Liebe Milchkaffee-Tante,
auch ich möchte dich beglückwünschen zu deinem zu erwartenden Zuwachs. Auch wenn du bereits zwei Kinder hast, ist es doch immer wieder ein kleines Wunder, das dich in jeder Hinsicht fordern wird.
Unabhängig davon, werden wir dich hier gerne auf deinem Weg in die Rauchfreiheit begleiten. Wie hattest du es denn bei deinen ersten Babys mit dem Rauchen gehandhabt? Gibt es aus dieser Zeit vielleicht Erfahrungswerte, auf die du nun zurückgreifen kannst?
Du weißt genau, dass Rauchen und Schwangerschaft nicht zusammenpasst. Was den Rauchstopp leider nicht zwangläufig vereinfacht. Ich bezweifle, dass ein schlechtes Gewissen die Motivation fördert. Aber ich bin voll bei dir, wenn du rund um dieses Thema Informationen sammeln möchtest. Den Hinweis auf IRIS hast du bereits bekommen. Falls du es noch nicht entdeckt haben solltest...du kannst verschiedene Broschüren zu diesem Thema bestellen, bzw. auch herunterladen. Hier der Link:
http://www.rauchfrei-info.de/informieren/materialien/
Außerdem gibt es das Buch "Nie wieder einen einzigen Zug" von Joel Spitzer. Es steht im Netz für jeden als kostenloser Download zur Verfügung. Auch dazu einen Link:
http://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://whyquit.com/NWEEZ/&ved=2ahUKEwjgrbfD-LXyAhXqhf0HHfjrCtgQFnoECAkQAg&usg=AOvVaw1RQTaFImUrh8kgnJfWkZi6
Wenn ich das richtig überschlagen habe, steht die Geburt im Frühling des nächsten Jahres an. Gutes "timing", denn Hochsommer und Entbindung ist ziemlich anstrengend...
Du wirst also kommenden Freitag die letzte Zigarette rauchen, um am Samstag rauchfrei in den Tag zu starten, stimmts? Grundsätzlich ist das Schreiben und lesen hier im Forum sehr entlastend. Hier kannst du schimpfen, jammern, klagen, weinen, schreien, aber auch jubeln, lachen und feiern - so, wie es gerade sein soll. Die Tage der Vorbereitung bis zu deinem Tag X halte ich für sehr, sehr zielführend. So kannst du dich mental, aber auch in echt vorbereiten.
Was mir damals beim Ausstieg sehr geholfen hat, war das Aufhängen von Erfolgsgeschichten in der Wohnung, bei denen ich positive Aussagen herauskopiert und an strategischen Punkten in der Wohnung aufgehängt habe. Mein 'Favorit' war dabei der Platz gegenüber der Toilette, wo genau in Sitzhöhe entsprechende Botschaften aufgehängt wurden. Und auch sonst kann ich dir nur wärmstens empfehlen, ausnahmslos [u]JEDEM[/u] in deinem Umfeld davon zu erzählen, dass du mit dem Rauchen aufhören wirst, bzw. aufgehört hast. Das beschert dir unter Garantie jede Menge Schulterklopfer und verschließt Hintertüren, die du dir offenhalten willst, um dich nicht zu blamieren (ganz nebenbei: viele Nichtmehrraucher mussten mehrere Anläufe nehmen, bis es tatsächlich geklappt hat). Entgegen deinem/eurem Vorsatz, "den Anderen" erst nach 3 Monaten davon zu erzählen, möchte ich entgegnen, dass es nichts gibt, womit du dich verstecken müsstest. Dich so verantwortlich zu verhalten, mit dem Rauchen aufzuhören, wird dir viel Anerkennung geben. Ist aber nur meine bescheidene Meinung, neben vielen anderen Ansichten.
Ich drücke dir alle Daumen, die ich habe. Jetzt und so schnell wie möglich mit dem Rauchen endgültig Schluss zu machen, ist vielleicht sogar die wichtigste Entscheidung deines Lebens.
Lieben Gruß
dein Meikel