12.06.2025 11:57

Der Wolf hinter der Tür

48
48Beiträge
17.06.2025
22:06 Uhr
[quote=Lieselotta] Hallo zusammen, hallo AdriAHne, auch ich habe meinen Wolf in ein dunkles Zimmer gesperrt. Allerdings hat er sich heftig gewehrt, und er hat ein Teil von mir herausgerissen und mit sich genommen. Nun klafft eine große Wunde in mir. Diese muss nun heilen. Ich denke, das fehlende Stück ist nicht wirklich zu ersetzen, aber ich hoffe, die Wunde heilt vollständig ab. Und andere Teile von mir können die Aufgaben des fehlenden Teils übernehmen. Die Narbe wird mich lehren, wachsam zu bleiben. Viele Grüße Heike [/quote] Hallo Ich weiß genau was du meinst... Und ich kann dir versichern die Wunde wird heilen und ja eine Narbe bleibt aber wenn du sie gut pflegst wird sie irgendwann nicht mehr schmerzen und verblassen und du wirst sie kaum mehr wahrnehmen. Den Wolf hinter der Tür kann man nur aussperren aber nicht töten. Aber man kann gut damit leben. Es braucht nur etwas Zeit.
17.06.2025
16:56 Uhr
bearbeitet:
17.06.2025
16:57 Uhr
Beitrag von gelöschtem User
16.06.2025
18:59 Uhr
Liebe AdrIAHne, danke für deine Gedanken. Den Trost als Faktor beim Rauchen hatte ich so explizit noch gar nicht auf dem Schirm. Ich glaube aber, dass das für mich auch ein wichtiges Thema ist. Wollte ich nur mal sagen. Und ein Blümchen fürs neue Wohnzimmer mitbringen. [SIZE=2]:butterflyflower[/SIZE] Und danke, dass du durch diesen Wohnzimmertitel dafür sorgst, dass der WOlf hinter der Tür nicht so leicht in Vergessenheit geraten kann. Bis demnächst :heart: Jani
16.06.2025
15:52 Uhr
Liebe Adriane, ich habe mir 2 schöne Windlichter gekauft um die ich schon lange herumschleiche :D Und da ich lange Freude dran haben möchte bleibt das sture IAHhhh ? Liebe Grüße und danke Caro
16.06.2025
08:48 Uhr
Guten Morgen, ich war ein paar Tage ohne PC und mit dem Handy klappt das Schreiben nicht mehr so. Zunächst dachte ich, lieber Paul, dass deine Frage, wer oder was der Wolf für mich ist, unerheblich sei. Aber offensichtlich war sie das nicht, denn ich habe lange darüber nachgedacht. Es ist die Sucht, die als Verheißung daher kommt. Das Gefühl, jetzt und gleich rauchen zu müssen, ist immer verknüpft mit dem Gedanken, dadurch eine Veränderung des Ist-Zustandes hervorzurufen. Dieses Phänomen gilt also nicht nur für andere Drogen, sondern auch für Zigaretten. Ich habe versucht dem nachzuspüren und kam darauf, dass das tiefe Einatmen des warmen Rauches ganz viel mit Trost zu tun hat. Ohnehin ein generelles Thema für mich. Rauchen tröstet. Es ist wie eine warme Umarmung im Inneren und führt im weiteren zur Erleichterung. Und dann natürlich hat Rauchen ganz viel mit Durchatmen zu tun. Wann zieht man denn so tief Luft ein wie beim Lungenzug? Ich zumindest viel zu selten, weshalb mir am Anfang Atemübungen auch gut geholfen haben das Rauchbedürfnis zu kontrollieren. Und irgendwo ist in meinem Kopf rauchen mit Freiheit verbunden, wie bei so vielen, da hat die Werbung, die es früher gab, durchaus am richtigen Punkt angesetzt. Sehr, sehr kurios, da Sucht das Gegenteil von Freiheit ist. Der Wolf hinter meiner Tür, verspricht mir je nach meiner momentanen Schwäche also Trost, Erleichterung, Freiheit. Kuriosum am Rande: Ich war eine Weile in einer psychiatrischen Akutklinik und da gab es so ca. alle 2 Wochen zum Abendessen unter anderem warmen Grießbrei mit Zimtgeschmack. Und alle stürzten sich darauf und die Schüssel war im Nu leer. Und das, obwohl keiner den Brei wirklich mochte. Aber er hat uns getröstet. Er schmeckte nach Trost und Fürsorge und liebender Mutter.
