05.06.2026
14:11 Uhrbearbeitet:
05.06.2026
16:38 Uhr
Ihr Lieben!! :oops:
Ich bedanke mich sehr sehr herzlich bei Euch für Eure Glückwünsche und Einträge in meinem Wohnzimme zu meinem ersten geschafften Jahr:balloonsheart:
(etwas verspätet, war im Urlaub und hatte dort kein Netz):
Lieber Ralf:
Du hast in diesem letzten Jahr immer an mich geglaubt, und das obwohl wir uns gar nicht persönlnich kennen. Das hat mich getragen. Und ich weiss es gibt eine Chemie über das Netz:flowers: und uns verbindet natürlich auch die zweisame (letzlich zweisame) REise in unserem Junizug 2025, in welchem nur wir beide verblieben sind und nach wie vor reisen. An dieser STelle ein ganz ganz dickes Danke an Dich!! :balloonsheart:Ich hoffe wir hören immer mal wieder voneinander.
Lieber Klaus: Deine Unterstützung und Deine lieben Worte waren für mich zu Beginn meiner Rauchfreiheit, genauer die ersten drei Monate, einfach nur Gold wert: ich habe zunächst wichtige Inforamtionen erhalten, dann wiederum über den Äther das Gefühl, dass Du sowohl sehr stark bei mir (wie auch bei all den anderen Newbies bist: mit Deiner Aufmerksamkeit, Deiner Empathie, Deinen lieben und aufbauen Worten in schwierigen Momenten und nicht zuletzt mit dem Teilen Deiner eigenen Reise (Dein Tagebuch!!! Ich habe es gefressen:nikotinteufelch).
Und auch jetzt erneut ein Jahr später schreibst Du mir:balloonsheart: Ich danke Dir von ganzem Herzen für Deine Unterstützung hier im Forum!!
Liebe Christin, natürlich möchte ich mich auch bei Dir für Deine Unterstützung im Zug und im Forum/Wohnzimmer bedanken:balloonsheart:. Deine Zeilen im Zug und an mich im Wohnzimmer haben mich immer sehr berührt, auch wenn Du wie Du selbst geschrieben hast, Dich eher zurücknimmst.
Liebe Alle, es gab Fragen an mich wie es sich jetzt so anfühlt und wie meine Reise so war: liebe Uta, ganz lieben Dank für Deine Zeilen:flower: Ich blicke jetzt mal ein bisschen zurück, auch wenn es nicht alles beschreiben wird: Die ersten drei Monate waren gelinde gesagt einfach nur fürchterlich: Ich hatte 35 Jahre geraucht und noch nie einen Aufhörversuch unternommen. Die Zigarette geörte zu mir, fast schon wie ien KÖrperteil. Ausgestiegen bin ich mit Hypnose: ich glaube ohne hätte ich die ersten 24 Stunden nicht geschafft. Solange war ich seeeehr ruhig und davon überzeugt ich bin jetzt Nichtraucherin:wink:
Aber: es folgten zwei Wochen heftiger
Entzug mit Kopfschmerzen, Brainfog udn Schlaflosigkeit . Und dann : Mir machte nichts mehr Freude, ich hatte schon wirklich Sorge, dass ich jetzt in eine Depression gerutscht wäre. Ich vermisste meine Freundin, die Zigarette, das Craving war teilweise gefühlt unhaushaltbar und ich bin viele male aus der Wohung/ vom Balkon in die Bewegung geflohen. Runden um den Block nachts oder früh am Morgen um 5 Uhr: es war alles dabei. (ich habe hier bisschen mehr im Junizug 2025 dau geschrieben): Es gabe viele gefährliche Momente: Enttäuschungen in Freundschaften, Streit mit dem Partner, Ärger in der Arbeit, manchmal auch einfach nur Langeweile oder die Sehnsucht nach den schönen Momenten mit IHR :nikotinteufelch: nach bestandenen Aufgaben, in schönen MOmenten draussen und und und. Das tägliche Lesen und Schreiben im Forum war fast wie ein Ersatz für sie und hat mir hier seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr geholfen!!
Ich habe in 2025 auch das Trinken von Alkohol aufgehört. DAmit war es glaube ich deutlich leichter ohne klar zu kommen.
