Hallo zusammen,
habe heute endlich geschafft ein Wohnzimmer einzurichten. Wenn ihn Lust und Laune habt kommt vorbei, ich freue mich.
Meine Überschrift habe ich gewählt nach einem Lied, das mir in der Anfangsphase der Pandemie half jeden Tag erneut mit Freude zur Arbeit zu gehen (Altenheim), obwohl es sehr schwer war. Es hat mich motiviert und aufgerichtet mich mit dem nötigen Schwung und positiver Energie versorgt, um meinen Dienst genau so zu tun. Diesen Schwung und die positiven Vibrations mache ich mir für meinen Vorsatz, nicht zu rauchen, zu Nutzen.
Ich werde überleben - zuerst hatte ich Angst und war wie gefesselt........
Meinen Vorsatz am 13.6. mit meiner rauchfreien Lebenszeit zu beginnen hatte ich bereits im Frühling getroffen. Den Termin wählte ich, da ich zu dieser Zeit Urlaub hatte und danach eine liebe Kollegin, mit der ich zwischendurch rauche, 3 Wochen Urlaub hat. 6 Wochen Schonfrist und Zeit zu entkoppeln, einzuüben, Sicherheit und Strategien zu entwickeln, zu entgiften..........
Die ersten Tage waren sehr schwer und meinen Vorsatz, am 13.6. zu starten, warf ich nach 2 Tagen über Bord und kaufte mir eine Schachtel Zigaretten (eine große Schachtel, damit ich beim Aufhören nicht Not leide!!). Bis Freitag, den 19.6 rauchte ich eine Zigarette nach der anderen aus Angst, dass ich nie mehr im Leben einen guten Tag habe und immerzu so schrecklich zu Menschen bin wie in den 2 Tagen ohne. Bilanz der ersten Woche (13.-19.6): 5 Urlaubstage verbraten, verbracht mit Entzug, damit verbundener schlechter Laune ; Zigarettenkauf, rauchen, damit verbundenem schlechten Gewissen, Schamgefühlen und schlechter Laune. Das Schlimmste an dem Zustand war, dass ich nicht nur mir, sondern auch noch meinem Mann uns meinem Sohn die Tage gründlich vermiest hatte. Die beiden hatten alles gut ertragen und mich unterstützt, bis ich mir wieder eine Fluppe ansteckte und weiterhin sehr gereizt war.
Also auf ein Neues und seit Samstag, den 20.6. habe ich meine Sucht ausgetrikst jeden Tag neu und immer wieder mit Verzögerungsstrategie (Nö, jetzt gerade rauche ich keine und finde das gut), lauten Seufzern (dachte zwischendurch an die Szene von Harry und Sally, denn so hört es sich teils an :)) und Steinen o.ä. damit meine "Rauchhand" beschäftigt ist. Was mir bei sehr schwerem Suchtdruck gut hilft, ist hier im Forum zu lesen. So habe ich bereits 17 Tage geschafft und ÜBERLEBT!!
Mein Urlaub endete heute und mir ist die Herausforderung bewußt, der mich mich jetzt täglich stelle. (Im letzten Jahr hatte ich auch im Urlaub aufgehört und nach den ersten Tagen bei der Arbeit wieder geraucht!! Dies will ich nicht mehr!!) Mein Fazit des Tages: gut, habe wenig an das Rauchen gedacht, konnte gut ausweichen und bin nur ein Mal nervös und unkonzentriert gewesen - bin stolz und froh, denn so kann ich morgen entspannter zur Arbeit und werde ÜBERLEBEN!! WIDERSTEHEN!! NEUE STRUKTUREN EINÜBEN!! Wenn das heute gut ging wird es morgen besser gehen und wieder kann ein Tag zur "Positivliste" hinzugefügt werden.
Ruhigen, entspannten Abend wünscht Ulrike