Ach nö, jetzt hatte ich den Text gesendet, aber weg ist er :-(, also noch einmal.
Liebe Adele, liebe Silvia, liebe Banya und liebe Luette,
ich bin wieder da. Ich möchte mich als erstes bei Euch bedanken für die Aufmerksamkeit, für den Trost, für die Umarmung, fürs Dasein.
Ihr fragtet nach Gründen für die Traurigkeit. Hier die Kurzfassung. Am 13.2. vor 6 Jahren kam mein Vati ins Krankenhaus. Er war gefallen und die Ärzte meinten, den angebrochen Wirbel aufspritzen - alles Routine, ein paar Tage Ruhe, in einer Woche ist er wieder fit und kann nach Hause. Bis dahin hat er nicht eine einzige Tablette benötigt, er war fast 82 Jahre, topfit … Der MRSA-Keim war schneller. Am Tag der geplanten OP hatte er eine Lungenentzündung, Organversagen, Intensivstation...am 18.2. ist er gestorben, kurz vor seinem Geburtstag am 21.2. Wir waren bis zur letzten Minute bei ihm, aber es bleibt ein Gefühl von Hilflosigkeit, von „Hätte-ich-am-Vortag-was-sehen-müssen“, als ich da war, hätten wir etwas machen können, waren wir nicht achtsam genug – es war nicht möglich, aber der Kloß im Hals bleibt und zieht sich in diesen Tagen besonders fest zu. Mit Zigarette konnte ich es dämpfen. Ich konnte einfach mal neben mir stehen. Ich konnte mich dran festhalten. Jetzt muss das Pflaster herhalten, tut es auch, so dass ich mich gerade auch in diesen Tagen um die Mutti kümmern kann. …Aber sch…schwer ist es trotzdem. Aushaltenmüssen muss ich neu lernen.
Herzliche Grüße und ein VielenDankDrücker
Nuisjut