19.07.2026 09:42

Auf der Suche

34
34Beiträge
25.07.2026
07:24 Uhr
[quote=wesergirl | 24.07.2026 08:21] Ja, krass, fand ich auch. Noch rauchend hätte ich vielleicht gedacht: Tolle Idee. Aber jetzt, einfach nur krass. Aber ich hatte ein ähnliches Procedere nur ohne Gummihandschuh. Ich bin so froh, dass das vorbei ist. [/quote] [quote=DasKaterliesel | 24.07.2026 22:28] Danke, danke! Ich kenn den Gummihandschuh seit vielen Jahren :oops: Der war mir genauso peinlich wie das rauchen selbst...(....aber auch sehr praktisch 😬🙈) Bin froh, ihn los zu sein und hoffe, dass der Untermieter ihn mir nie wieder überstreift. [/quote] Hallo wesergirl, hallo Katerliesel, selbstverständlich auch allen anderen hier lesenden ein herzliches hallo, also, ich vermute mal, dass es mit meinem Beruf zu tun hat, warum ich noch nie in meinem Leben mit Latex- oder Vinylhandschuhen geraucht habe. Als Alten- und Krankenpfleger hab ich die Teile pro Arbeitstag gefühlt 100 Mal an, was natürlich nicht stimmt. Die Zahl 20 ist da schon realistischer und authentischer, was den Durchschnitt an Arbeitstagen angeht. Und dann gibt es da ja noch große Unterschiede, in welcher Schicht man ist und in welcher Einrichtung bzw. welcher KH Station man arbeitet. Aber mit den Teilen rauchen??? Nee, pfui deibel, det wär mir nischt jewesen. Ich bin einfach nur immer froh, wenn ich die Teile nach einer erledigten Arbeit auch wieder ausziehen, in den Müll werfen und mir dann meine Hände desinfizieren kann. Euch allen eine gute Zeit wünschend, bleibt stark, bleibt tapfer, Daniel
24.07.2026
22:27 Uhr
bearbeitet:
24.07.2026
22:28 Uhr
Danke, danke! Ich kenn den Gummihandschuh seit vielen Jahren :oops: Der war mir genauso peinlich wie das rauchen selbst...(....aber auch sehr praktisch 😬🙈) Bin froh, ihn los zu sein und hoffe, dass der Untermieter ihn mir nie wieder überstreift. Das Murmel hat ne Latexallergie...egal... Ich bin rauchfrei...und lebe im Moment 🙏🏻 55....klingt fein....mal wieder... :birthday: :cat: Ich wünschte ich könnte es endlich glauben.
24.07.2026
08:21 Uhr
Ja, krass, fand ich auch. Noch rauchend hätte ich vielleicht gedacht: Tolle Idee. Aber jetzt, einfach nur krass. Aber ich hatte ein ähnliches Procedere nur ohne Gummihandschuh. Ich bin so froh, dass das vorbei ist.
23.07.2026
19:54 Uhr
Hallo allerseits, an der weiter wachsenden Rauchfreiheit zu arbeiten ging heute mal abgesehen von drei oder sogar vier kurzen Momenten relativ easy. Die oben zitierten Momente waren auch weniger Lustattacken im Sinne von "Oh Gott, ich würd jetzt gerne rauchen" sondern eher triggernde Routinen, Dinge die ich tägliche tue, bis vor 8 Tagen stets begleitet von einem Zigarillo. Ich habe weder einen meiner Zahnstocher zum drauf herum kauen gebraucht, noch einen Kaugummi und selbst meine "Kugelschreiber-zigarette" konnte im Etui bleiben. Die Kugelschreiber-Zigarette will ich mal kurz erklären. Ich habe einen alten Kugelschreiben einfachster Bauart aufgeschraubt und komplett von allem Innenleben und Clip befreit. Daduch erhielt ich zwei Hüllen, die im Durchmesser annähern meinen Zigarillos entsprechen, annhähernd soviel wiegen, sodass meine Hände bei schlimmen Attacken zusammen mit dem Mund tun können, was sie früher taten, nur dass ich nun simpel Luft inhaliere. Die Kugelschreiber-zigarette ist sozusagen der Strohhalm-Tipp verfeinert. Bleibt alle tapfer, bleibt stark, habt eine gute Zeit, Daniel
22.07.2026
16:25 Uhr
Hallo allerseits, im Vergleich zu gestern war der Tag heute tatsächlich richtig easy. Okay, früh morgens war ich noch etwas stärker gereizt. Allerdings wurde dieseGereiztheit immer schwächer und schwächer und ist nun, um 16:19 Uhr einer gewissen Entspannung gewichen. Deutlich sichtbar wird mein Rauchstop mittlerweile bereits bei meinen Taschentüchern. Ja, ich gebe es zu, ich bin Old-School, ich benutze nach wie vor Stoff Taschentücher, des Umweltschutzes wegen. Und diese Stofftaschentücher jeden Zag ein frisches, sind mittlerweile deutlich weniger belastet, verschmutzt. Soviel von mir dazu, habt alle eine gute Zeit, bleibt stark, bleibt tapfer, nur so können wir alle gewinnen.
