Liebe Lixi,
ich habe schallend über Deinen Bericht gelacht. Genau so und nicht anders ist es. Die brennende Zigarette, die einem während der Fahrt aus der Hand gleitet, kenne ich auch nur zu gut. Am besten, während ich mitten im Stadtverkehr stehe. Dann das Frieren draußen vor der Tür. Egal, hauptsache zitternd die Zigarette zum Mund geführt. Gerne auch bei Sturm, wo einem die Asche dann auch mal ins Auge flog, macht nichts, gibt einen schönen Kajalstrich. ;-)
Nun im Ernst. Ich gehörte auch zu der absolut überzeugten Raucherfraktion. Ich ohne meine Zigarette? Vergißt es, ihr ganzen Spießer und Spaßbremsen, ihr könnt mich mal. Ja, so habe ich gedacht. Dann wie Tanja es schon beschrieb, Rauchverbot in den Lokalen, na, jetzt haben doch alle echt einen an der Pfanne. Mein Standardspruch im Sommer im Biergarten, wenn ich mir genüßlich eine anzündete und ein Nichtraucher die Nase rümpfte: Na, dann gehe doch rein, denn schließlich hast Du doch jahrelang für Dein Nichtraucherlokal gekämpft.
Dann kam aber der Sommer 2016 und eine Infektion folgte der nächsten Erkältung. Ich habe natürlich auch dann fleißig weitergeraucht. Passt schon. Leider passte es nicht mehr. Meine Bronchien erholten sich nicht mehr, ich hörte mich an wie ein bellender Kettenhund. Und so langsam dämmerte es mir, wenn ich das los werden will, dann muss ich mich wohl von meinen Zigaretten verabschieden. Bestätigt wurde das auch, nachdem ich mich irgendwann beim CT wiederfand und ich mir die Frage stellte, während ich in der Röhre lag, meine Güte, was mache ich eigentlich, wenn jetzt die Diagnose Lungenkrebs kommen würde? Ich hatte eine scheiß Angst. Doch ich hatte Glück. Bei mir ist alles in Ordnung, außer einem chronischen Husten, den ich jetzt langsam nach und nach los werde.
Ich bin noch ganz frisch dabei, aber wenn ich mal das Gefühl habe, schwach zu werden, dann denke ich immer an meine armen Bronchien, die mir überdeutlich einen Warnschuss gegeben haben.
Das war in etwa meine Story...
Habt alle einen schönen Tag.
Lieben Gruß,
Nicole