16.07.2026 14:25

Ciao Krise

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3Beiträge
18.07.2026
11:11 Uhr
bearbeitet:
18.07.2026
11:13 Uhr
Danke für deine aufmunternden Worte. Ich kann das jetzt sehr gebrauchen. Ich habe sehr viel „ich will und ich kann“in mir. Eigentlich war das mir noch nicht so richtig klar: die ganzen Gefühlsschwankungen, der sucht Druck, das ganze begehren, genau hat ja alles mit dem auf und abfluten des Nikotinspiegels zu tun, der ja oft mehrmals innerhalb von einer Stunde auf und ab flutet. Diese Gefühlsschwankungen, ich hab da ja immer ein ziemlich schlechtes Gewissen gehabt. Dachte immer das hat mit mir zu tun, es erleichtert mich ungemein das ich hauptsächlich dem Nikotin die Schuld geben kann. Liebe Grüsse, Marcus
16.07.2026
19:41 Uhr
Hallo Marcus, herzlich willkommen im Forum, und vielen Dank für Deinen ehrlichen, mutigen ersten Beitrag. Ich habe bei vielen Deiner Sätze genickt und gedacht "das ging mir auch so" - Schlafstörungen, dann die halbe Nacht geraucht (in meinem Fall auch getrunken) - Die Zigarette soll mir meine Angst nehmen und nimmt mir aber nur ein bisschen von meinem Suchtdruck. Der Rest bleibt mit dem Gefühl der Enttäuschung zurück. Dabei wäre Enttäuschung doch so ein verheißungsvolles Wort Ent-Täuschung - ich erkenne die Täuschung und entledige mich dieser. Nikotin, und Drogen im allgemeinen versetzen uns in Gefühlsschwankungen durch das An- und Abfluten der Substanz im Körper. Das Konsumieren verursacht einen Flash, den wir positiv bewerten, das Absinken des (Nikotin)spiegels macht nervös und lenkt unsere Gedanken wieder zu der Droge. Da Nikotin eine kurze Halbwertzeit hat, also sich schnell abbaut, haben wir alle halbe Stunde ein erneutes Verlangen. Dieses Auf und Ab lässt uns nicht zur Ruhe kommen und verstärkt psychische Störungen wie Angst und Depressionen. Der Teufelskreis - circulus vitiosus also wörtlich ‚fehlerhafter oder verkehrter Kreis‘ kann nur an einer Stelle unterbrochen werden - Stopp den Konsum. Wenn Du Lust hast, dich mit anderen auszutauschen, die auch im Juli Ihren Rauchstopp beginnen oder begonnen haben, dann schau auch gerne in diesen Thread mit rein. https://www.rauchfrei-info.de/forum/gemeinsam-aussteigen-die-monatszuege-23/-12101/ Ich wünsche Dir viel "ich will ..." und "ich kann ..." LG von Paul
16.07.2026
14:25 Uhr
bearbeitet:
16.07.2026
14:32 Uhr
Guten Tag! Also, jetzt soll erst mal Schluss sein mit rauchen! Ich glaube es reicht. Ich möchte das nicht mehr mitmachen, der ständige Stress rausgehen zu müssen. Egal zu welcher Uhrzeit. Und zwar auch hauptsächlich deswegen, weil ich dachte, rauchen vermindert die Angst. Und ich hatte ziemlich viel Angst in der letzten Zeit, deswegen hab ich auch ziemlich viel geraucht. Ja die Angst. Das ist eigentlich das hauptsächliche Problem. In meinen dunklen Momenten hab ich gedacht, die Angst würde mich auffressen und nichts von mir übrig lassen. Ich bin bei der Arbeit zig mal zum Rauchen, nach dem Essen sowieso, in meiner Freizeit, abends, ich habe manchmal 2-4 Zigaretten am Stück geraucht. Dabei hatte ich ein unglaublich schlechtes Gewissen, ich dachte, ich bin so eine Art Drogen Junkie. Was wahrscheinlich so in der Art richtig ist. Ich wusste die ganze Zeit, dass Rauchen schädlich ist, dass es mir schadet, dass es mein seelisches Gleichgewicht zerstört. Das wusste ich. Komischerweise dachte ich, dass Zigaretten dieses Gleichgewicht wiederherstellen können, obwohl ich wusste, dass es nicht so ist. Ich empfand rauchen wie ein Fluch. Wie ein Dämon, der mir immer sagt, ich verspreche dir etwas aber das, was ich erhalten habe, war nicht das, was mir versprochen wurde. Nach einer Zigarette fühlte ich mich wie ausgewechselt. In meinen schlimmen Phasen dachte ich, sie würden mir helfen. Ich bin nachts rausgegangen, weil ich nicht schlafen konnte, manchmal um zwei manchmal um um drei oder vier. Am nächsten Tag war ich wie gerädert. Jetzt ist mir klar geworden, dass jede Zigarette mich an meine Krise knüpft und an meine Depressionen, die ich durchgemacht habe, an den heftigen Schmerz der in mir ist. Jede Zigarette ist wie ein Lot, dass mich in diese Richtung zieht. Ich hab eine schwierige Trennung durchgemacht, von einer Frau, die ich sehr geliebt habe. Die ersten Monate waren schwierig. Ich habe vom ersten Tag nach der Trennung angefangen zu rauchen. Ich konnte nicht schlafen. Ich hatte Schlafstörungen. Um die Angst loszuwerden hab ich nachts manchmal eine halbe Schachtel geraucht. Jetzt ist es seit einiger Zeit besser. Und jetzt ist auch der Punkt gekommen: Ich mache Schluss, mit den Kippen. Und sage ja, ich möchte der Angst die Stirn bieten. Ich möchte nicht mehr diese Zustände, die mir einflüstern: das Rauchen sei die einzige Option, etwas anderes gibt es nicht. Das möchte ich nicht mehr. Ich möchte mein Leben leben, weil ich es liebe und ich möchte nicht in einem Sumpf von Launen verschwinden. Launen, die alle nur eines gemeinsam habe : sie versprechen mir, das Rauchen bringt dich da wieder raus. Das wollte ich eigentlich erst mal nur zum Einstieg sagen. Eigentlich wollte ich mich nur kurz vorstellen. Da hab ich gemerkt, was am Rauchen so alles dran hängt. Zu meiner Person: ich habe etwa 35 Jahre geraucht, dann Schluss gemacht, dann 17 Jahre nicht geraucht. Dann hatte ich eine schwierige Trennung, wieder angefangen, wieder aufgehört. Wieder eine schwierige Trennung, wieder angefangen und jetzt höre ich wieder auf. Ich möchte diesen Kreislauf durchbrechen, wo ich merke, wo ich denke, das Rauchen bringt dich aus allen Krisen wieder raus. Ich werde später noch mehr schreiben. Jetzt erst mal freu ich mich, dass ich es geschafft habe. Ciao Krise, Ciao Rauchen! Liebe Grüsse an alle, Marcus
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