Lieber Arnd,
dein Schritt, mutig in ein rauch-FREIES Leben gegangen zu sein, ist der einzige, mit dem du eine Chance hast, deine Lebensqualität zu verbessern. Deine Leistungsfähigkeit und Kondition zu steigern, bzw., den Prozess des Abbaus zu verlangsamen.
Als ich vor ca. 13 Jahren wegen Belastungs-Atemnot vom LuFa kam, hatte ich die Diagnose: COPD II. Ich ging erst mal raus, im Schock, und habe 1, 2, 3 Ziggis geraucht. Mein persönlicher Klick kam leider erst sehr viel später. Inzwischen habe ich mehrere Jahre Stadium III durchlaufen, befinde mich seit Kurzem im Stadium IV.
Das ist zwar das Endstadium dieser teuflischen Erkrankung, aber noch lange kein Grund, die berühmte Flinte ins Korn zu werfen. Mir hat umfassende medizinische und psychologische Betreuung sehr geholfen. Anfang Juni starte ich erneut in einer REHA-Maßnahme, 5 Wochen in einer Fachklinik. Wir sind chronisch krank, bedeutet, jedes Jahr steht dir eine solche "Kur" (wie es früher hieß) zu.
Nimm das Management deiner Erkrankung selbst in die Hand.
Verarbeite diesen Schock möglichst schnell. Freunde, Familie können dabei gut unterstützen.
Nimm alle Angebote in Anspruch, informiere dich, nur ein informierter 'Patient' ist ein guter 'Patient'.
und:
Lass' die Kippen weg!! Nur dann hast du eine wirklich (!!!) realistische Chance!
Es ist hart, anfangs, ich weiß. Aber du wirst schon nach sehr kurzer Zeit Verbesserungen feststellen, die du schon längst nicht mehr für möglich gehalten hast.
Kommt für dich eine REHA in Betracht?
Mir hat damals auch eine Behandlung daheim beim Physiotherapeuten extrem geholfen. Schau dich um, versuche bitte, Selbstvorwürfe und Mitleid mit dir selbst mit fachlicher Unterstützung zu überwinden und - nochmal gesagt -
LASS DIE KIPPEN AUS!
Alles Gute für dich, weiterhin viel Kraft. Hier im Forum, bist du auf jeden Fall sehr gut aufgehoben, mein lieber.
Beste Grüße an dich
Meikel