Licht aus Kopf an! BING WACH
Verdammt.
Dabei war ich echt richtig müde. Um 9 ins Bett, soll mich ja erholen und ausruhen, Stress reduzieren.
Dabei war der Tag heute entspannt und sonnig. Ich hab mit meiner Tochter telefoniert, der es etwas besser geht, schön Qigong gemacht, bissel Haushalt, danach PMR und ein Spaziergang an die Salinen. Zum Abschluss noch Himbeerkuchen im Garten genossen. Also mehr Entspannung geht ja nicht.
Aber : morgen bin ich beim Kardiologen. Den kenne ich noch nicht und kann überhaupt nicht einschätzen, wie der so ist. Sieht so jung aus, dass ich kurz dachte:echt jetzt? Darfst Du überhaupt schon Autofahren?:|
Aber das heißt ja nix. Umso älter ich werde, desto jünger erscheinen mir andere. Mein eigentliches Problem ist die Angst. Nach dem Chaos und den stetig wechselnden Diagnosen im Krankenhaus hab ich einfach das Vertrauen verloren. Und ich hab Symptome, die ich auch schlecht einschätzen kann. Beim Einschlafen wieder das Herzstechen, lautes langsames Herzklopfen, so laut wie Der Dom in Speyer!
Unmöglich dabei einzuschlafen
Dann weiß ich auch überhaupt nicht, was ich sagen soll, wenn er mich fragt, wie es mir geht. Natürlich hab ich Angst, nicht mehr gesund zu werden. Durch die Erschöpfung und die Aussetzer trau ich mich nicht Auto zu fahren. Das hat ja auch eine psychische Komponente. Ich bin aber nicht sicher, ob es schlau ist meinen psychischen Zustand zu benennen. Am Ende werden die Beschwerden nur darauf geschoben und niemand schaut mehr nach dem Herz, weil ich eine Frau bin. Und die sind ja sowieso Hysterisch. So hieß das früher. Deswegen sterben immer noch viele Frauen mit Herzprobkemen. Ich hasse Menschen Grummel Grummel:bang:
Tatsächlich hatte ich eben eine Panikattacke, weil ich mich so aiäusgeliefert und ohnmächtig fühle und dem nicht entkommen kann.
Dazu kommt noch, das Schatz und ich beim Essen über die Regelung unseres Erbes gesprochen haben. Wir haben das bisher immer aufgeschoben. Nicht, dass wir viel hätten, aber das bissel muss gerecht verteilt sein.Schließlich haben wir zusammen 5 Kinder in unserer Patchwork. Und Patientenverfügung gibt's auch keine. Und ratet mal, jetzt ist natürlich ein guter Anlass, aber auch ein denkbar schlechter Zeitpunkt, emotional gesehen.keine Belastung! Jetzt bin ich fast 4 Wochen daheim, aber Ausruhen geht nur begrenzt. Ich bin so dünnhäutig und instabil in den letzten Tagen, das ist echt eine schlimme Gesamtsituation. Vor dem Rauchstopp hätte ich mir ein Bier aufgemacht und während ich hier Tagebuch schreibe mindestens 4 Zigaretten geraucht, damit ich besser denken und schreiben kann.
Die Reduzierung auf die letzte Stufe mit 10 mg Pflaster hat mich echt umgehauen. Denke ich zumindest.
Vielleicht ist es auch "nur " das Herz und der Blindflug in die Zukunft.
Jetzt sitze ich hier mit Chips, Schlafen und Schmerzmittel. Ich warte bis das wirkt, damit ich eine Schlafposition finden kann.
Das ist jetzt die einzige Möglichkeit, all den Mist, der mich belastet, wegzudrücken.
Da ist es wieder; das war mit Rauchen viel einfacher. Drogen machen gleichgültig !
Egal. Ok , das war ein sehr alter flachwitz aus den 80er Jahren.
Schlafen ist auch gut, wenn man kann!!!
Keine Ahnung, wie das mit Arbeiten gehen soll, tagsüber nicht belastbar und Abends schlaflos, richtige Scheißnummer ist das. Auch noch Schmerzen und Angst.
Das schlimmste wäre, wenn er sagt, ne, sie sind jetzt gesund, ab morgen gehen sie Arbeiten, der Rest ist Einbildung! Das ist meine größte Angst.
So, mein Tee ist gleich alle, die Chips auch und die Tablette fängt an zu wirken. Da kann ich hoffentlich gleich schlafen.
:sleep: