Liebe Heike,
ich habe mal ein wenig in Deiner Stube quergelesen. Um etwas besser zu verstehen, was Dich so umtreibt. Dabei habe ich herausgelesen, welch eine enorme Stärke in Dir wohnt. Du hast so viele, ich nenne es hier einmal, Krisen bestanden! Und bist gestärkt aus ihnen hervorgetreten.
Ja, das Verlangen ist manchmal echt brutal und hart. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir in den Noch-Raucherzeiten nur meinten, schwierige Situationen überstehen zu können, indem wir uns eine Zigarette ansteckten. Passiert ist allerdings nur Chemie in unserem Belohnugssystem. Die Situation blieb weiter schwierig.
Ich möchte damit sagen: Es gibt immer schwierige Situationen, schwarze Löcher, Wechseljahrsbsschwerden, Depressionen... mit und ohne Nikotin. Du weisst, dass die Zigarette nicht verantwortlich ist und doch wird ihr oft unbewusst die Verantwortlichkeit für vieles zu gern übertragen - weil wir manchmal immer noch glauben, dass sie uns jemals geholfen hätte oder das die Zigarette der Grund für schwierige Situationen ist - geschweige, dass es besser wird, würden wir dem Verlangen nach Nikotin nachgeben.
Stärke hingegen Deine Selbstwirksamkeit, baue achtsam Deine Resilienz aus. Tue Dir gut, indem Du Dir Gutes tust. Und fühle wirklich in Dich hinein, ob das, was Du vorhast, Dir wirklich hilft und Du nicht nur eventuell einem Ratschlag folgst, dem eine Allgemeingültigkeit anhaftet.
Zu oft meinen wir, das uns xyz gut tut, weil es allgemein als gut oder hilfreich anerkannt ist. Dabei brauchst du eventuell gerade genau etwas anderes.
Genau so hast Du es mit dem Beginn Deines Ausstiegs getan. Du hast Dich entschlossen, Dir Gutes zu tun. Du hast eine Regel unter all den Rauchern um Dich herum gebrochen. Glaub an dich und an deine Stärke. Und feiere Dich jeden Tag dafür.
Alles Liebe,
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