Hallo Steffi,
von mir auch nochmal ein donnerndes Willkommen. Und herzlichen Glückwunsch zu Deinem gelungenen Absprung. Allein damit hast Du schon mal eine Hürde genommen. Toll!
Wiederholte Ausstiege sind absolut keine Seltenheit. Die allermeisten Raucher benötigen mehrere Anläufe, um endgültig und dauerhaft rauchfrei zu werden. (Ich meine im statistischen Mittel sind es sieben...) Einerseits, da man sich erstmal darüber bewußt werden muß, wie stark die Sucht ist und wie tief sie uns in den Knochen steckt (man kann sich das nicht so wirklich vorstellen, daß die Sucht noch in einem steckt, wenn man das Aufhören erstmal geschafft hat, das kenne ich auch), zweitens weil man erstmal herausfinden muß, warum und in welchen Situationen wir uns wieder zu Fall bringen lassen. Mach Dir keinen Kopf wegen der Wiederholung - jetzt weißt Du mehr.
Sorge für einen ausgeglichenen Wasser (wie schon erwähnt) - und auch Zuckerhaushalt. Im Entzug tritt gerne mal leichter Unterzucker auf, vielleicht kannst Du diesem mit Obst, Fruchtsaftschorle oder Traubenzucker entgegenwirken. Und damit vielleicht ja auch dem Kopfschmerz.
Überhaupt Obst: Zu Deiner Überlegung bezüglich Gewichtszunahme wollte ich nochwas sagen. Die resultiert ja in der Raucherentwöhnung aus mehreren Einflüssen. Erstmal verbraucht ein Raucher etwa 200 kcal am Tag mehr als ein Nichtraucher. Heißt, nach dem Absprung bleiben erstmal 200 kcal bei Dir liegen. Die kann man ja erstmal abfangen, das ist kein Riesenproblem. Ferner stellt sich der ganze Stoffwechsel, auch die Verdauung ab dem Ausstieg ja erstmal um. Bis die wieder ordentlich rollt, kann schon mal eine Gewichtszunahme entstehen, die aber vorübergehend ist, weil der Stoffwechsel ja später wieder normalisiert ist. Und drittens neigen viele Aufhörer einfach dazu, mehr zu essen - sei es, weil sie wieder besser riechen und schmecken können, was appetitanregend wirkt, oder weil der Körper nach Ausgleich brüllt - viele naschen dann unbewußt oder essen unreflektiert mehr.
Diese Kenntnis im Hinterkopf, ist es ganz gut möglich, die Zunahme in Grenzen zu halten bzw. gegenzuwirken. Versuche, viel zu rohem Gemüse zu greifen, denn davon kannst Du - auch ersatzweise - essen soviel Du magst, und es wirkt auch verdauungsfördernd. Trinke vor jedem Essen Wasser, denn erstens sollst Du sowieso viel trinken und zweitens füllt es den Magen schon mal kalorienfrei. (Hilft übrigens auch über Schmachter hinweg - so als Ersatzhandlung) Wenn Du kannst, baue auch gern Bewegung in Deinen Tag ein - egal ob es Sport ist oder auch mal nur Alltagsbewegung, die Treppe statt dem Aufzug, zu Fuß den kurzen Weg statt mit dem Auto, oder auch mal ein paar Situps zwischendurch im trauten Heim. Da gibt es schon Gestaltungsmöglichkeiten.
Und schließlich: Was ist verloren, wenn es eine kleine Anzahl an Kilos mehr ist? Kannst Du Dich vielleicht mit ein paar Kilöchen abfinden? Ich meine, Du gewinnst ja gewaltig an Lebensqualität, Attraktivität (die Haut bleibt frisch, die Hände und Zähne werden nicht mehr gelb, Du duftest gut und mal ehrlich - Rauchen schaut einfach blöde aus, ich hab immer krampfhaft versucht, mich nicht rauchend in Schaufensterscheiben zu spiegeln weil ich die Wirkung selber so gruselig fand) und auch Verringerung des Gesundheitsrisikos hinzu, das machen Dir doch ein paar Kilos nicht kaputt. Klar kannst Du versuchen, es im Rahmen zu halten, aber eine weitere Baustelle solltest Du darauf nicht machen. Was meinst Du, könntest Du Dich vielleicht mit dieser Sichtweise anfreunden?
So Steffi, jetzt hoffe ich Du hast einen angenehmen Abend und ein schönes Wochenende. Laß gerne jederzeit von Dir hören. Einstweilen weiterhin viel Erfolg wünscht Dir
Lydia