Oh Tannenbaum, :)
nein, diese Gedanken hören nie auf! Und das schreibe ich dir so schonungslos, wie ich es in den zurückliegenden fast 600 rauchfreien Tagen erlebt habe.
Die Häufgkeit allerdings, und die scheinbar unaushaltbare Schmerzhaftigkeit nehmen ab. Das kannst du als Versprechen verstehen.
All diese Mechanismen, die die Sucht einzusetzen versucht, um dich wieder auf ihre Seite zu ziehen, erfordern dein großes Repertoire an Gegenmaßnahmen.
-Abhauen
-Aushalten
-Ablenken
Sportliche Betätigung, im Rahmen deiner körperlichen Möglichkeiten, kann hier nur ein Beispiel sein. Mir hat damals z. B. Sehr geholfen, mich auf mein Ergometer zu schwingen und 5 Minuten zu strampeln. Danach war der Teufel in meinem Kopf schon deutlich leiser...
Tue alles, was dir hilft dich abzulenken. Verharre bitte NIEMALS (!!) in der Situation, in der dich das Rauchverlangen packt. Stehe auf, verlasse das Zimmer, stell dich ans Fenster und atme 10x tiiief durch, gehe eine Runde ums Haus...was auch immer.
Der Weg den du beschritten hast, ist ein grossartiger! Deshalb aufrichtigen Glückwunsch an dich. Richte dich allerdings darauf ein, dass es sich um einen lebenslangen Prozess handeln wird, der immer wieder mal eine Stolperfalle für dich bereit hält. Aber all das ist lebbar und aushaltbar. Und vor allen Dingen lohnenwert.
Ich wünsche dir weiter Kraft und eine Extraportion Mut.
Dein Meikel