14.06.2025
16:33 Uhr
bearbeitet:
14.06.2025
16:44 Uhr
Hallo, auch vierbeinige Wölfe sind generell ein Diskussions-Thema ;) Für mich ist die Sucht der Wolf. Klar gibt es illegale Drogen, bei denen eine kontrollierte Verwendung mehr oder weniger ausgeschlossen ist. Zu unserem Thema Nikotin Hier gibt es Menschen, die nur hin und wieder rauchen. Es gibt auch regelmäßige Anwender, die nicht süchtig werden. Wahrscheinlich hat der Stoff Nikotin ein sehr hohes Suchtpotential denn diese „kontrollierten Raucher“ sind sehr wenige. Alkohol wird überwiegend als Genussmittel eingesetzt. Dennoch gibt es Menschen, die damit nicht umgehen können. Wie eine Droge zur Droge wird und warum manche Menschen süchtig werden und andere nicht steht auf einem anderen Blatt Papier. LG Caro
14.06.2025
15:11 Uhr
Hallo Adriane, Was meinst du, wer oder was der wolf ist? Ist er unsere sucht oder ist er die droge? Ich hatte in meinem lotsen- wz das lied "wölfe und Vampire" von hermann van veen gepostet, das finde ich wunderschön, "... nur ein warmes lamm kann einen Wolf verstehen..." Der wolf kann ein bedrohliches tier sein aber er hat auch positive seiten und was seinem opfer angst macht ist für sein rudel überlebenswichtig. Es gibt ja auch die viel zitierte geschichte eines alten indigenen mannes, der davon erzählt, dass in uns zwei wölfe kämpfen, ein guter und ein böser; auf die frage wer gewinnen wird antwortet der mann "der, den wir füttern" Der wolf kann beides sein. Wer oder was ist der wolf für Dich? LG paul https://m.youtube.com/watch?v=TM5xzK9k27s&pp=ygUTV8O2bGZlIHVuZCB2YW1waWVyZQ%3D%3D Wölfe und vampire
12.06.2025
18:39 Uhr
So krasse Storys, die ihr da zu berichten habt. Ich hatte ja nie Raucherträume, so wie manch andere in der Anfangszeit. Aber neuerdings rieche ich ganz oft leckeren Rauch, obwohl weit und breit niemand da ist, der raucht. Und immer wieder mal flüstert er leise hinter der Tür und lockt. Und dann denke ich daran, dass ich die Tür bloß nicht aufmachen darf. Irgendwann vielleicht. Dann schaue ich mir den Kerl an und denke hoffentlich: Was für eine Memme. Aber noch ist es nicht so weit.
12.06.2025
13:57 Uhr
Hallo Zusammen, den Wolf hinter der Tür kenne ich auch- natürlich ist gefährlich - aber nach 7 Jahren glaube ich durchaus , dass ich entspannter aber mit Respekt hinter die Türen blicken kann. Meine Frau raucht jetzt seit 18 Monaten nicht mehr und der Schmacht ist noch immer in regelmäßigen Abständen da. Trotzdem lauert für uns immer wieder und hinter jeder Tür dieses Monster..... bei mir 2004 nach 3 Jahren Rauchstop. Zusammen schaffen wir es Viele sonnige Grüße Rolf
12.06.2025
12:42 Uhr
bearbeitet:
12.06.2025
13:29 Uhr
Oh, was für ein feines, neues Wohnzimmer! Danke dafür! :flowerblue: Der Wolf hinter der Tür....wie passend! Bei mir heisst er ja „Der Untermieter“ und wohnte ca 14 Jahre lang auf einem siffigen Sofa in meinem Stammhirn, bis es mir endlich gelang, ihn vor die Tür zu setzen. Und genau wie dieser Wolf drückte er sich noch ein Weilchen vor der Tür herum. Zeternd, heulend, schmeichelnd...es war nicht leicht dem Stand zu halten, war er mir doch lange ein „Freund & Mitbewohner“ gewesen. Irgendwann verschwad er aber....ward fast nie mehr gesehen. Bis er mir etwa 12 glücklich (!!!) nichtrauchende Jahre später auf einer Party begegnete....EINE Zigarette...oder vielmehr ein durchgerauchter Abend brachte ihn dazu, nun wieder häufiger vor meiner Tür zu lauern. Es dauerte etwas ( -eine tolle Zeit, denn er säuselte mir zu was für ein tolles Gelegenheitsraucherliesel ich doch wäre, und ich glaubte ihm- ?) bis er sein siffiges Sofa wieder bei mir abstellte. Der Tag kam, an dem ich mir wieder die erste Schachtel kaufte...besiegelt! Klappe zu, Falle geschnappt, Nikotinmännchen back in the house :cat: Ich puzzel nun seit einem Jahr am finalen Auszug des Untermieters herum. Das Sofa ist schonmal raus, das steht wohl jetzt im Smokeland. Der Mieter? Grade nicht oft zu sehen...was die Sache nicht ungefährlicher macht. Ich hätte in meiner Zeit als Nichtmehrraucher NIE gedacht, das mir ein Rückfall passieren könnte. Diese Naivität ist nun dahin.... Der Wolf steht (in meinem Fall) vor der Tür...und er hat mit grosser Sicherheit Kreide dabei☝?
