Liebe Seiltänzerin,
also auf Deine Frage ob man Rauchgeruch "ausdünstet": Ja klar. Stoffwechsel und Entgiftung passieren ja auch über die Poren der Haut. Rauchen ist eine Sucht, die praktisch überall im Körper hinkommt, jedes Organ, somit ist natürlich auch die Haut betroffen. Auch die Körperchemie ist nachhaltig verändert, was ja auch in die natürlichen Körpergerüche eingreift, also - ja, man dünstet auch aus, wenn man raucht.
Der Rauch selber krabbelt aber auch überall rein; ich merke das heute noch, daß sogar die Unterwäsche müffelt, wenn man sich in Raucherkreisen bewegt...
Diese Ablehnung der Gerüche, die Du beschreibst, kenne ich auch von mir her. Es war mir ganz und gar unangenehm zu rauchen, ich war von mir selber abgestoßen, schämte mich für den Geruch meiner Jacke, habe geruchstilgende Seife benutzt... ich sehe dahinter, daß Dein Leidensdruck steigt, daß Du Dich stückchenweise weiter vom Rauchen entfernst. Daß Du zuläßt, die Nachteile zu registrieren und nicht mehr, daß die Sucht sie verdrängt. Laß es weiter zu Seiltänzerin, spüre wie Dir das Rauchen zum Nachteil gerät. (Denn Du mußt ja davon ausgehen: Das was Du bei anderen Rauchern inzwischen wahrnimmst - so riechst Du auch!)
Tja, was macht der Rauch Stand heute mit mir... Also wenn ich mal so einen kurzen Flash von "früher hättest Du jetzt eine geraucht" habe (was wirklich nur mehr Flashes sind, keine Schmacht mehr), dann nie, wenn ich Rauch rieche. Nachgewiesenermaßen nicht mal, wenn die Zigaretten vor mir liegen. Das reizt mich so gar nicht mehr. Im Gegenteil, dann bin ich für mich froh, daß ich es los bin. Wundere mich, wie ich es selber so lange zulassen konnte. Triggern tut er bei mir gar nichts mehr. So mein Empfinden, doch da hat natürlich auch jeder sein eigenes. (Deswegen bin ich schon gespannt auf weitere Beiträge auf diesem Thread. Finde das Thema interessant, daher danke für die Anregung Seiltänzerin.)
Ich wünsche Dir einen alsbaldigen erfolgreichen Ausstieg! Viele Grüße,
Lydia