21.07.2026
05:26 Uhr
Auf der Suche ... nach Ablenkung und auf der Suche nach der Wahrheit. Ich hoffe es wird mir nachgesehen, aber das Schreiben hilft mir. Ich hatte früher gerne Katzen, hatte drei, zwei Kater namens Hector und Berlioz und eine Kätzin, Marie. Wir hatten unser eingespieltes Leben in Berlin, in einer Wohnung im ersten OG in einem recht grünen Viertel im südlichen Tempelhof. Hector und Berlioz waren jeden Morgen die ersten neben mir, wenn ich aufstand und in die Küche ging. Dort drehten sie sich maunzend jeden Morgen vor mir als wollten sie mir sagen: „Guck mal, wie schlank Hunger macht.“ Marie, ganz Dame kam immer erst später irgendwann angetüffelt, aß ein paar Bröckchen und sprang dann auf ihren Stammplatz auf einem Fensterbrett im Wohnzimmer. Eins Tages war Marie urplötzlich verschwunden. Normaler weise ging sie nie raus, im Gegensatz zu ihren beiden Brüdern, die ich im Verdacht hatte, draußen in den Gärten mit anderen eine Gang gebildet zu haben. Ich war stets darauf gefasst, dass sie eines Tages mit Bomberjacke und Baseballkäppi mit nach hinten gedrehtem Schirm wieder von ihren Streifzügen heimkehrten. Nicht so Marie. Die lag stets auf ihrem zugegebenermaßen eigenem Fensterbrett, es gehörte ihr, niemand anderem, selbst ihre beiden Brüder trauten sich nicht, sich daraufzusetzen. Und doch war das Fensterbrett zwei Tage lang leer geblieben. .Ich habe überall nach ihr gesucht: in den Büschen, in den Gräben am Straßenrand, in allen Gärten der Nachbarn, bis ich dachte das Unvermeidliche sei passiert. Nach zwei Wochen, mit vielen Stunden intensiven Suchens begann ich, mich mit dem Unvermeidlichen abzufinden. Wieviel ich in dieser für mich doch psychisch belasteten Zeit geraucht habe, könnt ihr euch sicherlich alle selbst vorstellen. Immerhin ging es mir um Marie, meine Marie. Hector und Berlioz waren nach wie vor jeden Morgen um mich herum, beglückten mich manches Mal auch mit etwas mehr Natur als mir in meiner Wohnung lieb war. Sie brachten mir Mäuse und Ratten stets lebend ins Haus, um mir zu zeigen, wie elegant sie beide töten konnten. Angesichts dieser Rüpel vermisste ich meine Marie stets noch einmal mehr. Dann setzte ich mich stets an meinen Schreibtisch, blickte auf das leere Fensterbrett und versuchte vergeblich, meinen Schmerz, meinen Verlust wegzurauchen. Eines Tages ging ich dann an die Schublade unter dem Bett, um saubere Bettwäsche zu holen. Und dann tauchte sie auf, Marie, meine Marie, kroch aus dem Raum zwischen den Schubladen in die geöffnete und von dort an mir vorbei in den Raum. Ganz lässig trat sie aus der Schublade, es fand ein großes Dehnen statt und gab mir erst einen schönen "ich bin tiefenentspannt-Blick", gähnte dann herzhaft während ihrem Katzen-Thai-Chi. Dann schlenderte sie an mir vorbei und sah mich an, als wäre ich ein Vollidiot. Es folgte die übliche Aufwachroutine, an ihrem Lieblingsplatz am Fenster zu sitzen, um draußen fünf Minuten lang alles zu betrachten und für in Ordnung zu finden. Von da aus ging sie zur „Katzentankstelle“, um nachzutanken, naschte ein paar Bröckchen aus dieser und ein paar aus jener Schüssel, Bröckchen, die sie stets mit ihren Krallen aufspießte um sie dann elegant zu essen. Ich folgte ihr mit offenem Mund, rauchend natürlich, weil grübelnd, ob sie nun die ganze Zeit dort gewesen sein konnte, ohne dass ich es bemerkt hätte. Nach fünf oder sechs Bröckchen hatte sie auch schon wieder genug, ging zu ihren Brüdern, drängte sich zwischen diese in den Korb auf der Schrankwand und schlief mit ihren Brüdern im gemeinsamen weichen Bett, bekannt als das Wohnzimmer meiner Katzen, für dessen Ordnung und Sauberkeit sie schließlich mich