Liebe Sabine,
erstmal tut es mir leid, daß Du gerade so viel Streß hast. Und nicht weinen, Sabine.
Du brauchst Dich aber nicht schämen. Weißt Du, vielen Aufhörwilligen ist es nicht vergönnt, von dreißig Stück am Tag auf Null runterzufahren und das für den Rest ihres Lebens. Manche fangen irgendwann nach Jahren wieder feste das Qualmen an (so war´s bei mir...), anderen kommt in der Entwöhnungsphase einmal oder auch immer wieder mal eine Kippe in die Quere... Das ist nichts weswegen sich jemand schämen müßte. Die Sucht ist extrem stark und versucht uns wieder reinzureissen wo sie nur kann. Das ist aber nicht Deine Schuld, sondern die der Sucht.
Du brauchst auch nicht enttäuscht von Dir zu sein. Jeder nicht gerauchte Tag ist ein Gewinn, also hast Du schon 17 Gewinne in der Tasche. Das ist nun wirklich keine enttäuschende Leistung, findest Du nicht?
Und nun bist Du also einmal gestolpert. Aber Du bleibst nicht liegen. Du hörst immer noch auf. Du rauchst nicht weiter, Du willst immer noch rauchfrei werden. Also - komm mit uns mit, wir hören weiter auf. Weiter gehts.
Was Du mit dem Zähler machen sollst, ist im Prinzip Deine Entscheidung. Denkst Du es würde Dich motivieren, ihn zurückzustellen, Dir Mahnung und Ansporn sein? Dann stell ihn zurück. Denkst Du jedoch, es würde Dich zu weit zurückwerfen? Und - was ich mir für Dich wünsche - kannst Du Dir die eine Zigarette verzeihen, sie aber gleichzeitig als Erfahrung im Hinterkopf behalten, die Du nicht wiederholen willst? Dann laß ihn wo er ist. Entscheide Du es für Dich...
Aber es geht weiter Sabine! Ein Ausrutscher ist kein Grund, das Unterfangen Rauchfreiheit abzublasen. Du hattest Deine guten Gründe, aufzuhören, die hast Du immer noch, und Deine Position ist dadurch nicht geschwächt. Also komm weiter. Du kannst das. Es drückt Dich
die Miez