Die schlimmste Prüfung meiner Nichtmerhrraucherreise kam als meine geliebte Omi, um die ich mich die letzen Jahre gekümmert habe vor jetzt fast 6 Monaten, im Dezember 2025 gestorben ist: es war schier fast nicht auszuhalten, und soo brutal schwer nicht zur Zigarette zu greifen. (auch wenn ich zuächst anders geschrieben hatte) In dieser Phase habe ich einmal zum Telefon gegriffen und die BGZA angerufen: das war sehr hilfreich, weil Sie mir das Angebot gemacht haben ich könne jederzeit, täglich, auch mehrmal anrufen. WOW!! An diese Stelle auch ein grosse DAnke dafür:butterflyflower.
In dieser Phase hörten die Gedanken an Trotst und Rauchen aber nicht wie sonst wieder auf: zur ganzen Trauer musste ich mich gegen das wirklich extrem starke Craving wehren. Solche intensiven Gefühle können das Suchtgedächtnis wohl extrem reaktivieren. Ich hatte teilweise das Gefühl gerade mal zwei Tage aufgehört zu haben. An dieser STelle RAlf: nochmal Danke für Deine schlichte und sehr klare Art die Dinge zu betrachten:oops::x.
Ich habe leider auch ca 5 Kilo zugenommen, obwohl ich viel Sport mache. Der Zuckerkonsum in Form von Kuchen war zu Beginn und ist es auch jetzt ab und zu noch einfach ein halbwegs moderater ERSATZ für den fehlenden Kick im Kopf. Der fehlt mir bis heute. Da gibt es nichts schönzureden. Die Entspannung, das Wachmachen. das Pausenfüllen, und und und. Ihr wisst ja wovon ich rede.
Das Nikotin hat eine Wirkung, die jetzt einfach fehlt. Das ist wohl weiterhin auszuhalten, in manchen Momenten.
Nach einem Jahr bin ich nicht mehr depressiv und freudlos, das hat sich, wie im Forum oft versprochen und gelesen,normaliesiert!!
Neulich sass ich mit weiteren 6 NIchtmehrrauchenden beim Schafkopfspielen und ich war stolz, totoal stolz: auf mich, auf meine MItspielenden, auf alle hier im Forum dies es wagen!! jetzt nach einem Jahr, vermisse ich die Zigarette kaum mehr, es kommen immer wieder mal Situationen in denen der Gedanke aufkommt, jetzt wäre es schön. Das geht aber auch wirklich wieder schnell vorbei und es ist nicht mehr so wahnisinnig stark im Körperverlangen drin. Irgendwie nur noch im Kopf und viel viel leichter als am Anfang. Das einzige was ich bis heute nicht gut kann ist telefonieren: ich habe früher stundenlang telefoniert und dabei geraucht. Diesen Trigger bekomme ich bisher nicht umgemodelt.
Mein Leben fühlt sich insgesamt schon anders an: ich denke dass ich mit der Zigarette über Jahrezehnte auch etwas kompensiert,zugedeckt habe, was möglicherweise tiefer liegt. Ich kann es noch nicht genau benennen, vielleicht ist sowas wie ein früher fehlender Halt. Das ist etwas was ich mir schon noch genauer, Stück für Stück und langsam anschauen möchte.
Ich stricke jetzt. Meine Omi hat immer gestrickt: es verbindet mich mit ihr und es gibt mir Halt. Wenn mir langweilig ist, ich zornig bin, traurig bin oder runterkommen muss. Es hilft mir sehr und nebenbei kommen tolle Projekte dabei raus. Der Gedanke an meine Omi hilft auch sehr beim Stark bleiben: Sie hätte es sich sehr gewünscht. Sie war schon als ich aufhörte sehr stolz auf mich.:oops: Ich denke hier muss jeder/jede seinen WEg finden.
Bergauf und beim Radlen: es ist schon sehr GEIL wie leicht das Luftbekommen ist, so gänzlich ohne Stress:P
Geschmack: kein Rauche weiss wie sensationell Salatblätter schmecken. Also, auch das ist das ist ein echter Gewinn im neuen Leben:butterflyflower
Liebe Uta, liebe Paola, auch einen ganz lieben Dank an Euch, die ihr mich begleitet habt und begleitet:rose:
Liebe Kyra, liebe Eva, vielleicht hilft es Euch ein bisschen was ich hier schreibe, wer weiss:P
Es ging in Summe schnell. Dieses erste Jahr ohne Rauchen.:riesengrinser: Und ich bin gerne hier, wenn auch nicht mehr ganz so oft...
Mal sehen was noch kommt.:balloonsheart:
Liebe Grüße an Euch alle aus München.
Lucia