als hauswirschaftendes Faktotum hatten. Offensichtlich aus Sorge, dass sie auf irgendeine Weise krank sein könnte, um sie genau im Auge zu behalten, beschlossen ihre Brüder sich drei Stunden Ruhe und Zeit zu nehmen, bevor sie wieder für die tägliche Nachbarschaftspatrouille begaben, um die terretorialen Markierungen zu überprüfen und ihrer Schwester eine frische Wühlmaus mitzubringen. Inzwischen hatte ich realisiert, dass Marie nur einen zweiwöchigen Katzenurlaub von ihrem sonst ach so harten und zerstörten Leben genommen hatte. Nein, dachte ich bei mir, nein Frolein, so nicht, nicht mit mir. Also ging ich ins Schlafzimmer und räumte meine Schubladen um. Doch was war das jetzt? Ein kratzendes Geräusch hinter mir, da war sie wieder, seitlich versetzt hinter mir, neben der Urlaubsschublade mit der Strand- und Badekleidung, lässig mit der Pfote daran kratzend und mich ansah mit dem Wort: Das ist KEINE Anfrage, mein Herr, das ist ein BEFEHL, ich will JETZT zurück in die Schublade! AUF KEINEN FALL!! dachte ich bei mir. Das machst du nicht nochmal mit mir, dafür sorge ich. Es folgte das übliche Prozedere, die lange, harte Starre-Session, Auge in Auge, keiner von uns beiden eine Miene verziehend, die ich diesmal unbedingt gewinnen wollte. Aber ohne Zweifel würde ich verlieren, und das tat ich auch. Mein Mariechen brauchte nur zwei Minuten, dann hatte sie bereits wieder gewonnen. Ich räumte ihr ihren Urlaubsplatz wieder frei und zog mich, ganz Verlierer, still rauchend an meinen Schreibtisch zurück. Würde ich all diese Situationen heute auch ohne Zigarettenkonsum durchleben können? Ja, auf jeden Fall. Vielleicht nicht unbedingt in den ersten drei Monaten der Entwöhnung, da müsste man dann doch schon sehr hart gegen sich selbst sein und wäre sicherlich sehr nahe am ein oder anderen sicher verzeihlichen Ausrutscher. Aber rein threoretisch betrachtet, hätte ich alle diese Situationen auch gut ohne Tabakkonsum schaffen können. Schließlich wurden wir ja alle Mal als nicht rauchende Wesen geboren.
20.07.2026
22:07 Uhr
Hallo Bolando, herzlichen Dank für dein Feedback. Tja, der Rauchteufel, er erwischte mich auf der Arbeit, meiner Arbeit die ab Sommer 2020 fürchterlich wurde, weil sowohl physisch als auch psychisch extrem fordernd. Der Ursprung meiner Krankheit ist ganz klar und eindeutig inmeiner langen Raucherkarriere begraben. Das fing 2015 mit immer schlimmer werdender pAVK an und mündete dann 2024 schließlich in zwei Jahre währendes Ulcus Cruris venosum, beidseitig. Nach zwei Jahren waren dann rechts die Weichteile soweit geschädigt, dass eine Oberschenkelamputation durchgeführt werden musste. Soviel dazu. Heute bin ich weiter rauchfrei geblieben, somit stecke ich seit etwa 2 Stunden im fünften Tag. Ich war teilweise sehr gereizt. Von Gelassenheit war weit und breit nichts zu sehen, was aber fair ist, verständlich ist. Ich gehe jtzt ins Bett, habt alle eine gute Zeit und maximale Erfolge, Daniel
19.07.2026
18:09 Uhr
Hallo Daniel, ich freue mich immer, wenn ich Leute treffe die ich mal gelesen habe und dich habe ich in meiner Anfangszeit hier und da und auch gerne gelesen. Es tut mir leid, dass du dem Rauchteufel wieder auf den Leim gegangen bist und nun deine Krankheit auch damit in Verbindung bringen musst. Aber damit ist doch noch nicht Alles zuende. Nutze die Chance durch erneutes Nichtmehrrauchen deine Lage zu verbessern. Dazu wünsche ich dir das Allerbeste. Gruß von Bolando
19.07.2026
13:25 Uhr