12.06.2025
12:27 Uhr
Liebe Adriane Was du da schreibst kommt mir sehr bekannt vor. Die Anerkennung meiner Sucht Erkrankung hat die größte Motivation und die entscheidende Kraft in mir ausgelöst. Wie du es so schön beschreibst lauert der Wolf immer hinter der Tür und wartet geduldig auf seine Erweckung. Als ich das akzeptieren konnte, wusste ich auch, das es keinen Weg für mich als Gelegenheits Raucher geben wird. Zu oft bin ich in der Vergangenheit diesem Irrtum aufgesessen. Es ist der Wolf, das Suchtgedächtnis das mich immer wieder zurück an die Zigarette geführt hat. Ich hatte es früher nicht ernst genommen. Süchtig? Nein....ich doch nicht. Bei mir sind es auch ca 20.000 Zigaretten, die ich nicht geraucht habe. Was für ein Irrsinn! Eben doch süchtig! Ich hoffe, das ich jetzt mit dem Wissen besser damit umgehen kann. Sucht ist ein Gefängnis. Dazu noch eins, in dem der Mensch krank wird und einen langsamen Suizi vollführt. Zumindest eine Art Russisches Roulette. Kaum ein Raucher raucht um krebskrank zu werden. Aber alle nehmen es lächelnd in Kauf. COPD? Auch kein Problem. Dann kann ich ja immer noch aufhören. Es ist schließlich mein Körper! Da hat mir niemand reinzureden. Doch, da gibt es spätestens dann reinzureden, wenn der Arzt die Stirne runzelt und eine CT Untersuchung vorschlägt. Oder schon eine entsprechende Diagnose verkündet. In diesen Momenten ist Schluss mit lustig und die alte Überheblichkeit bricht zusammen wie ein Kartenhaus. Um so besser, das wir es hier gut hin bekommen mit dieser Sucht zu leben und nicht mehr zu rauchen. Darüber bin ich sehr froh. Auch das du und viele andere es geschafft haben. Das ist wunderbar. Liebe Grüße Klaus
12.06.2025
11:57 Uhr
bearbeitet:
12.06.2025
11:59 Uhr
Da ich in einer neuen Phase meiner Nichtmehrraucherkarriere (NMRK) angekommen bin und auch das Forum wieder einigermaßen funzt, nun dieses neue Wohnzimmer. Neue Phase? Laut meiner Nichtraucherapp habe ich 12.005 Zigaretten nicht geraucht. Würde man die aneinanderlegen, wäre es ca. 1km. :|:| Stelle ich mir die Asche und die Kippen vor, wird mir schlecht. Und dennoch sind da solche Momente, in denen mir ganz klar wird, dass es - zumindest für mich - eine lebenslange Aufgabe bleiben wird, nicht zu rauchen. Mein Lebensgefährte - trockener Alkoholiker seit 20 Jahren - formulierte es mal so: Der Wolf lauert immer hinter der Tür. Er verhält sich ganz ruhig. Und es kommt der Tag, an dem öffnest du die Tür, weil du nachsehen willst, ob er noch da ist. Und das ist seine Stunde. Auf die Gelegenheit hat er nur gewartet. Jetzt erst kann ich dieses Bild wirklich verstehen. Er wird umso gefährlicher, je leiser er ist und je sicherer man sich fühlt. Die Berichte derer von uns, die ihm in die Falle gegangen sind, sind so wichtig. So schlimm es auch für die Betroffenen ist: Erzählt es uns. Eure Rückfälle und Ausrutscher können so noch etwas Gutes bewirken. Für mich ist das hier der zweite Versuch. Der erste scheiterte nach ein paar Wochen, weil ich dachte, ich könnte doch Gelegenheitsraucherin werden. Daraus wurden 10 Jahre Suchtrauchen und unzählige Stunden schlechtes Gewissen und Angst. Das will ich mir ersparen.
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