Hi nochmal Karo,
also auf Deinen Willen und Deine Entschlossenheit darfst Du auch stolz sein, aber völlig zu Recht. Und all diese Extremsituationen, die Du schon geschafft hast, so früh im Nichtmehrraucherleben, meinen Respekt, aber wirklich. Ich könnte mir vorstellen, ich selber wäre in dieser ersten Zeit wegen weniger wieder ins Tudeln gekommen. Du machst das wirklich toll, all meinen Respekt hierfür.
Und dann möchte ich Dir noch sagen, daß so mancher diesen "Abschied" vom Rauchen als etwas trauriges empfindet. Das ist auch völlig erklärlich, so seltsam es sich auch anhören mag: Es ist doch eine Begleitung, die in allen Lebenslagen immer bei uns war, egal ob Frust, Schmerz, Freude, Stolz, Weihnachten, Geburtstag oder was auch immer. All dies nunmehr ohne diese Begleitung zu durchleben, ähnelt schon der Wahrnehmung, daß man auf einen Freund verzichten würde, der immer bei uns war. Insofern ist diese "Abschiedsstimmung" absolut erklärbar.
Nur: wenn es wirklich ein Freund wäre, würde er uns dann krank machen? Uns das Geld aus der Tasche leiern? Uns gängeln nur um der eigenen Existenz willen? Unseren freien Willen nehmen? So einen Freund hätten Du und ich doch schon längst in die Wüste geschickt, oder nicht?
Somit ist dieser Abschied hier doch gar nicht so unsinnig. Wir haben das richtige getan, uns von diesem falschen Freund loszusagen. Es braucht seine Zeit, bis wir uns ohne den eingerichtet haben - aber das wird kommen. Und Du beweist gerade und die ganze letzte Zeit über, daß Du den richtigen Weg dazu genommen hast. Du machst das nicht wieder, ich glaub an Dich.
Viele Grüße nochmal von
Lydia