Liebe Kirsten,
lass duch erstmal ganz fest drücken.
Ich finde es wichtig, dass du dich jetzt wegen der gerauchten Zigarette nicht zusätzlich runterziehst.
Nun, den Rauchstopp verschieben?
Es ist schwierig, dazu was zu schreiben.
Einerseits hast du schon mehr als 1 Monat keine Zigarette mehr geraucht und es ist dein Suchthirn, dass dir den Rauchstopp so sehr erschwert. Andererseits steckst du mittlerweile so tief drin in dem Gedankenkarussell um Entzug, Verzicht, Traurigkeit, Depression, dass es für dich schwierig ist, da wieder raus zu kommen.
Was macht dich zuversichtlich, dass es nach dem Sommer besser mit der Nikotinabstinenz läuft und nicht wie dann die letzten beiden Male? Ich meine das jetzt nicht böse. Ich möchte nur, dass du dir bewusst machst, was zu beim nächsten Versuch ändern musst, damit du nicht erneut gefrustet wieder mit dem Rauchen anfängst.
Zumindest denke ich, dass für dich der Einstieg in die Rauchfreiheit bei einer bestehenden Depression oder negativen Grundstimmung sehr schwierig gestaltet.
Kannst du mit deinem Hausarzt, einem Psychotherapeut oder einer Suchtberatungsstelle (oder mit allen dreien) in Ruhe deine jetzige Situation besprechen? Vielleicht hat jemand dieser Fachleute noch einen Rat, eine Untersützung, bevor du wieder anfängst zu rauchen.
Ganz liebe Grüße Kyra