22.12.2025 00:56

aufgehört, ja... aber...

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176Beiträge
18.12.2025
22:52 Uhr
Es ist gerade so beschissen schwer. Und ich habe jetzt Urlaub. Und ich fühle mich momentan soooo antriebslos, dass mir die "geschenkte" Zeit, die ich nicht mit dem Rauchen verbringen muss, gestohlen bleiben kann. ? Drückt mir mal die Daumen, dass ich es schaffe. Nada
12.12.2025
22:00 Uhr
Vielen Dank, lieber Paul, für deine Antwort. Bei mir war die Qualmerei ähnlich lang und ähnlich oft mein zuverlässiger Begleiter in fast allen Lebenslagen... Gefallen hat mir der Gedanke, dass die Schmachtgefühle natürlich deshalb nicht endlos lang gedauert haben, weil man ihnen ja immer wieder in regelmäßigen Abständen nachgegeben hat. So naheliegend, so einleuchtend - trotzdem gut, das nochmal gesagt zu bekommen! Bei mir blieb meist immer nur hängen, dass das akute Verlangen "ganz schnell, meist in wenigen Minuten" ausgestanden ist. Das nächste Wochenende steht an, bald auch Urlaub, bald auch Weihnachten (ohnehin alles schwierig, auch mit Kippen). Aber: Das Leben ohne Geiselhaft oder Geißelung durch ein Suchtmittel wird wunderbar. Frei. Es fühlt sich nur leider noch überhaupt nicht so an. ? Heute schaffe ich es trotzdem.
12.12.2025
08:15 Uhr
Hallo Nada, ja, ich weiss das Rauchen ist so präsent im Kopf wie scheinbar nie zuvor. Aber das ist verständlich, oder? Auch als Raucher war mir die Gedanken ständig im Weg, wo kann ich rauchen, wann kann ich rauchen, hab ich noch genug Zigaretten für heute und morgen früh? Oh das wird knapp, dann fahr ich um 23 uhr nochmal zur Tanke ... Dass uns die Gedanken nicht endlos erschienen lag nur an der Unterbrechung des Gedankens mit einer Zigarette, aber 30 Min später war der Gedanke wieder da und alles begann von vorne. Ich habe über 30 jahre geraucht 20x am Tag, ein so festgefahrenes Ritual vergisst man nicht nach 50 Tagen. Es ist sehr schwankend, mal geht es gut, mal wird es wieder schwerer. Das ist extrem nervig, weil die Hoffnung da war, vielleicht schon über den Berg zu sein und die Rückschritte nagen an der Motivation. Mach dir bewusst, dass die Anstrengungen ein Zeichen sind, wie stark uns das Nikotin (ab)lenkt und wie gut es sein wird, wenn dieser Einfluss immer weniger und weniger wird. Und genau so wird es kommen, da bin ich ganz sicher. LG von Paul
11.12.2025
22:44 Uhr
Die letzten Tage: Das Rauchen war ganz furchtbar präsent. Wollte eigentlich etwas im "Ich rauche gern"-Thread schreiben, da komme ich aber immer noch nicht rein. Das Rauchen hat so sehr zu mir und meinem Selbstverständnis gehört - das "Nicht-Mehr-Rauchen" fordert nun in vielerlei Hinsicht ein, dass ich mich quasi neu erfinde. Schmachtgefühle haben derzeit einen weiteren Höhepunkt, leider... So ein bisschen so, als sei das bislang ein befristetes Experiment gewesen, das allmählich mal zu Ende gehen könnte. Unter dem Motto: Wann kehrt endlich wieder Normalität ein? So, wie ich sie kenne? Ich muss wohl viel mehr an meinen Gewohnheiten drehen, als ich dachte. Nur alles "ohne Kippe" zu machen funktioniert nicht. Und "nur" am Strohhalm ziehen, Sonnenblumenkerne kauen, Atemübungen machen, etc. reicht auf Dauer auch nicht. Obwohl all diese Methoden schon gute Dienste geleistet haben. Ich hoffe, das wird wieder besser ?, Nada, gerade mit Lutschpastille im Mund
08.12.2025
21:45 Uhr
Dankeschön, Anna ?? - das ist ja lieb ? Ich hatte eben ein kurzes Gespräch mit meiner Chefin am Telefon, das einigermaßen entspannt verlief. Noch weiß ich aber trotzdem nicht, ob eine weitere Zusammenarbeit möglich sein wird. Mal sehen. Es steht noch ein persönliches Gespräch an... Heute bin ich jedoch: stolz auf mich ? Mir hat auch dein Adventstürchen sehr gut gefallen, Anna, die Zeilen konnten heute gut bei mir "andocken". Liebe Grüße an dich und alle, die es lesen.
08.12.2025
16:33 Uhr
Beitrag von gelöschtem User
06.12.2025
00:03 Uhr
Ganz lieben Dank euch beiden für die Trostworte und euren Respekt ? Habe den heutigen Tag überstanden, mich nicht krank gemeldet (sehe meine Chefin auch nicht regelmäßig), wieder nicht geraucht. Konnte auch ohne Zigarette ein wenig verdrängen..., d.h. so einige Verhaltensweisen sind auch pur (bzw. rauchfrei) noch oder wieder vorhanden. Rauchend wäre das Verdrängen leichter. Oder: Hätte ich dann vielleicht mehr Energie, mich konstruktiv mit den Ereignissen auseinanderzusetzen??? So zu denken ist wohl allerdings nicht konstruktiv, zumindest was die Sucht betrifft. Gedanken einer innerlich zappelnden Seele.