Es ist so klasse, dass Du wieder hierher gekommen bist, in das weltbeste Forum für Rauchaussteiger. WElcome back.:flowerorange: Ich habe 2018 aufgehört zu rauchen und hatte mich zweimal wieder abgemeldet aus dem Forum. Du bist seit 2016 dabei und auch 2020 noch einige Beiträge von Dir gefunden. Interessanterweise sind wir beide wohl zeitlich etwas aneinander vorbeigegangen, aber ich kennen Dich sehr wohl als Referenz aus anderen Beiträgen "Daniel, der Pläntnerwälder, Rezept von Daniel ... " Dein Beitrag hier im Deinem WZ ist eine bewegte und bewegende Geschichte. Umso mehr respektiere ich Deinen Entschluss wieder an Deinen Rauchstopp anzuknüpfen. Wird es leichter oder schwerer werden, mit den zusätzlichen Erfahrungen? Es ist eine koplett neue Situation, aber die [b]Zeit [/b] ist ein seltsames Konstrukt; da vergehen Jahre, aber gefühlt könnten es rückblickend auch nur zwei, drei Monate gewesen sein. Ich vermute, dass Dir die Erinnerung an Deine rauchfrei Zeit helfen wird, schneller wieder in die Gelassenheit zurückzufinden, alleine deshalb, weil Du weißt, dass sie kommen wird. Hast Du vielleicht auch Lust mit in den Juli-Zug einzusteigen? hier ist eine Abkürzung https://www.rauchfrei-info.de/forum/gemeinsam-aussteigen-die-monatszuege-23/-12101/ ich freue mich auf neue Beiträge von Dir LG Paul
19.07.2026
09:42 Uhr
bearbeitet:
19.07.2026
15:43 Uhr
Hallo und guten Tag allerseits, da bin ich dann auch mal wieder, mit korrigiertem Rauchstopptag, denn im ersten Jahr der Covid-Pandemie (2020) wurde ich rückfällig. Der ein oder andere der ganz altgedienten mag mich hier vielleicht noch kennen oder mag es vielleicht auch nicht. Fakt ist, seit dem 16.07.2026 20:15 Uhr bin ich nun also wieder rauchfrei. So bin ich nun also wieder auf der Suche. Auf der Suche nach dem Spaß, der sich nach drei Monaten als Nicht-mehr-Raucher damals bei mir einstellte. Auf der Suche nach all den schönen olfaktorischen Erlebnissen, die ich damals als Nicht-mehr-Raucher hatte. Nach meiner Gesundheit ... brauche ich nicht mehr zu suchen. Die ist dahin. Das habe ich mir selbst zuzuschreiben, als ich 1978 als Lehrling meine ersten Zigaretten rauchte. Nach der Gelassenheit könnte ich noch suchen. Die hatte sich bei mir damals als Nicht-mehr-Raucher auch irgendwann eingestellt. Nicht urplötzlich, nein, die kam ganz leise und heimlich in mein Leben geschlichen. Nun sitz ich hier wie einst 2016, fange wieder ganz von vorne an. Im Zigarettenetui liegen nun wieder Kaugummistreifen (ohne Zucker), Zahnstocher und die alte Vorderhälfte meines Kugelschreibers, den ich damals zu meiner Ersatzzigarette gemacht hatte. Es ist die Hülle des Kugelschreibers, ohne Miene, ohne irgendwelches Innenleben, ich kann sie wie einen Zigarillo halten, daran ziehen und reine Luft inhalieren. Der Stressball zum Knautschen in den Händen liegt wieder im sauberen Aschenbescher, zusammen mit dem aktuellen Blatt des 100tägigen Kalenders, den ich mir damals trotz allem aufgehoben hatte. Rauchpausen mit Kollegen? Gibt es seit Sommer 2024 nicht mehr für mich, als ich krank wurde und dann leider krank blieb. Was dazwischen kam, zwischen Sommer 24 und Sommer jetzt kann ich kurz in wenige Worte zusammen fassen: sehr schmerzhafte Konsequenzen einer langjährigen Raucherkarriere, verbunden mit etlichen Krankenhausaufenthalten und Operationen einschl. Oberschenkelamputation. Nun sitze ich hier zu Hause, seit Sommer 2024, mittlerweile aber halbwegs genesen. Am 30.07. geht es dann erst mal in die Reha, um dort ... nicht nur zu suchen, sondern auch um Laufen zu lernen. Das klassische Raucherbein. Mein rechtes Bein habe ich der Tabakindustrie geopfert. Ich glaub das reicht jetzt erst mal für den Anfang. Ihr konntet einen kleinen Eindruck gewinnen wer ich bin und warum und wieso. Ich wünsche uns allen maximale Erfolge, Daniel
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