01.05.2026
01:47 Uhrbearbeitet:
01.05.2026
01:52 Uhr
Liebe Paola,
ganz herzlichen Dank für deinen Beitrag.
Eva hat schon vieles geschrieben, bei dem ich ständig heftig genickt habe.
Du kommst als starke selbstbewusste Frau rüber. Bleib bitte so!
Deinem Vorschlag, Alkohol letztendlich als Hilfe beim Nikotinentzug zu konsumieren, möchte ich allerdings widersprechen.
Das wäre ähnlich wie „Mal ein bisschen LSD hilft beim Kokainentzug.“
Ich finde es nicht richtig, den Entzug eines Zellgiftes durch die Zuführung eines anderen Zellgiftes zu bekämpfen.
Stell dir umgekehrt vor, in einem Alkoholikerforum wird Alkoholikern, die abstinent sind und Suchtdruck haben, empfohlen, einfach mal ein paar Zigaretten zu rauchen. Jeder Nichtmehr-Raucher würde bei solch einem Vorschlag berechtigterweise rufen „Auf gar keinen Fall!“ Und jeder Nichtraucher würde davon abraten, eine zu rauchen, wenn der Körper nach Alkohol verlangt.
Alkohol macht zwar nicht so schnell abhängig wie Nikotin. Aber bei labilen Menschen, die aufgrund der Wirkung von Alkohol den Eindruck bekommen „mal am Tag ein Bier oder ein Glas Sekt hilft mir, macht mich locker.“ kann der Alkohol zur Hilfe auch bei anderen Schwierigkeiten benutzt werden, der Konsum zur Gewohnheit werden.
Und der Übergang von Gewohnheit zu Missbrauch zu Abhängigkeit ist fließend. Alkohol ist genauso ein Zellgift wie Nikotin, das auch bei geringem Konsum den Körper schädigt.
Entschuldige bitte diese vielleicht harschen Worte, die sind nicht gegen dich gerichtet.
Nur jeder, der irgendwie mit einem Alkoholiker und all den damit verbundenen Problemen gelebt hat, kann von solchen Ratschlägen nur vehement abraten.
Ich finde wiederum deine Ausführungen total wichtig, dass Gewichtskontrolle nicht neben dem Nikotinentzug weiteren Stress verursachen darf, da ansonsten der Nikotinentzug gefährdet wird.
Dieser Thread möchte auch auf gar keinen Fall irgendwie in diese Richtung Druck aufbauen.
Im Gegenteil:
Es sollen Personen angesprochen werden, die nach dem Rauchstopp ein riesiges Problem mit dem Zuckerkonsum und unkontrollierter Gewichtszunahme haben.
Wir möchten hier dazu Alternativen sammeln, die helfen können, dass man nicht wegen der Gewivhtszunahme bewusst wieder anfängt zu rauchen.
Als ich vor fast 40 Jahren mit dem Rauchen aufgehört hatte, nahm ich danach so viel zu, dass ich ganz bewusst zur Gewichtsreduzierung wieder mit dem Rauchen anfing. Für mich war damals das Immer dicker werden schlimmer als das Rauchen.
Und wenn nur einer Person, die nicht in einer inneren Zufriedenheit mit ihrem Gewicht lebt, die mit einer zu großen Gewichtszunahme einfach nicht klar kommt, die Tipps hier helfen, den Rauchstopp weiterhin durchzuziehen, dann hat dieser Faden schon seinen Zweck erfüllt 😊.
Ach ja, ich werde nicht total auf Süßes verzichten.
Bei uns gibt es am Wochenende wie bei @Lea einen selbst gebackenen Buiskuitboden mit frischen Erdbeeren.
Liebe rauch- und - heute allerdings schwach gewordene - knabberfreie Grüße
Kyra