05.12.2025
16:28 Uhr
Beitrag von gelöschtem User
05.12.2025
07:55 Uhr
Liebe Nada, das klingt wirklich anstrengend und da kannst du ganz besonders stolz sein standhaft geblieben zu sein! Ich wünsche dir, dass sich die Situation entspannt. Wenn du Unterstützung brauchst, schreib auch gern im Dezemberzug. Da ist gerade ziemlich viel los. Da finden wir dich vielleicht schneller. Fühl dich gedrückt. Ela
04.12.2025
22:36 Uhr
Heute ein ganz furchtbarer Tag / Feierabend: Auseinandersetzung mit meiner Chefin inklusive Heulattacken und Türenknallen. (Sie ADHS, ich depressiv und konfliktscheu bzw. -unerfahren) Ich weiß nicht einmal, ob das evtl. das Ende meines Arbeitsverhältnisses war :cry: Hab mein Fahrrad geschoben, bin fast den ganzen Weg nach Hause zu Fuß gegangen. Habe nicht geraucht. Darüber staune ich immer noch. Es war tatsächlich ein Wissen, dass die Zigarette da jetzt auch nicht helfen kann. Also eine Art implizites, "gefühltes" Wissen - denn natürlich [i]wusste[/i] ich es auch früher schon. Trotzdem bin ich stolz, dass ich dem ersten Impuls nicht nachgegeben habe ?
23.11.2025
19:24 Uhr
Dankeschön ;) Das Wochenende ist fast rum, ich habe es geschafft. :wink: Gestern gar nicht schön... - aber: Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass es mit Zigarette auch nicht wirklich besser wäre. Also nicht nur "gewusst" - das Gefühl passte auch. @Jutta: Ja, dass dieser Weg eine Kur für´s Selbstbewusstsein ist, kann ich mir auch ganz gut vorstellen ;) Glückwunsch für so eine lange rauchfreie Zeit! Übrigens hatte ich mir auch nicht wirklich vorgenommen, Raucherin zu werden... Ich fand es früher immer furchtbar, meine Eltern haben geraucht. Der Satz stammt aus einem Video, das mir sehr gefallen hat (Nichtraucher in 20 Minuten) und das ich mir vor meinem Rauchstopp angesehen hatte. Sinngemäß hieß es da an einer Stelle: Auch der Raucher fand die erste Zigarette eklig - mit dem Unterschied, dass er sich entschieden hat, Raucher zu werden. Irgendwas daran passte für mich, aus irgendeinem Grund habe ich mich ja entschieden, eine 2. und 3. zu rauchen ;) Morgen starte ich in meine 6. Woche! Allen eine gute Woche, Nada
22.11.2025
09:55 Uhr
[quote=Nada]Bin Mitte 50, habe das Rauchen zu Studienzeiten begonnen und wie wahrscheinlich die meisten erstmal „erlernt“ - weil ich Raucherin werden wollte ?[/quote] Liebe Nada, interessant, auch ich begann das Rauchen zu Studienzeiten. Raucherin werden wollte ich nicht. Ich weiß noch genau, wie es anfing: Ich saß alleine in meinem Zimmer und kam mit einer Hausarbeit nicht weiter. Da hatte ich den Impuls, zu einem Zigarettenautomaten zu gehen und mir eine Schachtel Mentholzigaretten zu kaufen, um diese Zeit des Nichtstun zu überbrücken. Verrückt, denn mit Zigaretten hatte ich davor nichts am Hut. Wie du hatte ich auch seit meiner Jugend mit Depressionen zu tun. Und das macht einen wahrscheinlich auch anfällig für Süchte aller Art. Morgen werde ich drei Jahre rauchfrei sein. Ich habe zum Schluss sehr viel geraucht und hatte manchmal Schmerzen in der Brust. Die sind verschwunden und ein Besuch bei der Lungenärztin, 3 Monate nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört hatte, ergab auch keine bleibenden Schäden. Als ich aufhörte, war ich bereits 60plus und habe mich die ersten vier Monaten mit Nikotinkaugummi, Nikotinlutschpastillen und manchmal einem Nikotinspray unterstützt. Inzwischen bin ich in Altersrente und spüre die Ersparnis, obwohl das nicht das wichtigste Motiv für mich war. Ich bin froh, dass ich den Absprung geschafft habe. Ich fühle mich besser, weil ich die Sucht nicht mehr brauche, um mich zu betäuben oder hinter einem Rauchvorhang zu verstecken. Ich bin kein neuer Mensch geworden, aber mein Selbstwertgefühl ist besser geworden. Mit diesem besseren Selbstwertgefühl traue ich mich manchmal, Dinge zu tun, die ich mich vorher nicht getraut habe. Und ich kann Gefühle, die ich vorher weggeraucht habe, einfach aushalten. Ich wünsche dir alles Gute! [SIZE=2]:heart:[/SIZE]
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