auch noch vorhandenen körperlichen Entzugserscheinungen dich wieder zum sofortigen Rauchen zu verleiten mit „Komm, rauch wieder eine. Dann geht es dir sofort besser.“ Das hat nicht funktioniert. Jetzt wird eine andere Masche versucht: „Du bist ja so traurig, so antriebsarm. Komm, rauch wieder eine. Dann geht es dir sofort wieder besser.“ Das Suchthirn hat es jetzt mit seiner bohrenden Stimme geschafft, dich in diese traurige Stimmung zu bringen und fühlt sich schon auf der Siegerstraße. „Morgen habe ich sie soweit zermürbt. Dann bekomme ich endlich wieder mein Nikotin. Juchhu.“ Nur lügt das Suchthirn dich an, wenn es dir verspricht, dass es dir mit der Zigarette wieder besser geht. Leider kannst du mit so einem verbohrten, Argumenten gegenüber verschlossenen Suchthirn nicht über die Vorteile des Nichtrauchen diskutieren. Also verjage es, sobald es sich auch nur nähert. Wenn der Gedanke aufkommt „ich bin so traurig.“, dann ist das nicht dein Gedanke, sondern der deines Suchthirns. Sage ihm sofort z.B. „Hau ab, mir geht es gut.“ Und denke an all die Dinge, die sich durch das Nichtrauchen positiv geändert haben. Du kannst besser riechen, hast du geschrieben. Verscheuche die Stimme, gehe raus, schließe deine Augen und nehme 10 Minuten lang ganz all die unterschiedlichen Gerüche bewusst wahr, freue dich bewusst über die Wahrnehmung "Wow, ist das toll. Ich rieche gerade Jauche vom Bauern, Holzkohle beim Nachbarn ...". Verscheuche die Stimme und mache etwas, was dir gut tut, was du gerne machst. Vielleicht hilft dir diese Sichtweise auf dich und dein Suchthirn, deine Suchtstimme besser mit deiner momentanen Stimmung klarzukommen. Je öfter und vehementer ich diese Suchtstimme in mir zum Schweigen verdammte, sobald ich nur irgendwie ans Rauchen, an Unruhe, an frühere Rauch-Situationen usw. zu denken anfing, desto leiser und weniger ist sie mittlerweile geworden. Und durch alternative Verhalten zum Rauchen (z.B. ein neues Ritual nach dem Frühstück) entfernt sich nun auch allmählich der Gedanke an die Zigarette. Es wird also besser und es lohnt sich, weiterhin nicht zu rauchen. Lass dich von deiner Suchtstimme nicht runterziehen. Du bist ein wertvoller Mensch, der ein Recht darauf hat, nicht rauchen zu müssen. Gsnz liebe rauchfreie Grüße Kyra
02.05.2026
14:00 Uhr
Hallo Isa, da bist du wohl gerade in einem Tal angekommen:smileumarmung: Nach 31 Tagen passiert das häufiger. 3 Jahrzehnte Rauchen muss dein Körper gerade ausgleichen. Er bestreitet große Arbeit und es ist verständlich, dass ausgerechnet dann unsere Psyche belastet wird. Hast du denn auch Verbesserungen gespürt? Gab es in den letzten Wochen Nichtrauchertage, die sich gut anfühlten? Hast du mal in der Apotheke nachgefragt, ob sie was gegen die gedrückte Stimmung empfehlen können? Vielleicht ist es dir auch ein kleiner Trost, dass du mit deinem Empfinden nicht alleine stehst. Mitunter kann ein Rauchstopp große Geduld einfordern, weil der Körper alle Schafstoffe entsorgen muss und du gleichzeitig auch noch andere Wege finden musst, um die schnelle Belohnung durch neue Rituale zu ersetzen. Ja, schau dich gern in den Monatszügen um. Du kannst den nehmen, der dir am besten zusagt. Jedenfalls bist du überall eingeladen und gern gesehen. :balloonsheart: Liebe Grüße von Monika
02.05.2026
10:45 Uhr
Hallo, ich heisse Isa und bin heute seit 21 Tagen rauchfrei. Vorher habe ich über 30 Jahre geraucht. Meine Hauptmotivation ist es, mich frei und unabhängig zu fühlen. Aber auch, mein zum Schluss heftiger Husten, der mir sehr viel Sorgen bereitet hat. Der Husten verschwand an Tag 1. Riechen und schmecken, alles besser. Aber ich bin wahnsinnig traurig und freudlos. Alles erscheint trist und wenig erstrebenswert. Manchmal habe ich regelrecht Weinkrämpfe. Ich dachte, es wird jeden Tag ein wenig besser und leichter, bis mir das Rauchen gar nicht mehr fehlt. Nun stelle ich fest, dass es immer schwerer und schwerer wird und frage mich wohin das führt? So fühlt es sich nicht schaffbar an. Ich will unbedingt, aber es frisst all meine Kraft
Hilfe

Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.