Liebe Heike,
obwohl wir uns gar nicht persönlich kennen, tut es schon ein bisschen weh, wenn ich lese, wie es dir geht. Das liegt sicher daran, dass wir alle hier mehr oder weniger durch den gleichen Entzug gegangen sind und diese Niedergeschlagenheit, dieses Gefühl von Sinnlosigkeit nur zu gut kennen, jeder individuell anders und doch irgendwie gleich.
Ich habe bei dir gelesen, dass Rauchen so gar nicht zu deinem modernen, gesunden und aktiven Lebensstil passt.
Ich finde mich da irgendwie wieder. Von allen gesundheitlichen Aspekten mal abgesehen, fand ich es belastend, nahezu widerlch, dass mein Denken, Planen ja mein Leben von einer stinkenden Sucht bestimmt wurde. Ich habe mich dafür geschämt und stand eigentlich unter Dauerstress, niemanden zu behelligen (mit Rauch, Gestank) und die nächste Gelegenheit zum Rauchen zu suchen.
Auch ich hatte Phasen, da dachte ich, wozu das Ganze, ich bin frei, ich kann entscheiden, ob und wann ich rauche usw., also der ganze Scheiß, den ein Süchtiger so denkt.
Hier im Forum erhielt ich die Empfehlung, ich weiß nicht mehr von wem, setze dir ein zeitliches Limit, in meinem Fall Silvester und entscheide dann, ob du wieder rauchen willst.
Du hast dir 150 Tage als Ziel gesetzt, sehr gut. Das ist ein Plan, das ist überschaubar, das ist realistisch.
Jeder ist natürlich anders, aber da du sportlich bist, ist vielleicht Bewegung draußen eine Möglichkeit, dich besser zu fühlen.
Ich weiß, nicht so einfach, sich da zu motivieren. Bei mir war es pure Disziplin, stand jeden Tag im Kalender. Es hat mir nicht gefallen los zu gehen, aber wenn ich zurück kam, ging es mir immer erheblich besser.
Ich wünsche dir ganz viel Durchhaltevermögen und verspreche dir, es wird besser. Wirklich!
Liebe Grüße Ela